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Testbericht

29. Juni 2010
Bensberg, 29. Juni 2010 - Nicht immer ist Basis gleich Basis: Porsche gibt beispielsweise offen zu, dass das Angebot ihres neuen Geländewagens in Sphären beginnt, wo bei anderen SUVs das Topmodell liegt. In der Tat sprechen bereits die nackten Zahlen des Einstiegs-Cayenne nicht gerade für mönchischen Verzicht: eine Leistung von 300 PS aus sechs Zylindern und 3,6 Liter Hubraum steht zum Abruf bereit. Und so stellt sich denn auch die Frage, ob man überhaupt mehr Kraft braucht. Wir haben den Gelände-Porsche unter die Lupe genommen. Graziler geformt Bereits beim ersten Sichtkontakt fällt auf, dass der neue Cayenne weniger wuchtig wirkt als sein Vorgänger. Dafür sorgt unter anderem die sanft abfallende Frontpartie, welche eine optische Brücke zum Panamera schlägt. Am Heck blicken wir auf flügelförmige Rückleuchten, die indes formal etwas beliebig wirken. Allerdings war bereits beim alten Cayenne das Hinterteil nicht die Schokoladenseite. Eine Überraschung halten die technischen Daten bereit: In der Länge gab es ein Plus von fünf Zentimeter, der Radstand wuchs um vier Zentimeter auf jetzt 2,90 Meter. Gleichzeitig hat der Gelände-Porsche deutlich abgespeckt, allein die Karosserie wiegt über 100 Kilogramm weniger. Platz gemacht Das Raumangebot im Cayenne lässt kaum Wünsche offen: Im Gepäckabteil ist nun Platz für mindestens 670 Liter, vorher waren es 540 Liter. Die Rücklehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen, außerdem ist die Lehnenneigung verstellbar. Die Rückbank selbst kann um bis zu 16 Zentimeter in der Länge verschoben werden. So passen nicht nur bis zu 1.780 Liter in den Kofferraum, auch die Fondpassagiere finden vorzügliche Platzverhältnisse vor. Nach dem Entern des Cockpits fallen uns zwei Dinge auf: zum einen die wuchtige, angeschrägte Mittelkonsole mit einer Vielzahl an Tasten, zum anderen die im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbesserte Materialqualität. Eher mau ist hingegen die Sicht nach hinten, zumal sowohl die Außen- und der Innenspiegel eine Spur zu klein geraten sind. Da unsere Testtour an einem sonnigen Tag stattfindet, fallen uns im wahrsten Sinne des Wortes noch zwei Dinge ins Auge: Die silberfarbenen Rahmen der Lüftungsdüsen spiegeln sich in Höhe der Außenspiegel in den Seitenfenstern, während die glänzend silbernen Lenkrad-Schaltpaddles des optionalen Automatikgetriebes den Fahrer teilweise extrem blenden.

Kraftvoll unterwegs Da wir gerade von der Automatik sprechen: Serienmäßig ist im Cayenne V6 ein Sechsgang-Schaltgetriebe vorhanden, allerdings dürfte der Löwenanteil der Kunden zur 2.642 Euro teuren Achtgang-Automatik namens "Tiptronic S" greifen. Die beiden obersten Gänge erfüllen dort eine Overdrive-Funktion und sind dementsprechend lang übersetzt. Die Schaltvorgänge sind fast nicht wahrnehmbar, allerdings schwankt der Automat bei 60 km/h zwischen der siebten und der achten Stufe. Die Folge ist ein sehr niedriges Drehzahlniveau, wodurch das Fahrzeug etwas träge wirkt. Dazu passt das Motorengeräusch: Während der Porsche außen ein kerniges Grollen absondert, lauschen wir innen einem dezenten Brummen. Über Leistungsmangel können wir uns nicht beklagen: Der 300 PS starke Sechszylinder mit Benzindirekteinspritzung stellt bei 3.000 Umdrehungen 400 Newtonmeter bereit. In 7,8 Sekunden geht es von null auf 100 km/h, maximal sind 230 km/h möglich. Laut Hersteller konnte der Verbrauch um 20 Prozent gesenkt werden, mit der Tiptronic an Bord sollen insgesamt 9,9 Liter, leider teures Super Plus, möglich sein. Möglich wird das durch die Start-Stopp-Funktion des Automatikgetriebes. Fahrspaß garantiert Bei einer Tour über Landstraßen zeigt sich, dass der Cayenne dem Namen Porsche keine Schande macht. Mit der präzisen Lenkung lässt sich das SUV behände durch Kurven zirkeln, der Aufbau zeigt kaum Wankneigungen. Im V6-Modell ist das "Porsche Traction Management" mit aktivem Allradantrieb eingebaut. Die elektronisch über einen Elektromotor angesteuerte Lamellenkupplung regelt die Verteilung der Antriebskraft zur Vorderachse voll variabel ohne feste Grundverteilung. Steuert der Fahrer in eine Kurve, werden die Seitenführungskräfte der gelenkten Räder durch Verringerung des Antriebsmoments an der Vorderachse erhöht. Beim Beschleunigen aus der Kurve wird das Antriebsmoment für möglichst hohe Traktion auf beide Achsen verteilt. Komfort mit Grenzen In unserem Testwagen ist die 3.500 Euro teure Luftfederung eingebaut, sie ermöglicht sechs Fahrzeughöhenlagen. Mit dabei ist das "Porsche Active Suspension Management", kurz PASM. Dadurch stehen drei Kennfelder namens "Komfort", "Normal" und "Sport" bereit. Selbst im Sport-Modus ist genügend Restkomfort vorhanden, getrübt wird die Freude an der Federung aber durch die stoßige Reaktion auf Querrillen.

Nichts für Pfennigfuchser Trotz seiner Eigenschaft als Basismodell ist der Porsche Cayenne kein Sonderangebot: Mindestens 55.431 Euro müssen für den V6 investiert werden. Dafür gibt es eine gute Serienausstattung mit CD-Anlage, eine elektrische Acht-Wege-Verstellung für die Vordersitze und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Darüber hinaus lässt sich der Cayenne je nach Belieben und Geldbeutel fast unbegrenzt aufrüsten. Auf 60 Seiten hält die Preisliste Dinge wie lackierte Lamellen der Luftdüsen (1.607 Euro), einen Alcantara-Dachhimmel (1.999 Euro) oder ein High-End-Sound-System der Firma Burmester (4.748 Euro) bereit. Die Konkurrenz des Cayenne geht mit serienmäßiger Achtgang-Automatik an den Start. Wer die Technik des Porsche möchte, aber auf das prestigeträchtige Wappen verzichten kann, sollte sich den 280 PS starken VW Touareg V6 FSI BlueMotion Technology anschauen, den es für 49.900 Euro gibt. Fans eines Reihensechszylinders können zum BMW X5 xDrive35i mit 306 PS zum Preis von 54.900 Euro greifen.
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Technische Daten
Antrieb:Allradantrieb
Anzahl Gänge:8
Getriebe:Automatik
Motor Bauart:Benzindirekteinspritzer mit variabler Ventilsteuerung
Hubraum:3.598
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:6
Leistung:220 kW (300 PS) bei UPM
Drehmoment:400 Nm bei 3.000 UPM
Preis
Neupreis: 55.431 € (Stand: Juni 2010)
Fazit
Auch wenn die meisten Cayenne-Kunden mehr Leistung wählen werden, ist bereits der V6-Benziner völlig ausreichend. Die 300 PS schieben das SUV kräftig vorwärts, insbesondere die fahrdynamischen Eigenschaften machen dem Namen Porsche alle Ehre. Zu kritisieren gibt es nur wenig und auch das nur auf hohem Niveau: Die Achtgang-Automatik könnte etwas besser abgestuft sein, ebenso ist der Abrollkomfort nicht hundertprozentig befriedigend. Der wichtigste Minuspunkt sind die deftigen Aufpreise innerhalb der Baureihe, weshalb unsere Empfehlung lautet: statt vieler PS den Basis-Cayenne nehmen und den damit gesparten Betrag für nette Extras verwenden.
Testwertung
5.0 von 5

Quelle: auto-news, 2010-06-29

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