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Ford Fiesta 1.6 104 PS (1983–1989)

 

Ford Fiesta 1.6 104 PS (1983–1989)
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Alle Erfahrungen
Ford Fiesta 1.6 (97 PS)

2,9/5

Erfahrungsbericht Ford Fiesta 1.6 (97 PS) von moppel, Juni 2008

2,9/5

Mein Ausflug in die untere GTI-Klasse begann im Februar 1993, da fiel die Wahl auf einen weißen Fiesta XR2i, Typ GFJ, 104 PS, den ich mit 35 Tkm im Kassler Ford-Autohaus Richter erwarb. Ich brauchte einen relativ sparsamen Autobahn- und Landstraßenflitzer.

Von Motorleistung und Verbrauch gab es nichts zu deuteln, spitzig beim überholen, wenn man vorausschauend fährt. Da läßt er sich mit 7,5- 8l Super abspeisen. Gas-Bremse treibt den Verbrauch auf über 10 l, der kleine Tank setzt der Reichweite dann Grenzen. Nur Normalbenzin sollte man mit ihm nicht fahren, dann gibt es Aussetzer. Die Lenkung ist sehr gefühllos, zudem um die Nullage ungenau und so indirekt, daß man sich daran nur schwer gewöhnt. Das Fahrwerk mit ausreichend Bodenfreiheit und genügend Gasdämpferhärte passend für ostdeutsche Straßenverhältnisse.

Wo Licht ist, ist viel Schatten. Der erste Dämpfer wurde mir vom Kasseler Ford-Händler mitgeliefert; als ich fragte, was das Klappern unterm Auto zu bedeuten hat, antwortete der Verkäufer: das gibt sich, das Fahrzeug hat Garantie, TÜV und AU, alles bestens, damit könnense bis China fahren. Bildlich gesprochen war schon in Polen Sense, dann stellte sich im Kat der gebrochene Keramikeinsatz quer, was zu hohem Verbrauch, kaum Leistung, hoher Motortemperatur und Abgasrückstau führte. Dann führten die defekten Schaftringe zu astronomischen Ölverbräuchen, die Auspuffe flogen mir reihenweise um die Ohren (jedes mal am Mittenschalldämpfer gebrochen, hab ich schweißen lassen, wo nichts mehr ging, wurde gewechselt). Bremsen, Drosselklappensensor, Dreieckslenker, Blinker-Wischerschalterkombi, oberes Motorlager am Zylinderkopf, Motorsimmerringe, Antriebssimmerringe, Türschloß Fahrerseite, Stabigelenke, Stabigummis, Stoßdämpfer 2xVA, 1x HA, Kupplung, Chrashschalter, 2x LiMa, Anlasser und 3x HBZ blieben auf der Strecke. Dann wollte Ford den Ixi, wie ich ihn nannte, alle 10 Tkm in der Werkstatt zur Durchsicht sehen, wo alle 60 TKm der Zahnriemen fällig war.

Womit ich beim nächsten Thema wäre. Bei AH Weller in Espenhain wurde mit ominösen Rechnungspositionen gearbeitet, auch wurden Arbeiten bei den DS nicht ausgeführt, aber berechnet und volle Scheibenwaschbehälter kostenpflichtig aufgefüllt. Kaufen Sie einen neuen, wir haben da.. war einer der liebsten Sätze. Auch wurde mir ein Kompressionsdefizit am Zylinder 2 eingeredet, was eine Motortotalinstandsetzung erfordern würde, bei 70 Tkm!! Ich ließ es drauf ankommen, die Garantie war vorbei und bis zum Verkauf hielt der Motor ohne Leistungseinbußen und bei moderatem Ölverbrauch (0,5 l /10 Tkm)durch. AH Eisenach - ohne Probleme. AH Kühne in Bad Düben- naja. Wer was lackieren lassen will, ist willkommen, der Kunde mit technischen Problemen mehr ein notwendiges Übel. AH Gottschalk in Thornau wie AH Huth in Pirna-Rottwerndorf- ohne Probleme. AH Hönig (jetzt Plath) in Flößberg leistete schnelle und unbürokratische Hilfe, als der Chrashschalter ausstieg. AH Hübner in Colditz- vorn Hui.. führte zu einer Beschwerde beim Kundendienst. Die halfen prompt.

Schraubergeschichte: die häufigen Ölwechsel übernahm ich selber, damit machen die Werkstätten ja ein Heidengeld. Ich benutzte immer das billigste 5w40-Vollsynthetiköl, was ich bekommen konnte. Auch bekam ich heraus, daß man von Boschzündkerzen die Finger lassen sollte, funzen nicht im Ford. Auch Super4 nicht. Als Beste hat sich NGK herausgestellt. Die hohen Fixkosten schlugen alle 10Tkm zu, weil da immer Ölfilter & Luftfilter dazu kamen. Bei letzterem bin ich auf KN umgestiegen. Als Endschalldämpfer fuhr ich einen Sebring, der von Ford war nach 60 Tkm innen verbrannt. Die tiefliegenden Fern- und Nebelscheinwerfer waren durch Steinschlag öfter defekt.Auch hatte ich mit Lichtmaschinendefekten zu kämpfen; bei dem einen bin ich mir da nicht mehr so sicher, denn das Haupstromkabel vom Anlasser zur LiMa brach des öfteren, machmal in der Isolation und fürte dazu, daß die Ladekontrolle öfters kurz aufflammte und die Batterie ständig leerte. Abhilfe schaffte eine Direktverbindung zwischen Batterie und LiMa. Die HBZ wurden von Ford als "fehlerhafte Serie" bezeichnet. Die dauerte dann aber über 3 Jahre. Die Zündkerzen hielten idR 20 Tkm, länger sollte man sie auch nicht drinlassen (Motorkraft, Bosch sogar nur 15 Tkm), sonst hat man Startschwierigkeiten. NGK hielt über 30 Tkm. Karossemäßig war er schlechter verarbeitet als mein Bravo, der Ixi stammte aus spanischer Produktion. Demzufolge rostete er unter den Plasteschwellern, in den Hohlräumen und am Unterboden, welchem ich in den Anfangsjahren mit regelmäßiger Konservierung entgegenwirkte. Plastteile fielen reihenweise ab, die Clipbefestigungen sind sehr schlecht. Der Fahrersitz verstellte sich selbst, so daß ich nach 200km Autobahn am Ziel fast in liegender Stellung ankam. Abhilfe schaffte hier der Prinz von König, den ich an dieser Stelle montierte. Ich habe auch jeden erreichbaren Kontakt mit Kontaktspray oder WD40 besprüht und alle Massekontakte ebenso oder mit Polfett konserviert. Was gut war, war die eingezogene Frontscheibe. Bei einem Defekt konnte ich so selber Hand anlegen. Im Laufe der Zeit bekam ich mit, daß Ford-Teile wie Auspuff und Bremsen nur eine begrenzte Funktionsdauer haben. Der Auspuff von 1-2-3 hielt bedeutend länger als seine Ford- Vorgänger, die Bremsen VA auch.
Auch nervte er mit einem Wackelkontakt, den ich über die Jahre hinweg nicht lokalisieren konnte. Manchmal sprang er kalt einfach nicht an, was ich mit dem üblichen WD40-Behandeln der Steckverbindungen zu eliminieren gehofft hatte. Ich habe dann in so einem Fall alle erreichbaren Kabelverbindungen zu Motor, Zündung, Steuergerät und Einspritzung bewegt und dann sprang er an. An welcher es aber lag, habe ich nicht herausbekommen.

Die serienmäßige Reifengröße von 185/60 R13H ist ziemlich selten und entsprechend teuer. Im Sommer bin ich Pirelli 2000 und 3000 gefahren, die klebten auf der Straße, waren aber entsprechend schnell dahin und teuer. Semperit Top Speed war preiswerter, hielt länger, fuhr sich jedoch im Nassen wie Schmierseife. Die WR waren mit Größe 155/60 R13 allesamt von Semperit, damit bin ich gut gefahren.

Als ich dann 2000 weitere Strecken fahren mußte, legte ich mir den FIAT Bravo TD 100 zu und verkaufte den Ixi mit 232 Tkm.

Alle Varianten
Ford Fiesta 1.6 (97 PS)

  • Leistung
    76 kW/104 PS
  • Getriebe
    Manuelles Getriebe/5 Gänge
  • 0-100 km/h
    10,0 s
  • Neupreis ab
  • Verbrauch nach Herstellerangaben
    0,0 l/100 km (kombiniert)
  • Energieeffizienz­klasse

Technische Daten Ford Fiesta 1.6 (97 PS)

Allgemeine Merkmale
FahrzeugklasseKleinwagen
KarosserieformCoupe
Anzahl Türen3
Sitzplätze5
FahrzeugheckFließheck
Bauzeitraumab
HSN/TSN
Antrieb
GetriebeartManuelles Getriebe
Gänge5
Hubraum1.600 ccm
Leistung (kW/PS)76 kW/104 PS
Zylinder4
Antriebsart
0-100 km/h10,0 s
Höchstgeschwindigkeit186 km/h
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst
Maße und Stauraum
Länge
Breite
Höhe
Kofferraumvolumen
Radstand
Reifengröße
Leergewicht
Maximalgewicht
Antrieb
GetriebeartManuelles Getriebe
Gänge5
Hubraum1.600 ccm
Leistung (kW/PS)76 kW/104 PS
Zylinder4
Antriebsart
0-100 km/h10,0 s
Höchstgeschwindigkeit186 km/h
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst

Umwelt und Verbrauch Ford Fiesta 1.6 (97 PS)

Kraftstoffart
Tankinhalt42 Liter
Kraftstoffverbrauch nach Herstellerangaben0,0 l/100 km (kombiniert)
l/100 km (innerorts)
l/100 km (außerorts)
CO2-Emissionen nach Herstellerangaben
Tatsächlicher Kraftstoffverbrauch
Tatsächliche CO2-Emissionen
Schadstoffklasse
Energieeffizienzklasse