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Testbericht

4. September 2007

Auf die BMW-Nomenklatur ist längst kein Verlass mehr. Zwar ziert die Ziffer 525 den Kofferraumdeckel beider 5er, doch auf den Hubraum lässt das keine Rückschlüsse mehr zu. Denn mit ihren Reihensechszylindern von je drei Liter Hubraum machen beide auf Understatement. Trotzdem haben die zwei Baureihen-Brüder eine ganze Reihe von Eigenschaften, die trotz unterschiedlichen Motorprinzips doch mehr Gemeinsamkeiten offenbaren als zunächst vermutet.

Aus gleichem Hubvolumen erzielen sie ein vergleichbares Leistungsniveau. Zwar hat der 525i immerhin 21 PS mehr zu bieten, doch die macht der aufgeladene Diesel mit einem stattlichen Plus von 48 Prozent beim Drehmoment locker wett. Viel entscheidender aber ist, dass der 525d seine enorme Schubkraft bereits bei 1.300 Kurbelwellenumdrehungen liefert. Diese sprichwörtliche Kraft aus dem Drehzahlkeller verleiht dem Diesel gegenüber dem Benziner einen gänzlich anderen Charakter. Zügiges Durchschalten der Gänge ist also beim Diesel angesagt, will man dessen Potenzial in Sachen Kraftstoffeffizienz optimal nutzen. Dies vermittelt zudem mitunter das Gefühl, als sprinte der Selbstzünder flotter als der Benziner.

Drehzahlfreak gegen Drehmoment-Protz

Objektiv bestätigt sich das nicht, im Gegenteil. Der Dreiliter des 525i verbindet kraftvollen Antritt mit geschmeidigem und vibrationsärmerem Lauf. Und dabei fühlt er sich in Drehzahlhöhen über der 6.000er-Marke erst richtig wohl. Ein typischer Drehzahlfreak also gegen einen ebenso typischen Drehmoment-Protz - so ließe sich die Begegnung der Fünfer-Brüder betiteln. Eine Konstellation, die sich aus den Beschleunigungswerten kaum ablesen lässt. Dabei sind die Unterschiede eher marginal, bei der Elastizität ist der Diesel leicht im Vorteil.

Geht man die Sache vom Preis her an, sind auch hier die Unterschiede denkbar gering. Nur 200 Euro beträgt der Diesel-Aufschlag beim BMW 5er - geradezu ein Schnäppchenpreis. Da ist es für den Diesel-Interessenten schon leichter zu verkraften, dass Vater Staat bei der Besteuerung kräftiger zulangt als beim Benziner. Aber auch bei der Versicherung wird dem 525d-Fahrer mehr abverlangt.

Klarer Sieger nach Kosten

Auf der Haben-Seite kann der Dieselnutzer allerdings den Verbrauchsvorteil verbuchen. Denn der 525d ist nicht nur bei den absoluten Verbrauchswerten im Konkurrenzumfeld vorbildlich. Er unterbietet auch den Benziner um stattliche 2,2 Liter auf 100 Kilometer. In Verbindung mit den günstigeren Liter-Kosten amortisieren sich so die Mehrkosten für den Diesel bereits nach 5.000 Kilometern, eine Strecke, die von Otto Normalfahrer bereits in einem knappen halben Jahr absolviert wird. Von da an fährt der Diesel-5er günstiger. Das verschafft ihm auch im Wertverlust leichte Vorteile.

Wer sich also seinen 5er unter Kostengesichtspunkten aussucht, und wer dabei nicht vor dem etwas kernigeren Umgangston zurückschreckt, der ist mit dem 525d besser bedient. Der 525i wird dagegen eher Fahrer zufriedenstellen, denen in erster Linie eine sportlich-drehzahlfreudige Gangart wichtig ist.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-09-04

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