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Testbericht

18. Oktober 2015


Grund #1: Der Charakter des VW Phaeton
Er hat was von einem tragischen Helden, der teuerste VW aller Zeiten. Nach über einer Milliarde Euro Entwicklungskosten musste der Konzern dem Analysten Max Warburton zufolge jeden einzelnen Phaeton mit bis zu 28 000 Euro subventionieren. Seine Qualitäten sind unbestritten, sein Design bleibt vornehm zurückhaltend, aber der Phaeton kommt nicht an. Anders als in Fernost, wo sich der Prestige-VW ordentlich verkauft, weiß man in Europa nicht recht, was man von ihm halten soll und interpretiert ihn als viel zu teuren Riesen-Passat. Aber schon seine Materialgüte, Verarbeitung und Ausstattung, kompromisslose Umsetzung höchsten Anspruchs, heben ihn ab. Der Phaeton ist in der Oberklasse die Wahl des Kenners, der Individualität, Funktionalität und dezenten Stil auch im Detail schätzt.

Grund #2: Der VW Phaeton bietet viel für die niedrigen Preise
Ein neuer VW Phaeton kostet ab 70.000 Euro, ist aber leicht aufs Doppelte zu konfigurieren. Gebrauchte sind ab 5.000 Euro zu haben. Fahrzeuge mit den großen Motoren tendieren im Vergleich zu den Sechszylinder-TDI teils günstiger. Wegen der komplexen Technik ist Skepsis bei billigen Exemplaren angezeigt. Unser Foto-Phaeton, ein V6 TDI der ersten Serie, soll mit nur 77.000 km auf der Uhr 16.689 Euro kosten.

Grund #3: Leistung und Kraft satt - bis zu 450PS und 750Nm
Das Selbstzünder-Spitzenmodell VW Phaeton 750-Nm-Zehnzylinder-Diesel lief 2006 als Plaketten-Opfer aus (DPF mittlerweile nachrüstbar). Der W12 (5.998 cm, 420/450PS) verschwand 2011. Top-Benziner seitdem: der 4,2-Liter-V8 mit 335PS. Nach unten ergänzt ihn der 55PS schwächere 3,6-Liter-FSI, der 2008 den 3,2-Liter abgelöst hat. Eher als dieser empfiehlt sich der Diesel-V6 mit mindestens 225PS und gutem Drehmoment.

Grund #4: Herausragender Komfort des dienstältesten Oberklassemodells
Der VW Phaeton bietet - wenn technisch in Ordnung - ein besonderes Fahrgefühl sowie ein herausragendes Komfort- und Sicherheitserlebnis: ein Verdienst von Allradantrieb und Luftfederung. Die fahraktiven und dynamischen Talente des Phaeton sind demgegenüber weniger ausgeprägt. In positiver wie negativer Hinsicht ist ihm sein Gewicht anzumerken: Es kündet von der Solidität, der massiven Bauweise der in der Gläsernen Manufaktur Dresden großenteils in Handarbeit endmontierten Limousine. Es bringt aber im Vergleich zur Konkurrenz auch eine gewisse Behäbigkeit im Handling des mit 14 Jahren nunmehr dienstältesten Oberklassemodells. In den Jahren 2007, 2008 und 2010 erfolgten bislang sogenannte große Produktpflegen.

Grund #5: Verfügbarkeit - einen guten VW Phaeton findet man immer
Recht gut für alle Modelle. Am häufigsten vertreten: V6 TDI, kurzer Radstand, viele in Dresden aufgearbeitete Leasingrückläufer. Kurze VW Phaeton sind weit häufiger als die Variante mit dem zwölf Zentimeter längeren Radstand. Selten: 3,2-Liter-V6 mit Frontantrieb und manuellem Sechsganggetriebe.

Darauf sollten Sie beim Kauf unbedingt achten
Der VW Phaeton ist günstig zu haben, nicht zu unterhalten. Autos im unteren Preissegment wurden oft vernachlässigt: Wartungsstau, unfachmännischer Service. Allradantrieb, Automatik, Luftfahrwerk und Elektronik können Ärger machen. BB Automobiltechnik (02 71/30 32 30) bietet für um 2.000 Euro einen Partikelfilter, der den V10 TDI über die Feinstaubhürde hebt.Für einen VW Phaeton im Zustand 2 sollte man laut Classic-Analytics mit rund 14.900 Euro rechnen. Schon ab etwa 5.000 Euro gibt es alltagstaugliche Exemplare mit weniger als 150.000 km auf der Uhr.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-10-18

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