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Testbericht

11. November 2015


Aston Martin DB6 ist waschechtes britisches Supercar
Natürlich hinterlässt so ein Aston Martin DB6 einen nachhaltigen Eindruck. Klassisch-elegantes GT-Design, gepaart mit einem 282PS starken Vierliter-Reihensechser unter der Haube mit der markanten Lufthutze - eben ein waschechtes britisches Supercar. Dass es sich in diesem Fall sogar um die rare Vantage-Version handelt, macht dieses Auto noch einen Tick begehrenswerter: 325PS dank einer höheren Verdichtung, schärferer Nockenwellen und drei Weber-Doppelvergasern - gute Exemplare haben längst die 350.000-Euro-Schallmauer durchbrochen.Erwartungsgemäß setzt sich der gute Stil im Innenraum des Aston Martin DB6 fort. Acht Smith-Rundinstrumente zieren das Armaturenbrett in diesem mit Leder und feinster Teppichware ausgeschlagenen Herrenfahrerzimmer, in dem bei Standgas nur wenig von der Maschine zu hören ist. Erst bei etwa 3.000 Touren verliert der Sechser mit seinen beiden obenliegenden Nockenwellen jegliche vornehme Zurückhaltung, ändert seine Tonlage von einem braven Grummeln in ein heiseres und kehliges Fauchen. Von null auf 100 in 6,6 Sekunden - das ist selbst heute noch eine echte Ansage.

Mehr als 1,5 Tonnen schwerer DB6
In engen Kurven ist so ein Aston Martin DB6 jedoch schnell ein Opfer seiner Masse. Man muss schon kräftig zupacken, um den trotz seiner Alu-Karosserie 1.549 kg schweren GT in der Spur zu halten. Und an einen weiteren Umstand sollte man sich am besten gleich gewöhnen: nämlich daran, dass viele dieses 1.321 Mal gebaute Modell ständig mit dem legendären James-Bond-Dienstwagen DB5 verwechseln.Die Unterschiede zu dem Vorgängermodell sind allerdings auch gering: Das Heck des von 1965 bis 1969 produzierten Aston Martin DB6 trägt nun einen kleinen Spoiler und zweigeteilte Stoßstangen. Dass der DB6 um zehn Zentimeter verlängert und die Dachlinie zugunsten einer besseren Geräumigkeit leicht angehoben wurde, dürfte hingegen nur Kennern auffallen.

Beliebter Spitfire als Basis für Triumph GT6
Dass man im Königreich auch in der Lage war, ein gut aussehendes Sechszylinder-Coupé auf die Räder zu stellen, für das man heute nicht gleich Haus und Hof verpfänden muss, beweist der Triumph GT6. Streng genommen ein Baukastenauto, geboren aus der Not heraus, weil dem Konzern das Geld für eine Neuentwicklung eines dringend benötigten Coupés fehlt: Fahrwerk und Karosserie liefert der allseits beliebte Spitfire, während der anfangs 95PS starke Zweiliter-Sechszylinder sowie das Getriebe aus dem Triumph Vitesse stammen.Neu ist einzig das Dach, welches Triumph von Giovanni Michelotti zeichnen lässt. Weil der Designer die Haube schmaler hält als die Karosserie, wirkt der kleine Sportwagen Triumph GT6 bulliger, als er eigentlich ist - und erinnert von schräg hinten betrachtet ein wenig an eine verkleinerte Ausgabe des Jaguar E-Type.

Knackiges Fahrwerk, 104PS und 865 kg
Die Rechnung geht auf: Das von 1966 bis 1973 angebotene Coupé verkauft sich knapp 41.000 Mal, wovon rund 12.000 Exemplare auf den gezeigten Triumph GT6 MK II entfallen, der ab 1968 angeboten wurde und dessen Maschine bereits über 104PS verfügt. Optisch ist diese Version an den seitlichen Luftaustritten an der Haube erkennbar.Der samtweich laufende Motor hat erwartungsgemäß keinerlei Mühen mit dem 865 kg leichten Wagen. Flink wie ein Wiesel huscht der Triumph GT6 durch die Kurven, begeistert dabei jederzeit durch sein unkompliziertes Wesen. Doch das Beste zum Schluss: Der Spaß beginnt bei rund 14.000 Euro.

Darauf sollten Sie beim Aston Martin DB6 achten
Der größte Feind des Aston Martin DB6? Kontaktkorrosion, und zwar überall dort, wo die Aluminiumhülle mit dem Gerüst aus Stahlrohr in Verbindung kommt. Aufmerksamkeit verdient besonders der mehrschichtige Schwellerbereich, denn dort kann der aus Stahl gefertigte Innenschweller längst marode sein, während seine Alu-Außenhülle noch einen guten Eindruck macht. Hitzeschäden oder defekte Zylinderkopfdichtungen sind ein weiteres Thema.

Darauf sollten Sie beim Triumph GT6 achten
Wie bei seinem Karosseriespender Spitfire war auch das Coupé weder gut verarbeitet noch in irgendeiner Form gegen Rost geschützt. Mangelnde Pflege und viele Besitzer haben den Bestand weiter dezimiert. Neben Schwellern, Radläufen und Bodenblech sollte unbedingt der Rahmen des Triumph GT6 sorgfältig auf Rost oder Unfallschäden untersucht werden. Die Technik hingegen gilt als robust, die Teileversorgung als unproblematisch.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-11-11

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