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Testbericht

17. September 2007

Speed, Geschwindigkeit. Ein Namenszusatz als Versprechen. 610 PS und 326 km/h Spitze als Einlösung. Der Continental GT Speed ist der stärkste und schnellste Serien-Bentley aller Zeiten. Nach dem Facelift steht der nostalgische Matrix-Kühlergrill erhabener, die Frontschürze schaufelt durch die um 14 Prozent größeren Einlässe mehr Luft zu den Kühlern. Neue Zierringe schmücken die Frontscheinwerfer, LED-Blinker die Rücklichter. Dem GT Speed vorbehalten sind 9,5 statt neun Zoll breite Felgen sowie dominantere Auspuffblenden.

610 PS und 750 Nm

Die Dezenz des Designs bleibt jedoch erhalten. Unter der Haube legt der Speed dagegen jede Zurückhaltung ab. Bentley erhöht den Arbeitsdruck der beiden Borg-Warner-Turbolader. Knickfestere, zugleich leichtere Pleuel und stabilere Kolben mit reibungsreduzierten Ringen stellen sich der höheren Verdichtung - steifere Lamellen im sechsstufigen ZF-Automatikgetriebe den daraus resultierenden 610 PS und 750 Nm.

Gerne lässt man sich von ihm locken und nimmt in den massigen Clubsesseln Platz. Neugierig gleiten die Finger über grobe Ledernähte und Rauten-Stepp, tasten die Schuhsohlen die gelochten Pedale ab, beides Bestandteile der Mulliner Driving Specification. Beim normalen GT bleibt sie optional, der Speed hat sie serienmäßig; das relativiert seine rund 25.000 Euro Aufpreis ein wenig.

Tiefes Wummern des W12

Dazu passt auch das Starten mittels Knopf als zeremonielle Handlung. Nach einem kurzen Brüller senkt sich die Drehzahl, zu hören als tiefes Yacht-Wummern. Trotz einschüchternder 750 Nm, die schon bei niedertourigen 1.750/min anliegen, gelingt das Losfahren so einfach wie im VW Phaeton oder Audi A8, den bürgerlichen Verwandten. Hektisch reagiert nur die optionale Bremse mit riesigen Scheiben aus kohlenstoffhaltiger Keramik; sie spricht übereifrig an.

Beim Ladedruck-Maximum scheinen die Newtonmeter die Kilogramm zu fressen und die Massenträgheit zu verhöhnen - 2,3 Tonnen fühlen sich nur halb so schwer an. In Zahlen ausgedrückt: 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h (Continental GT: 4,8). Auch der fahrdynamische Bauchansatz des Basis-Coupés ist wie wegtrainiert. Die am Fahrschemel direkt angebundenen Längsträger bringen mehr Gefühl, Achsschenkel aus Aluminium statt Schmiedestahl dagegen Gewichtsersparnis. Auch wenn es sich bei der ersten Fahrt nicht bis in höchste Tempi überprüfen ließ - der Namenszusatz Speed ist ein Versprechen, das der neue Bentley definitiv einlöst.

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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-09-17

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