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Testbericht

27. Juni 2014
Unsere Autos haben ein Gedächtnis. Das glauben Sie nicht? Dann quarzen Sie mal eine Zigarre oder Zigarette nach der anderen im Auto und kleckern mit Lebensmitteln herum – am besten mit Milchprodukten. Es dauert nicht lange, und ihr Auto erinnert Sie in Form von üblen Gerüchen an den lockeren Lebenswandel – und das Tag für Tag. Einfaches Lüften des Fahrzeugs hilft da nicht weiter. Besonders der Aschegeruch setzt sich tief im Polster und Teppich fest. Noch viel schlimmer können verschüttete Milchprodukte sein, denn wer das Malheur nicht schnell beseitigt, riskiert, dass Buttersäure im Auto freigesetzt wird. Der Gestank ist kaum zu ertragen, und jeder kennt ihn – er macht im Wesentlichen die unangenehmen Ausdünstungen von Erbrochenem oder ranziger Butter aus. Ein spezieller Geruchsvernichter muss her, der dem Gestank zu Leibe rückt. Die Regale in Baumärkten, im Autoteilefachhandel, in Internetshops und an Tankstellen sind voll mit entsprechenden Produkten. Glaubt man den Werbeaussagen, dann beseitigen Geruchskiller, -entferner und -vernichter zuverlässig, schnell und rückstandsfrei den hartnäckigen Mief. Ob diese Versprechen zutreffen, will automotorundsport in einem Test herausfinden. In Zusammenarbeit mit dem Labor der Firma Kärcher untersucht die Redaktion zwölf Produkte.

Verschiedene Wirkungsformeln Die Kandidaten werden in zwei Kategorien eingeteilt, denn bei den speziellen Mittelchen kommt es auf die Wirkungsweise an. Bei den Produkten zum Aufsprühen ist sofort ein positiver Effekt zu verzeichnen, da sie schnell den Geruch mit angenehmen Duftstoffen überdecken. In der zweiten Testkategorie befinden sich Mittel, die eine Zeit brauchen, um ihre Kraft zu entfalten. Hier handelt es sich um Produkte, die nicht aufgesprüht, sondern elektrisch betrieben oder ins Auto gelegt werden. Wie der Test zeigt, müssen diese Geruchsentferner nicht schlechter sein als die Präparate zum Aufsprühen. Wir ließen sie im Test eine Nacht wirken. Resultat: Entweder waren sie besser oder rangierten auf gleichem Niveau. Ein ähnliches Bild zeigte sich übrigens bei der Langzeitwirkung. Für eine Überraschung sorgte das Naturprodukt Kaffee. In der zweiten Kategorie – Mittel mit verzögerter Wirkung – holt es sensationell den Testsieg. Wer eine Tasse des Hausmittelchens über Nacht ins Auto stellt – nicht aufgebrüht, versteht sich –, bemerkt am nächsten Morgen bereits die Wirkung, die dazu auch noch lange anhält. Vor allem bei Buttersäure kann Kaffee, der seine größte Wirkung im gemahlenen Zustand entfaltet, viel ausrichten. Bei verrauchten Autos ist der Effekt geringer. Hier leistet das Geruchsentferner-Gel von Freshwave gute Dienste – zumindest, was die Langzeitwirkung betrifft. Wer dagegen auf einen sofortigen Effekt setzt, ist mit dem Meguiar’s-Produkt gut bedient. Auch das Sprühpräparat sagt den Buttersäuregerüchen erfolgreich den Kampf an. Bei verrauchten Autos schwächelt es, hier profiliert sich der Geruchsentferner von Würth.

Auf Inhaltsstoffe achten Wie der Test zeigt, kommt es auf den Verwendungszweck der Kandidaten an – aber nicht nur. Auch die gesundheitsbeeinflussenden Wirkungen sind vor dem Kauf zu prüfen. Dazu reicht oft schon ein Blick auf das Etikett. Für Menschen mit empfindlicher Haut kann ein Mittel mit hohem pH-Wert bereits problematisch sein – wie etwa das Meguiar’s-Präparat. Auch Enzyme sind bei empfindlichen Menschen nicht unproblematisch, Wack zum Beispiel hat geringe Mengen davon in seinem Mittel. Selbst ein Ionisator, wie ihn Lescars für die Zwölf-Volt-Steckdose im Auto anbietet, ist nicht frei von Makel. Das Gerät "bereichert die Luft mit negativ geladenen Ionen und bekämpft Gerüche hochwirksam mit Ozon", schreibt der Anbieter auf seiner Seite. Auch wenn der Ionisator nur geringe Mengen von diesem Gas freisetzt, ist eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens bei längerer Nutzung nicht ausgeschlossen.

So wurde getestet Da Reinigungsspezialist Kärcher mit jeder Menge Schmutzarten vertraut ist, war die Firma der richtige Testpartner. Kleine Teppichstücke wurden mit Zigarettenasche und Buttersäureextrakt benetzt. Drei Personen bewerteten die Sofortwirkung der Geruchskiller. Danach wurden die Teppichstücke in Behälter eingeschlossen und nach 14 Stunden eine weitere Geruchsprobe vorgenommen. Im Anschluss sind die Teppiche für den Langzeitest einige Stunden gelüftet worden. Zu guter Letzt: die pH-Wert-Messung und Etiketten-Prüfung.

Fazit Nur die Hälfte der Geruchsentferner kann im Test überzeugen – der Rest ist lediglich Mittelmaß oder schlechter. Diesen Eindruck bekommt man, wenn nur das Endergebnis betrachtet wird. Manche Produkte liefern in Teilbereichen aber ordentliche Resultate und sind somit bedenkenlos verwendbar. Wie der Test jedoch zeigt, können manche Kandidaten das Wohlbefinden der Insassen stören. Darauf ist vor dem Kauf zu achten. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zum Naturprodukt Kaffee – im gemahlenen Zustand ist es ein wahrer Geruchsvernichter.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-06-27

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