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Testbericht

27. Dezember 2013
Hätte, wäre, wenn: Mit seinen 1,5 Fehlerpunkten hätte der BMW 528i eigentlich Platz eins im Mängelindex der oberen Mittelklasse eingenommen. Wenn nicht die Zeitdauer der Überlassung durch BMW abgelaufen wäre, weswegen der eigentlich auf 100.000 Kilometer ausgelegte Dauertest bereits nach 80.000 Kilometern abgebrochen werden musste. Und da niemand weiß, was auf den letzten 20.000 Kilometern noch passiert wäre, entfällt die Eingliederung ins Dauertest-Ranking. Auf 80 Prozent der üblichen Strecke passierte herzlich wenig. Bei 63.922 Kilometern erschien "Lenkung gestört" im Display. Obwohl beim Fahren nichts zu spüren war, wurde sicherheitshalber der Software-Stand überprüft und die Lenkung neu programmiert. Der außerplanmäßige Werkstattaufenthalt beschert dem BMW 5er die erwähnten 1,5 Fehlerpunkte, ansonsten spulte der BMW 528i Touring seine Kilometer mit beeindruckender Zuverlässigkeit ab. Zum BMW-Händler ging’s nur für die Inspektionen, die mit 443 beziehungsweise 643 Euro für die Fahrzeugklasse im Rahmen lagen. Darüber hinaus wurden ein Mal die vorderen und zwei Mal die hinteren Bremsbeläge gewechselt, was insgesamt mit 883 Euro zu Buche schlug.

BMW 5er ist komfortabler Langstreckenkombi Die Zuverlässigkeit des BMW 5er Touring ist kein Einzelfall, wie viele Leserzuschriften bestätigen. Von "null Defekten" oder dem "besten Auto, das ich je hatte" war in den E-Mails und Briefen zu lesen, oft begleitet von viel Lob über die Achtgangautomatik, die Sitze und den Komfort. Nur wenige Zuschriften berichteten von gravierenden Ärgerquellen, weswegen es schwerfällt, typische Problemmuster der intern F10 genannten Baureihe zu erkennen. Allerdings schilderten einige 5er-Fahrer Knarzgeräusche in den Türverkleidungen, Windgeräusche, Probleme mit der Lenkung und dem Geradeauslauf. Zudem wird das Normalfahrwerk von manchen Besitzern als zu hart empfunden. Die sonst so kritischen automotorundsport-Kollegen, die mit dem Kombi eineinhalb Jahre lang Foto- und Test-Equipment transportierten, nörgelten jedoch fast nur über Kleinigkeiten wie die schmutzanfällige Rückfahrkamera oder das träge reagierende Start-Stopp-System. Ansonsten waren die Fahrtenbücher des BMW 528i Touring voll des Lobes über den Komfort des 244km/h schnellen Reisewagens, ebenso über Raumangebot, Handling oder die Qualität der eingebauten Extras. Und eingebaut wurde reichlich: Von A wie adaptives Kurvenlicht bis X, den (inzwischen serienmäßigen) Xenon-Scheinwerfern, umfasst das Ausstattungsblatt 35 Optionen im Gegenwert eines Basis-320i. Als besonders empfehlenswert erwiesen sich der Abstandsregeltempomat, die Komfortsitze sowie die Navigation Professional mit Echtzeit-Staumelder RTTI. Darüber hinaus trug das Surround-View-Paket dazu bei, den fast fünf Meter langen Kombi rempelfrei in Parklücken zu bugsieren.

BMW 5er Kombi mit banalem Motorklang Nicht zuletzt deshalb sieht der havanna-braune Metallic-Lack noch so neuwertig aus wie das restliche Auto. Selbst der hellbeige Innenraum hat die Nutzung als Lastesel locker weggesteckt. Nur an den Griffschalen der Fahrertür hinterließen Schmutzfinger einen leichten Grauschleier. Lenkung und Fahrwerk präsentieren sich hingegen präzise und spielfrei wie am ersten Tag. Das Hauptmanko am BMW 528i lässt sich daher nur mit den Ohren ausmachen: Sein aufgeladener Zweiliter-Vierzylinder klingt im normalen Fahrbetrieb enttäuschend banal und tönt bei hohem Tempo regelrecht aufdringlich. Dabei muss er sich objektiv nichts vorwerfen lassen: Sowohl bei Durchzug als auch Verbrauch (im Mittel 11,4 L/100 km) schneidet er besser ab als der Sechszylinder im Vorgänger-530i. Dass BMW die Kritik am Downsizing-Antrieb ernst nimmt, beweist der Soundgenerator im neuen 428i, bei dem die fehlenden Zylinder akustisch vom HiFi-System nachgereicht werden. Der Benzinmotor ist neben den vielen Extras auch einer der Gründe für den hohen Wertverlust. Laut Gutachten bringt der einst 80.440 Euro teure Edel-Transporter beim Wiederverkauf nur noch 38.325 Euro, womit er mehr als die Hälfte des Listenpreises verliert. Ein nur mit den wichtigsten Extras bestückter Diesel lässt sich erfahrungsgemäß besser verkaufen und trägt mit seinem niedrigeren Verbrauch zu einem günstigeren Unterhalt bei. Mit seinen 21,8 Cent/km kommt der BMW 528i Touring nämlich auf die bisher höchsten Unterhaltskosten seiner Klasse. Vielleicht ist der Touring deshalb ja gar nicht so böse, in keiner Abschlusstabelle aufzutauchen.

Lesererfahrungen mit dem BMW 5er Touring Bei meinem BMW 520d Touring möchte ich besonders den sehr guten Komfort mit dem Standardfahrwerk in Kombination mit der weich schaltenden Achtgang-Automatik hervorheben. Der bei höheren Drehzahlen brummige Diesel ist vollkommen ausreichend, lediglich voll beladen ist die Beschleunigung im oberen Geschwindigkeitsbereich nicht mehr berauschend. Kleine Minuspunkte gibt es für das nicht gerade üppige Platzangebot im Fond, was angesichts der Abmessungen verwundert. Die Sportsitze sind zu eng und die Edelholzleisten kratzempfindlich. Christian Lau, 22297 Hamburg Ich fahre seit gut einem Jahr und 74.000 Kilometern einen BMW 520d. Bislang sind meine Erfahrungen mehr als positiv, es gab keinerlei Defekte oder Pannen. Der Gesamtverbrauch liegt laut Bordcomputer bei 6,9 L/100 km. Als Vielfahrer hat sich Connected Drive mit dem Stauservice RTTI bezahlt gemacht, das ich für das beste System auf dem Markt halte. Frank Klein, 57074 Siegen Ich bin Besitzer eines BMW 525d x-Drive, mit dem ich bisher 7.000 Kilometer zurückgelegt habe. Der Klang des Vierzylinder-Diesels ist besonders in der Kaltstartphase eines über 75.000 Euro teuren BMW unwürdig. Mit seinen beinahe fünf Meter Länge ist er zudem für Innenstädte und Parkhäuser oft schon zu groß. Die früh und sanft schaltende Achtgang-Automatik trägt dafür ebenso zum hohen Reisekomfort bei wie die Reichweite von über 800 Kilometern. Klaus-Peter König 65239 Hochheim/Main
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2013-12-27

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