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Testbericht

30. Januar 2015
Es sind turbulente Monate für BMW derzeit: Das Personalkarussell dreht sich wie wild, ständig wird mit neuen Karosserien, Konzepten und Karosseriekonzepten in den Modellreihen herumfuhrwerkt, und oben, über allem baumelt das Damocles-Schwert des Frontantriebs und wartet nur darauf dem Nächsten, die Kardanwelle durchzusensen. Noch sei kein endgültiges Urteil gefällt, sagt der frisch gebackene Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Inoffiziell ist aber längst klar, dass es zum Modellwechsel zumindest den 1er erwischten wird.

Endlich wieder ein BMW nach Art des Hauses
Wie auch immer. Inmitten der ganzen Spekulationen tut einer wie das BMW 2er Cabrio mal wieder richtig gut. Denn mit Ausnahme seiner numerischen Beförderung, ist er einer von immer weniger traditionellen BMW. Hinterradgetrieben, stoffverdeckt und – zumindest in der Topversion – weiterhin reihensechszylindrig.Treu ist sich der offene Kompakte also geblieben, ganz der Alte ist er nicht. Im Gegensatz zu Mitbewerber Audi, die mit dem A3 Cabrio erst mit der aktuellen Generation zu stilistischer Eleganz und damit zum Erfolg gefunden haben, hat BMW den Geschmack der Kunden zwar schon mit dem offenen 1er getroffen. Dennoch hat man diesmal noch kräftig nachgelegt – in jeglicher Hinsicht im übrigen. Um über sieben beziehungsweise nahezu drei Zentimeter wuchs der 2er in Länge und Breite, um rund 30 Liter außerdem im Maximalvolumen seines Kofferraums, und dazu um 3,5 Zentimeter in der Breite der Durchladeöffnung, was insofern bedeutsam ist, da sich nun zwei Golfbags ins Heck stecken lassen.

BMW 2er Cabrio mit spürbar verbesserter Karosseriesteifigkeit
Seine wahre Größe jedoch ist die, die er beim Fahren offenbart. Der 1er war bestimmt kein schlechtes Cabrio, ganz im Gegenteil, das BMW 2er Cabrio ist nun aber tatsächlich diese eine Nummer besser, die einem diee Typenbezeichnung suggeriert. Zwei Dinge fallen besonders auf – besonders positiv. Erstens: das um einiges dichter gedämmte Stoffverdeck, das das relativ offensichtliche Windgeheul von einst nun auf ein hintergründiges Murmeln herunterregelt. Und zweitens die um 20 Prozent verbesserte Steifigkeit der Karosserie. Statt wie sein Vorgänger schon auf harmlosen Verwerfungen bis in die Grundfeste zu erzittern, bügelt der 2er dank eines erhöhten Anteils hochfester Karosseriestähle nun nahezu ungerührt selbst über marode Pisten. Zusammen mit der blitzsauberen Abstimmung des Adaptivfahrwerks ergibt sich daraus ein wunderbar samtiges Offenfahrgefühl, mit dem insbesondere auch der 245PS starke Vierzylinder-Turbo des 228i prima harmoniert.Mag ja sein, dass ihm das Charisma seines reihensechszylindrigen Vorgängers im 125i ebenso fehlt wie die Reibeisenstimme beim Hochdrehen. Nüchtern betrachtet ist er dem alten Dreiliter aber in allen Belangen überlegen. Er zieht motivierter aus dem Drehzahlkeller, wölbt sein maximales Drehmoment schneller, höher und weiter in die Kraftentfaltung, und knickt auch obenraus nicht zu sehr ein. Über sein Temperament entscheidet letzten Endes jedoch vor allem das Getriebe. Die feine Achtstufen-Automatik erzielt mit ihren ebenso pfeilschnellen wie zärtlichen Schaltvorgängen zwar die marginal besseren Sprints, reicht einen im D-Programm aber derart eilig an die beiden Overdrive-Gänge sieben und acht durch, dass es den Motor beim Zwischenspurten immer erst wieder aus dem Keller holen muss. Die Sportmodi übertreiben es hingegen mit dem Drehzahlniveau, sodass man als – sagen wir mal: aktiverer Pilot auch nochmal über den Handschalter nachdenken darf. Einen echten Sportler macht aber auch der nicht aus dem 1.535 Kilo schweren BMW 228i Cabrio. So bleibt diese Rolle wohl dem 326PS starken, durchweg schärfer abgeschmeckten M-Performance-Modell M235i vorbehalten, das für den Kompakt-BMW ebenso eine Neuerung darstellt wie der Basis-Dreizylinder und der für bestimmte Motorisierungen künftig optional angebotene Allradantrieb. Etwas ungewohnt kommen einem daneben außerdem die Preise vor: sie rangieren nicht nur leicht oberhalb des A3 Cabrio, sondern auch im Schnitt rund 2.000 Euro jenseits des 1er. Bei den 32.200 Euro des 136PS starken 218i geht’s los – immerhin inklusive elektrischem Verdeck, Regensensor, Klimaautomatik, Radio, iDrive-Bedienung und zentralem Flat-Screen mit speziellem Blendschutz für den nicht ganz unwahrscheinlichen Fall direkter Sonneneinstrahlung.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-01-30

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