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Opel Corsa Kleinwagen (seit 2019)

Alle Motoren

1.2 (100 PS)

4,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 100 PS
Neupreis ab: 17.530 €
Hubraum ab: 1.199 ccm
Verbrauch: 4,2 l/100 km (komb.)

1.2 (130 PS)

0/0
Leistung: 130 PS
Neupreis ab: 23.440 €
Hubraum ab: 1.199 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

1.2 (75 PS)

0/0
Leistung: 75 PS
Neupreis ab: 13.990 €
Hubraum ab: 1.199 ccm
Verbrauch: 4,1 l/100 km (komb.)

1.5 (102 PS)

0/0
Leistung: 102 PS
Neupreis ab: 19.350 €
Hubraum ab: 1.499 ccm
Verbrauch: 3,2 l/100 km (komb.)

Corsa-e (136 PS)

4,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 136 PS
Neupreis ab: 29.900 €
Hubraum ab: 0 ccm
Verbrauch: 0,0 l/100 km (komb.)
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Opel Corsa 2019

Opel lässt bereits die sechste Generation des Corsa Kleinwagens vom Band laufen – und zwar seit 2019. Im Allgemeinen findet der Wagen durchaus Anklang und kommt so auf vier Sterne. Das Ergebnis stützt sich aber nur auf wenige Aussagen (zwei Erfahrungsberichte). Die Bewertungen auf unserer Plattform stammen von Fahrern sowie Fahrzeughaltern — auf diese Weise entstanden viele Aussagen, die zusammen einen guten Überblick über Vorzüge und mögliche Macken der jeweiligen Autos geben. Was die Fachleute von diesem Modell halten, erfährst du in den drei Tests oder Fahrberichten. In den Beiträgen geht es auch viel um Updates, Facelifts und die unterschiedlichen Ausstattungsvarianten.

In der Baureihe ist der Kleinwagen von Opel in fünf Ausstattungsvarianten erhältlich, Sonderausstattungen miteinberechnet. Der Anschaffungspreis ist relativ moderat: für einen Neuwagen aus dieser Baureihe liegt er zwischen 13.990 und 32.900 Euro – abhängig davon, für welche Motorisierung und Ausstattung du dich entscheidest.

Das Fahrzeug ist in dieser Generation als Benziner, Diesel und Elektromotor lieferbar.

Mit vier von maximal fünf Sternen zeigten unsere Nutzer deutlich, dass der Corsa-e (136 PS) unter den möglichen Motorisierungen ihr Favorit ist. Zugleich ist er mit 136 PS der stärkste verfügbare Motor für den Opel Corsa. Das entspricht einer üblichen Motorleistung in dieser Fahrzeugklasse.

Mache dir auch anhand unserer Testberichte dein eigenes Bild vom Opel Kleinwagen und teile deine Erfahrungen mit den anderen Fahrern.

Alle Tests

Opel Corsa Kleinwagen (seit 2019)

Test: Opel Corsa 1.2 DI Turbo - Der Kleine macht auf Sport
Autoplenum

Der Kleine macht auf Sport Test: Opel Corsa 1.2 DI Turbo

SP-X/Köln. Seit November steht der neue Corsa bei den Opel-Händlern. In der mittlerweile sechsten Generation macht der Kleinwagen wohl den größten Sprung in seiner Historie: Das Fahrzeug steht nicht mehr auf einer Opel- sondern auf einer PSA-Plattform und ist im Prinzip damit baugleich mit dem Peugeot 208. Das merkt man durchaus auch beim Design, selbst wenn man die Ähnlichkeiten mit dem Franzosen erst auf den zweiten Blick erkennt. Aber die im Vergleich zum Vorgänger deutlich modernere Außenhaut steht dem Corsa gut, auch wenn wie heute üblich der Fensteranteil an der Karosserie arg klein geworden ist und man sich daher vor allem im Fond mehr Luftigkeit wünschen würde.Das Platzangebot ist, sagen wir es mal sehr großzügig, gerade noch so in Ordnung. Hinten geht es viel zu eng zu, vor allem, wenn vorne zwei normal große Erwachsene Platz genommen haben. Erhält man dafür einen besonders großen Kofferraum? Keineswegs, er fällt mit 310 Litern sogar eher bescheiden aus. Vorne finden Kopf und Füße hingegen genügend Platz, allerdings stößt man recht häufig mit den Unterschenkeln an die breite Mittelkonsole.

Große Unterschiede zum Peugeot offenbaren sich vor allem bei Instrumentierung und Bedienung, hier punktet der Opel. Die Rüsselsheimer Ingenieure sind nicht bekannt für einen Hang zu Spielereien und das macht sich sehr positiv bemerkbar. Das Lenkrad steht so, wie man es von einem Lenkrad erwartet und eben nicht so tief wie im 208. Die Instrumente sind klar gezeichnet und gut ablesbar. In der Mitte finden wir ein großes 10-Zoll-Display, das zusammen mit dem Navi Pro für einen Tausender zusätzlich ins Cockpit wandert.Dessen Bedienung allerdings nervt, der Touchscreen reagiert nur auf starken Druck und dann auch nicht besonders schnell. Probleme, die wir schon aus dem Peugeot 208 kennen. Auch der Start-Stopp-Knopf benötigt zu viel Druck, um sich zur Arbeit bewegen zu lassen.Pluspunkte sammelt der Corsa vor allem im Antriebsbereich. Der schon aus dem Schwestermodell bekannte 1,2-Liter-Benziner arbeitet mit Turbounterstützung und macht einfach nur Spaß. Typisch für einen Dreizylinder gibt er sich etwas knurrig, wird aber – außer unter Volllast – nie unangemessen laut. Zudem wird dieser Motor immer in Kombination mit einer formidablen Achtgang-Automatik ausgeliefert. Das ist ungewöhnlich und treibt natürlich den Preis, bewährt sich aber im Alltag. Die 130 PS des Corsa lassen sich ganz nach Gusto zurückhaltend und entspannt bewegen, wird es notwendig zeigt er aber auch seine Krallen. Bis zu 208 km/h sind dann möglich. Leider erkauft man sich jede Form Sportlichkeit mit sprunghaft ansteigendem Verbrauch. Trotz überwiegend zurückhaltender Fahrweise standen deshalb am Ende des Tests enttäuschend 7,4 Liter Durchschnittsverbrauch je 100 Kilometer zu Buche.Bei der Abstimmung des Fahrzeugs hat es Opel mit der Sportlichkeit ein wenig zu weit getrieben. Anders als das eher weich und komfortabel abgestimmte Fahrwerk des Peugeot-Schwestermodells gibt sich der Corsa gerne ruppig und vermittelt seinem Fahrer ein etwas zu genaues Bild der Straßenlage. Im Alltag ist das eher nervig, geht es aber mal raus aus der Stadt, vielleicht sogar ins bergige, hat man natürlich an der sportlichen Grundausrichtung, am leistungsstarken Motor und der exakten Lenkung seine Freude.  

Der Corsa zeigt sich ansonsten als ein in jeder Hinsicht modernes Fahrzeug, zahlreiche Assistenten – etwa der Frontkollisionswarner, ein Temporegler mit Begrenzer, ein Spurhalte-Assistent, die Verkehrs- und die Müdigkeitserkennung - sind sogar Serie. Empfehlenswertes Extra ist neben dem Navi Pro auf jeden Fall das Paket aus Rückfahrkamera, Parkpiepsern vorn und hinten, Tot-Winkel-Warner und elektrisch einklappbaren Außenspiegeln für zusammen 650 Euro und das brillante LED-Matrix-Licht für 600 Euro. Normales LED-Licht ist beim Corsa bei dieser Motorisierung Serie. Ebenso wie eine Klimaanlage (keine Automatik), 16-Zoll-Alus, Sportsitze, das abgeflachte Lederlenkrad und die Alu-Sportpedalerie. Das liegt daran, dass es den Corsa mit 130 PS nur in der GS-Line gibt, womit schon der Grundpreis 23.440 Euro beträgt.Das ist ein für die meisten Interessenten wahrscheinlich zu teurer Spaß für einen Kleinwagen, allerdings liegt diese Preisgestaltung im Trend. Die Hersteller rüsten bei den Kleinwagen teils wegen gesetzlicher Vorgaben, teils aber auch aus ökonomischen Gründen stark auf. Mit Basisangeboten, im Fall des Corsa sind das 14.000 Euro für ein mehr oder weniger nacktes Autos mit 75 PS und Fünfgang-Handschaltung, lässt sich nämlich kaum noch Geld verdienen.Die goldene Mitte könnte für einen Corsa-Käufer die Variante mit gleichem Motor, aber mit 100 PS und Sechsgang-Handschaltung sein, die in der annehmbaren Edition-Ausstattung auf 17.530 Euro kommt. Immer noch eine Menge Geld für einen Kleinwagen, aber doch ein ganzes Stück erträglicher als die Investition in die Spaß-Variante.

Opel Corsa 1.2 DI Turbo – Technische Daten:Fünftüriger, fünfsitziger Kleinwagen; Länge: 4,06 Meter, Breite: 1,77 Meter (mit Außenspiegeln: 1,96 Meter), Höhe: 1,44 Meter, Radstand: 2,54 Meter, Kofferraumvolumen: 309 – 1.081 Liter1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner; 96 kW/130 PS, maximales Drehmoment: 230 Nm bei 1.750 U/min, Frontantrieb, Achtgang-Automatik, 0-100 km/h: 8,7 s, Vmax: 208 km/h, Verbrauch: 6,0–5,6 l/100 km, CO2-Ausstoß: 136–128 g/km, Abgasnorm: Euro 6d, Effizienzklasse: B-A, Testverbrauch: 7,4 Liter/100 KilometerPreis: ab 23.440 Euro (GS-Line)Opel Corsa – Kurzcharakteristik:Warum: schönes Design, klasse Motor-/Getriebe-Kombination, viele AssistentenWarum nicht: Fond zu eng, Fahrwerk zu hart, Handling betulich, Verbrauch zu hochWas sonst: VW Polo, Mazda2, Skoda Fabia, Nissan Micra, Renault Clio, Ford Fiesta.

Es gibt mal wieder einen neuen Corsa. In der sechsten Generation steht der Kleinwagen erstmals auf einer Plattform des PSA-Konzerns. Was macht der Opel besser – und was eventuell weniger gut – als sein Schwestermodell Peugeot 208?

Fazit

Es gibt mal wieder einen neuen Corsa. In der sechsten Generation steht der Kleinwagen erstmals auf einer Plattform des PSA-Konzerns. Was macht der Opel besser – und was eventuell weniger gut – als sein Schwestermodell Peugeot 208?

Opel Corsa 1.2 DI Turbo: Man spürt den französischen Einfluss
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Opel Corsa 1.2 DI Turbo: Man spürt den französischen Einfluss

Da parkt er in der Redaktions-Tiefgarage und zwinkert verschmitzt mit seinen Matrix-LED-Scheinwerfern. Ja, der neue Corsa überrascht schon beim ersten Kontakt mit oberklassigen Extras. Dabei wirkt sein Design ansonsten evolutionär und so gar nicht abgehoben. Und das, obwohl alles neu ist am Kleinwagen-Bestseller nach der Übernahme von Opel durch den französischen PSA-Konzern.Unter der um vier Zentimeter längeren Hülle steckt jetzt die CMP-Plattform, die durchaus revolutionäre Ansätze verfolgt. Wie beim Schwestermodell Peugeot 208 kann der Käufer nicht nur zwischen Diesel- und Benzinmotoren, sondern auch einen Elektroantrieb wählen. Doch der Corsa-e startet erst im März so richtig durch, weshalb sich heute der 1,2-Liter-Turbobenziner mit munteren 100 PS und in der zweithöchsten Ausstattungslinie Elegance (ab 19.630 Euro) dem Test stellt.

Alles vertraut und doch neu
Also dann schnell rein in den Neuen, der auch innen sehr vertraut wirkt. Gut ablesbare Analoginstrumente lassen sich vorerst nur in der Elektroversion gegen eine volldigitale Variante tauschen. Kein Nachteil, auch weil die bekannte Bedienung mit Steuerkreuzen auf dem Lenkrad und Wählhebel für den Bordcomputer problemlos klappt. Gleiches gilt für das Infotainment-System, dessen berührungsempfindlicher Sieben-Zoll-Bildschirm gut erreichbar auf der Mittelkonsole sitzt.Hier scheint PSA-Technik durch, denn die Menü-Oberflächen unterscheiden sich nicht von denen der französischen Brüder. Dafür reagiert der Touchscreen schnell auf Fingerbefehle, und die Spracherkennung versteht Navigationseingaben und Telefonbuchabfragen nun zielsicher. Zudem verwöhnt das System serienmäßig mit gutem Klang aus sechs Lautsprechern sowie DAB+-Radioempfang und ist mit Android Auto sowie Apple CarPlay kompatibel. Für 1.000 Euro extra bekommt man ein Zehn-Zoll-Gerät, das das Navi auch mit Echtzeit-Verkehrsdaten versorgt.Insgesamt mutet der Corsa trotz in dieser Klasse üblicher Hartplastik-Türtafeln unter französischer Regie hochwertiger an als noch zu GM-Zeiten, zumal lackierte Dekore und Chromelemente das aufgeschäumte Armaturenbrett aufwerten. In der induktiven Ladeschale (135 Euro) finden selbst Riesen-Smartphones Platz, in die Türablagen passen sogar 1,5-Liter-Flaschen, und der alltägliche Krimskrams kommt locker im üppigen Handschuhfach unter.Schon immer ausgezeichnet waren die ergonomisch geformten Vordersitze, die nun tiefer als bisher montiert sind und im Serientrimm lediglich eine Lordosenstütze vermissen lassen, die natürlich optional zu haben ist. Für 1.400 Euro bauen sie in Saragossa, wo der Corsa vom Band läuft, sogar lederbezogene Komfortsessel mit Massagefunktion ein.Ob es dann im Fond noch enger zugeht? Trotz drei Zentimeter längerem Radstand ist in Reihe zwei nicht gerade viel Platz für die Beine. Zudem kommen das Panorama-Glasdach (890 Euro) und die C-Säule den Frisuren recht nahe. Keine Anstoßgefahr besteht beim Beladen des Kofferraums, dessen Klappe weit aufschwingt und 309 Liter Volumen freigibt. Das ist etwas mehr als bisher, während der maximale Stauraum nun 39 Liter kleiner ausfällt (1.081). Zudem fehlt ein doppelter Ladeboden, der die hohe Stufe überbrückt, wenn die Rücksitzlehne im Verhältnis 60 : 40 umklappt. Stattdessen findet unter der dünnen Bodenmatte ein Ersatzrad Platz.

Quirliger Dreizylinder
Dieses brauchen wir hoffentlich nicht, wenn es jetzt endlich fahren heißt. Der Startknopf will einen Augenblick lang gedrückt werden, bis die drei Zylinder erwachen. Unter 2.000/min benimmt sich der Benziner etwas störrisch, darüber hängt der Turbo jedoch munter am Gas und dreht willig bis über 6.000 Umdrehungen. Kernig im Klang und rau im Umgang – das französische Triebwerk ist ein typischer Vertreter seiner Art und auch in einer Version mit 130 PS erhältlich (ab 23.440 Euro).Doch die kann man sich sparen, auch weil sich der Testwagen mit moderaten 6,6 Litern Super auf 100 Kilometer begnügt. Da muss sich der eingeschworene Opel-Fan nur noch an die Tankklappe auf der linken Seite gewöhnen.Im Stadtverkehr wirkt der Corsa dank des früh anliegenden Drehmoments von 205 Nm kräftiger, als es die gemessenen Beschleunigungswerte suggerieren: Von 0 auf 100 km/h vergehen auf der Teststrecke 10,7 Sekunden. Das liegt auch am manuellen Sechsganggetriebe, das sich zwar leichtgängig und präzise schalten lässt, in den unteren Gängen aber kurz übersetzt ist. Alternativ hat Opel eine Achtgangautomatik für 1.760 Euro im Angebot.Überholvorgänge geht der 1.131 kg leichte Corsa entschlossen an. Zäher wird es nur auf der Autobahn, denn über 130 km/h geht dem 1,2-Liter-Motor schnell die Puste aus. Die angegebenen 194 km/h Topspeed erreicht man zudem höchstens bergab und mit viel Rückenwind. Der sollte aber nicht allzu heftig pfeifen, denn mit 73 dB(A) bei Richtgeschwindigkeit ist es innen ohnehin recht laut.

Fahrassistenz zum Spartarif
Da lässt man es lieber entspannt angehen, zumal der Corsa den Fahrer gerne unterstützt: Serienmäßig hält er die Spur, leitet Notbremsungen ein und erkennt Tempolimits. Optional regelt ein adaptiver Tempomat die Abstände zu den vorausfahrenden Fahrzeugen (450 Euro), überwacht tote Winkel und lenkt selbstständig in sowie aus Parklücken (760 Euro). Das passt zum Komfortanspruch des Kleinwagens, der auch auf schlechten Straßenbelägen harmonisch federt und lediglich auf kurze Schlaglöcher störrisch reagiert.Doch der Corsa hat auch eine sportliche Seite. Seine Lenkung gefällt durch ihre direkte Auslegung und Kommunikationsfreudigkeit. So kommt auf kurvigen Landstraßen – auch ohne die heute so beliebten Fahrmodi-Tasten oder deaktivierbares ESP–Fahrspaß auf. Im Slalom und beim doppelten Spurwechsel wankt die Karosserie zwar recht stark, doch dabei bleibt der Corsa jederzeit sehr leicht beherrschbar.Erst im Grenzbereich zeigt er ein moderates Untersteuern, das schnell durch feinfühlige ESP-Eingriffe korrigiert wird. Ähnlich überzeugend ist die Verzögerung: Selbst bei der zehnten Vollbremsung bleibt er stabil und steht aus Tempo 130 schon nach 60,5 Metern. Ein gutes Omen, denn nicht nur damit bremst der neue Corsa so manchen Konkurrenten aus.

Ausblick auf das Autojahr 2020 - Zeitenwende
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Ausblick auf das Autojahr 2020 - Zeitenwende

Das kommende Autojahr 2020 steht im Zeichen des Umbruchs: Von den drohenden Strafzahlungen an die EU getrieben, lassen die Autobauer zahlreiche Elektromobile von der Leine und müssen diese in den Markt drücken. Das führt in manchen Segmenten zum Duell Elektro gegen Tradition.

Es ist noch gar nicht so lange her, da definierte sich Volkswagen im Wesentlichen über den Golf, der einem ganzen Segment seinen Stempel aufdrückt. Das hat sich geändert: Zum einen trägt der niedersächsische Konzern nach dem Dieselskandal ostentativ die neue Bescheidenheit nach außen, zum anderen kommt im nächsten Jahr der VW ID.3 auf den Markt, ein Elektromobil, auf dem die Hoffnungen des Konzerns liegen. Ein Vorreiter einer neuen Generation, der dem Golf 8 Käufer abjagen wird. Der Feind im eigenen Bett, made by Wolfsburg. Böse Zungen sprechen sogar vom alten und vom neuen Blech. Immerhin bekommt der Kompaktklassen-Primus mit dem GTI einen weiteren Klassiker zur Seite gestellt, während der Golf Variant etwas für die Praktiker ist. Zum Ende des Jahres soll der Arteon Shooting Brake den Ästheten unter den Autokäufern gefallen.

Der VW ID.3 ist das erste einer ganzen Reihe von Elektromobilen, die in den nächsten Jahren mit dem neuen VW Logo auf dem Kühlergrill auf dem Markt kommen. Umso wichtiger ist, dass der erste Schuss sitzt. Schließlich hat sich VW der Elektromobilität verschrieben und will als Konzern in den rund 33 Milliarden in die neue Antriebsform stecken. Bis zum Marktstart, der aktuell noch auf Mitte des Jahres gelegt ist, müssen die Software-Probleme beim ID.3 gelöst sein. Auch bei Audi stromert es mit dem Taycan-Bruder E-tron GT und dem E-tron Sportback.

Doch bei den Ingolstädtern geht es im nächsten Jahr auch darum, das Markenprofil zu schärfen. Das soll mit sportlichen Fahrzeugen, wie der RS Q8 und der RS 6 Avant gelingen. Als Nachzügler kommt der Ingolstadt-Golf als Audi A3 Sportback. Bei der tschechischen VW-Tochter Skoda stehen zwei wichtige Neuheiten auf dem Plan: Der von Markenchef als "Gamechanger" titulierte Octavia hat erneut das Zeug zum Bestseller. Interessanterweise bringen die Tschechen ihr erstes Modell, das auf dem MEB-Baukasten basiert als E-Crossover. Porsche installiert mit dem Cross Turismo ein weiteres Derivat, das auf der J1-Plattform steht. Beim 911er kommen die Turbo-Fans endlich auf Ihre Kosten. Sportlich wird auch Cupra Formentor, das erste eigenständige Modell der Seat-Submarke sein. Ein weiterer Crossover aus Spanien ist die ID-MEB-Variante El Born und der Golf-Bruder Seat Leon wird sicher wieder seine Käufer finden.

BMW will sich bei der Elektromobilität ebenfalls nicht lumpen lassen und lässt mit dem iX3 die langerwartete Ergänzung zum BMW i3 von der Leine. Allerdings steht das SUV nicht auf einer echten Elektro-Plattform, sondern ist - ähnlich wie der Mercedes EQC zum GLC - eine Variante eines klassischen Fahrzeugs. Immerhin soll die 74 Kilowattstundenbatterie für rund 440 Kilometer Reichweite gut sein. Das 4er Coupé zeigt, dass BMW bei der Formensprache trotz aller Unkenrufe auf die riesige Niere setzt. Vergleiche mit einem Osterhasen dürften bei den Designern um Chef Adrian van Hooydonk vermutlich nicht so gut ankommen. Konventioneller tritt da schon das 2er Gran Coupé auf, das sich mit dem 1er die Frontantriebsarchitektur teilt, aber mit einer Länge von 4,53 Metern deutlich stattlicher daherkommt.

Opel greift mit dem Corsa-e in das Rennen um das Volks-Elektroauto ein. Der Rüsselsheimer hat 100 kW / 136 PS basiert auf der PSA CMP-Plattform und soll mit seinen 50-kWh-Akkus 330 Kilometer weit kommen. Mit 29.900 Euro orientiert sich Opel am VW ID.3. Vermutlich hat die Studie GT X Experimental einige Komponenten des neuen Opel Mokka vorweggenommen. Vor allem die markante Front hat gute Chancen, sich in der Serie wiederzufinden. Die französische Mutter PSA schickt den Peugeot 2008 ins Rennen, während Ford mit dem Puma auf skodaähnliche Praktikabilität und ein ansehnliches Design. Neu sind beim amerikanischen Hersteller auch das Elektro-SUV Mustang Mach-E und der Kuga.

Mit Spannung erwarten wir den Land Rover Defender, der nach einiger Verzögerung endlich den Weg zu den Händlern schafft. Erste Eindrücke waren durchaus vielversprechend. Die Chevrolet Corvette wird zum Mittelmotorsportwagen, was der Fahrdynamik durchaus dienlich ist. Jaguar verpasst dem F-Type ein aggressiveres Gesicht und peppt das Infotainment auf. Aston Martin wagt sich mit dem DBX in bislang unbekanntes Terrain vor. Aber das SUV ist nötig, um Geld in die Kassen zu spülen. Apropos fremde Welten: Jeep feiert mit dem Gladiator ein Comeback bei den SUVs.

Im nächsten Jahr wird das Angebot an Elektrofahrzeugen sprunghaft ansteigen. Tesla plant mit dem Model Y ein weiteres SUV, doch bei den traditionellen Marktstartverschiebungen ist das Erscheinungsdatum noch nicht in Stein gemeißelt. Mazdas E-Crossover MX-30 kommt 200 Kilometer weit, genauso, wie der Sympathieträger Honda e. Schick ist auch der Polestar 2, der vor allem beim Infotainment eine neue Zeitrechnung einläuten will.

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