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Testbericht

6. September 2007

Es ist eine Grundsatzfrage: Soll der Sonnen-Hunger von einem Roadster mit einem drehfreudigen Benzin-Motor, etwa dem Nissan 350 Z Roadster, gestillt werden? Oder macht ein offener Diesel wie der Alfa Spider 2.4 JTDM mit seinem bulligen Drehmoment nicht viel mehr Spaß? Noch dazu, wenn beide preislich in einer Liga spielen. Der mit Premium-Pack gut 43.000 Euro teure Nissan kostet nur 2.000 Euro mehr als der Alfa, der in Exclusive-Ausstattung an den Start geht.

350Z fährt dem Spider davon

Von der Papierform her scheint der jüngst auf 313 PS erstarkte 350 Z dem 113 PS schwächeren Spider nicht den Hauch einer längsdynamischen Chance zu lassen. Doch Vorsicht: Alfas aufgeladener 2,4-Liter-Reihenfünfzylinder kontert mit der Kraft von 400 Nm bei nur 2.000/min. Für ebenfalls stramme 358 Nm Drehmoment muss die Kurbelwelle im 3,5-Liter-V6 des Nissan schon 4.800 Mal pro Minute rotieren.

In Sachen Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit sieht der Spider tatsächlich kein Land. In nur 6,4 Sekunden ist der 350 Z auf Tempo 100 entschwunden, das Endstadium der Beschleunigung ist erst bei 250 km/h erreicht. Der Alfa lässt sich nach Überwindung seiner Anfahrschwäche für den Standard-Sprint mit neun Sekunden wie erwartet deutlich mehr Zeit. Und er erreicht 228 km/h. Überraschung beim fliegenden Start: Von 60 auf 100 im fünften Gang braucht der Spider 12,6 Sekunden, von 80 auf 120 im sechsten Gang sind es sogar 16,3 Sekunden. Der Nissan unterbietet beide Werte um 3,7 beziehungsweise drei Sekunden

Alfa gewinnt Kostenkapitel

Bleibt noch die spannende Frage, ob man mit dem Diesel auf Dauer günstiger fährt. Und ob. Schon beim Tanken verlangt der Japaner mit einem Testverbrauch von 14,1 Liter Super Plus gegenüber 9,4 Liter Diesel einen kräftigen Aufschlag. Exorbitante Versicherungsprämien beim Nissan dürften zudem viele Interessenten abschrecken, die vom bezahlbaren Sportwagen der Über-300-PS-Klasse träumen. Spider-Fahren ist zwar auch nicht billig, bei jährlich 30.000 km belastet er das Konto seines Besitzers aber um 300 Euro pro Monat weniger.

In der reinen Eigenschaftswertung liegt der sportlich-kernige Nissan vor dem komfortableren aber behäbigeren Alfa, der sich in der Endabrechnung dank günstigerer Unterhaltskosten mit 33 Punkten Vorsprung klar an die Spitze schiebt. Aber in einem Restaurant wählt man die Gerichte ja auch nicht nur nach dem Preis aus.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-09-06

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