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Testbericht

28. Juli 2016
Ein Vierzylinder Benziner mit 258 PS und ein 113 PS (83 kW) starker Elektromotor teilen sich den Antrieb des BMW 740e. Dank Hochstrombatterie unter der Rückbank soll der Plug-in-Hybrid rund 45 Kilometer rein elektrisch fahren und so zum CO2-Zwerg unter den Luxuslimousinen werden. 1. Der Vierzylinder klingt erstaunlich angenehm. Bei normalem Tempo ist ohnehin so gut wie nichts vom Zweiliter-Vierzylinder zu hören, beim Ausdrehen tönt er erwachsen und sonor. So ist der Verzicht auf einen Sechszylinder zu verschmerzen. 2. Der Kofferraum lässt sich problemlos nutzen: Bei vielen Hybrid-Modellen schluckt schon der Akku den halben Kofferraum, zudem entstehen oft unpraktische Stufen, über die das Gepäck gewuchtet werden muss. Beim 740e fasst der Gepäckraum mit ebenem Ladeboden immer noch reisetaugliche 420 Liter. Ein Zusatzfach unter dem Boden schluckt das Ladekabel und noch weiteren Kleinkram.

BMW 740e überzeugt durch perfektes Zusammenspiel
3. Das Zusammenspiel von Verbrenner und Elektromotor klappt problemlos. Kein Ruckeln, keine Gedenksekunden, der im Getriebegehäuse der Achtgangautomatik untergebrachte Elektromotor arbeitet perfekt mit dem Verbrenner zusammen. Welcher Motor gerade läuft, lässt sich meist nur per Blick auf die Betriebsart-Anzeige ablesen. 4. Die elektrische Bremse fühlt sich nicht synthetisch an. Elektro-Autos und Hybride bremsen bis zu mittleren Verzögerungswerten elektrisch, ihr E-Motor wird dann zum Dynamo, der Energie in den Akku zurückbefördert, was bei vielen Modellen für ein gewöhnungsbedürftiges Pedalgefühl sorgt. Nicht jedoch beim BMW 740e, der sehr homogen verzögert. Auch der Übergang zur mechanischen Scheibenbremse, die sich immer dann hinzuschaltet, wenn die E-Bremse ans Limit gerät, ist kaum zu spüren.5. Der Fahrkomfort begeistert. Auch als Plug-in-Hybrid gehört der 7er zu den komfortabelsten Autos am Markt. Bis auf leichtes Säuseln des Windes ist kaum was zu hören, der Federungskomfort leidet ebenfalls nicht unter den Zusatzpfunden. Selbst üble Straßenschäden filtert die serienmäßige Luftfederung gekonnt weg. 6. Der Elektro-Modus lässt sich nicht arretieren. Die Steuerelektronik im 740e wählt eine für den jeweiligen Moment optimale Betriebsstrategie, sprich bestimmt den Antriebsmix selbst. Wer rein elektrisch fahren will, darf das Gaspedal daher nicht zu weit durchdrücken, sonst springt der Verbrenner an. Einen reinen Elektromodus gibt es im Gegensatz zu anderen Plug-in-Hybriden nicht.

Auch als Langversion und mit Allradantrieb X-drive
7. Der 740e ist kein abgespecktes Sondermodell, sondern bietet nahezu alle Luxus-Optionen des Siebeners bis hin zum Laserlicht oder den Einzelsitzen mit Massagefunktion im Fond. Daher ist er auch als Langversion (740 Le) und mit Allradantrieb (740 Le X-drive) zu haben. 8. Die Preisgestaltung ist fair. Mit seinem Grundpreis von 91.900 Euro kostet der 740e zwar 3.600 Euro mehr als ein ebenfalls 326PS starker 740i mit Sechszylinder-Benziner, ausstattungsbereinigt schrumpft der Unterschied jedoch auf etwa 1.500 Euro – nicht zu viel für die Möglichkeit, lokal emissionsfrei fahren zu können. 9. Das Beschleunigungsgefühl von reinen E-Autos fehlt. Keine Frage, die Fahrleistungen des 740e sind mehr als ausreichend, so ansatzlos wie ein BMW i3 oder gar so brutal wie Teslas Model S legt sich der 7er nicht ins Zeug, dafür ist sein Elektro-Antrieb mit 83 kW zu schwach. Doch wenn reinen E-Auto der Saft ausgeht, tanken 740e-Fahrer in drei Minuten ein paar hundert Kilometer Reichweite nach. 10. Die Bedienung wirkt sehr ausgereift: Fahrer konventionell angetriebener BMWs dürften auf Anhieb mit dem 740e zurechtkommen. Die zusätzlichen Hybrid-Funktionen werden über einen einzigen Extra-Knopf bedient, das Infotainment von BMW gehört ohnehin zu den augereiftesten Systemen und lässt sich im 7er wahlweise per Touchscreen oder i-Drive bedienen.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-07-28

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