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Testbericht

11. April 2008

Der Verzicht auf ein versenkbares Metallklappdach tut beiden Cabrios gut. Speziell der BMW wirkt stimmig und elegant, während der A3 hinten etwas voreilig endet. Nicht nur pedantische Schöngeister, sondern auch Pragmatiker werden motzen, dass sie deshalb ihr Gepäck durch eine enge Luke zwängen müssen. 1er-Piloten laden dagegen ganz bequem durch ein breites Stufenheck-Tor. Dafür lässt sich beim A3 die Rückbank serienmäßig geteilt umklappen.

Auch beim Antrieb trennt sich die bajuwarische Luft-Einheit: Der 120i schöpft seine 170 PS aus den zwei Liter Hubraum eines längs eingebauten Vierzylinder-Saugers, dem Start-Stopp mit Bremsenergie-Rückgewinnung die Verbrauchszügel anlegt. Macht zehn PS mehr und 0,7 Liter weniger ECE-Verbrauch als sein turbogeladener 1,8-Liter-Konkurrent mit Direkteinspritzung.

Audi gewinnt Bavarian Open

Der Audi stürmt schon aus dem Drehzahlkeller durchzugsstark und fröhlich laderpfeifend los, wo bei den bayerischen Motorenwerken noch müde, brummelige Montagmorgen-Stimmung herrscht. Der BMW-Vierventiler wirkt zugeschnürt, glänzt nicht durch hohe Laufruhe und kommt erst bei Drehzahlen über 4.000/ min einigermaßen in die Puschen. Hohe Drehzahlen öffnen aber den Super-Plus-Sprithahn, und so verbraucht der 1er mit spürbar weniger Spaß im rechten Fuß reale 0,7 Liter pro 100 km mehr als der schwerere A3. In dieser Form liegt BMW mit seinen Vierzylinder-Benzinern derzeit nicht vorne.

Dafür ist das Fahrwerk des Hecktrieblers schon voll in Frühlingsfest-Stimmung und reißt den Piloten mit seinem lange neutralen, präzisen und anmachend agilen Handling mit. Weder Antriebseinflüsse noch traktionssuchendes Scharren stören die direkte Lenkung. Und der zarte Heckschwung im sportlichen ESP-Modus DTC ist für manchen Sportfahrer schon Kaufgrund genug. Vor allem steht der 1er sowohl bei der μ-Split-Bremsung auf unterschiedlich griffigem Untergrund als auch aus hohem Tempo sieben Meter früher.

Der Audi lässt es etwas zahmer, aber fast ebenso agil angehen. Einen Tick mehr Untersteuern machen die ruhigere Lenkung und die knackigere Schaltung wett. Auf welliger Fahrbahn federt er zudem angenehmer, und dass sein Akustikdach bei 160 km/h vier Dezibel leiser rauscht, freut nicht nur HNO-Ärzte. Auch das Bankkonto grinst breiter: Der A3 kostet über 2.000 Euro weniger, außer den Bi-Xenon-Lampen ist jedes wichtige Extra günstiger, und bei den Spritkosten fehlt der Super-Plus-Aufschlag. So gewinnt der A3 schlussendlich souverän die Bavarian Open. Doch der 1er wartet schon auf Revanche - mit einem besseren Motor.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-04-11

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