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Testbericht

17. August 2016
Egal, wie das Wetter im Sommer ist, irgendwann braucht jeder den Scheibenwischer. Doch der zieht nur Schlieren, wenn sich zu normalem Straßenstaub auch hartnäckiger Insektendreck mischt. Um nicht im Blindflug weiterfahren zu müssen, sind spezielle Sommerreiniger für die Scheibenwaschanlage ratsam. Sie sollen schnell für klaren Durchblick sorgen. Ob die überall erhältlichen Produkte dieses Versprechen halten, testet auto motor und sport in Zusammenarbeit mit Kärcher im Labor und in der Praxis. Die 11 Reiniger teilen sich dabei in zwei Gruppen: gebrauchsfertige Mischungen sowie Konzentrate.

Insektendreck macht Probleme
Am wichtigsten ist das Kapitel Reinigung, das zu 50 Prozent ins Gesamtergebnis einfließt. Während gute Produkte den Ganzjahresschmutz mit einer Ladung aus den Scheibenwaschdüsen nach zwei- bis dreimal Wischen von der Scheibe entfernen, machen Insektenrückstände mehr Probleme. Hierfür benötigen selbst die Kapitelsieger (Dr. Wack und Sonax) eine zweite Portion aus den Waschdüsen sowie sechs Wischtakte.Insgesamt haben die Fertigmischungen leicht die Nase vorn, wobei auch die Konzentrate alle gut abschneiden. Lediglich die sogenannten Ganzjahresmittel von Kerndl und Nigrin können in diesem Kapitel nicht überzeugen. Dank des Frostschutzes bis −10 °C beziehungsweise −11 °C dürfen sie zwar auch im Herbst und in sehr milden Wintern im Einsatz bleiben, dafür gehen sie aber Kompromisse bei der Reinigung ein – vor allem bei der Insektendreck-Beseitigung.

Gefahr für andere Materialien
Zudem lässt der für den Frostschutz nötige Alkoholanteil das Wischergummi beim Test der Materialverträglichkeit leicht aufquellen. Dadurch wird es weicher, kann schneller verschleißen. Auch die Sonax-Fertigmischung fällt hier auf, die übrigen Produkte meistern diesen Punkt dagegen. Anders bei der Polycarbonat-Verträglichkeit: Sechs Probanden greifen das Material an und hinterlassen Spannungsrisse im Kunststoff. In der Praxis könnte so das Scheinwerfer- oder Blinkergehäuse Schaden nehmen, denn diese Bauteile bestehen oft aus Polycarbonat. Mit dem Lack gehen aber alle schonend um. Vorsicht ist bei der chemischen Stabilität geboten. Zwar bleiben alle Fertigmischungen bei der Hartwasserstabilität unauffällig – also bilden keine Ablagerungen, die Leitungen oder Scheibenwaschdüsen verstopfen können. Doch drei von vier Konzentraten bieten Keimen im Wasser einen guten Nährboden, was ebenfalls zu Verstopfungen in den Leitungen führen kann. Nur das Konzentrat von RS 1000 verdient hier ein Lob.Beim Handling verlieren die Konzentrate ebenfalls Punkte, da sie vor Gebrauch gemischt werden müssen. Aus großen Kanistern wie beim Bauhaus-Produkt ist das Abmessen jedoch schwierig, zumal dort das Mischungsverhältnis nicht eindeutig beschrieben ist. Auch die Fertigmischungen sind nicht fehlerfrei – beim Reiniger von Caramba passt der Einfülltrichter nicht auf den Kanister. Auch wichtig: der Blick auf die Etiketten. Kerndl- und Nigrin-Reiniger enthält brennbare Stoffe, das Bauhaus-Mittel kann Augenreizung verursachen. Zudem kommen teils Allergene wie Limonene zum Einsatz. Bitterstoffe wie Bitrex, die Kinder vom Trinken abhalten sollen, sind jedoch nicht immer beigemischt.

So haben wir im Labor getestet
Der beste Reiniger nützt im Alltag nichts, wenn er außer dem Schmutz andere Materialien angreift oder der Gesundheit schadet. Deswegen untersuchen wir alle Produkte im Labor des unabhängigen Reinigungsgeräteherstellers Kärcher. Um die Materialverträglichkeit zu überprüfen, wirken die Reiniger mehrere Stunden auf lackiertes Blech, Wischergummi und Polycarbonat (aus dem häufig Scheinwerfer- und Blinkergehäuse bestehen) ein.Daraus folgende Schäden an den Proben führen zu Punktabzug. Außerdem stehen das biologische Gleichgewicht und die Hartwasserstabilität auf dem Plan. Ein Ungleichgewicht kann zu Keimwachstum oder Sedimentenbildung führen, die die Leitungen verstopfen und die Scheibenwaschanlage beschädigen können. Zudem werfen wir einen Blick auf die Etiketten der Reiniger, kontrollieren die Kennzeichnung sowie die Inhaltsstoffe und schauen, wie gut und verständlich Anleitung und Warnhinweise lesbar sind.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-08-17

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