Testbericht

Stefan Grundhoff, 3. Juli 2014
Volkswagen macht Ernst. Der neue VW Passat geht kräftig fremd und spielt schamlos mit Premium-Gefühlen. Audi lässt grüßen.

Ab November kann sich die Mittelklasse-Konkurrenz auf einiges vorbereiten. Der neue VW Passat wird dabei als Limousine und Kombiversion nicht nur die Volumenkonkurrenz schocken, sondern auch lautstark bei Audi, BMW und Mercedes anklopfen und versuchen, hier Kunden abzuwerben. Mit der breiten Masse beschäftigt sich der optisch deutlich drahtigere VW Passat nur noch am Rande. Seine Trauben hängen nach Vorgaben der Konzernlenker Martin Winterkorn und Ferdinand Piech längst eine Etage höher. Bereits Polo und Golf ist ihr gestiegener Anspruch anzusehen; jetzt soll mit der achten Passat-Generation ein kraftvoller Sprung in Abrahams Premiumschoß gemacht werden. Das Design des mittlerweile mehr als 22 Millionen Mal verkauften Mittelklassemodells orientiert sich am betagten Luxusmodell Phaeton. Doch bei der Innovationsflut müssen sich selbst die Premiumkonkurrenten von BMW, Audi und Mercedes strecken. LED-Scheinwerfer, Head-Up-Display, animiertes Cockpit, Massagesitze und eine Vielzahl von Assistenzsystemen gibt es auch beim neuen Passat. "Wir sprengen Klassengrenzen", unterstreicht Volkswagen Entwicklungsvorstand Dr. Heinz-Jakob Neußer, "wir sind mit dem neuen Modell eine halbe Klasse höher unterwegs."

Bei nahezu identischen Dimensionen hat der ab November im Handel befindliche Flottenkönig bis zu 85 Kilogramm abgespeckt. Das Motorenangebot der als Fronttriebler und Allradler erhältlichen Passat-Generation Nummer acht liegt zwischen 88 kW / 122 PS und 204 kW / 280 PS. Die Triebwerke wurden dabei durchschnittlich um 20 Prozent sparsamer. Das freut nicht nur die zahllosen Flottenkunden, die den Passat als Dienstwagen seit Jahren ins Herz geschlossen haben. Technisches Highlight ist der neue Topdiesel. "Wir sind mit unserem doppelt aufgeladenen Zweiliter-Diesel mit 3,8 bar Ladedruck, 177 kW / 240 PS und 500 Nm weit gesprungen", so Entwicklungsleiter Jörg Kahrstedt, "er verbraucht 5,3 Liter." Die Volumendiesel leisten 150 sowie 190 PS und geben sich mit kaum mehr als vier Litern zufrieden.

Im Herbst 2015 folgt ein 211 PS starker Plug-In-Hybrid, der 50 Kilometer rein elektrisch fährt und ähnlich wie der VW Golf GTE rund 1,5 Liter verbrauchen soll. Was für die Motoren gilt, sieht bei Komfort und Sicherheitssystemen nicht anders aus. Selbst eine Mercedes S-Klasse hat kaum mehr Assistenzsysteme. Der VW Passat hält zukünftig im Stau ohne Zutun des Piloten die Spur und koppelt selbst Anhänger fast selbsttätig an. Der neue Baukasten ermöglichst mehr Platz im Innenraum und das Ladeabteil des VW Passat Variant schluckt nun 650 Liter. Erhältlich ist der VW Passat unverändert in den drei Ausstattungsvarianten Trendline, Comfortline und Highline. Preislich geht es für den VW Passat 1.4 TSI als Limousine für 25.875 Euro los. Das sind 550 Euro mehr als bisher, wobei es im Gegenzug mehr Serienausstattung für knapp 1.000 Euro geben soll. Der identische VW Passat Variant startet bei 26.950 Euro.
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Quelle: press-inform, 2014-07-03

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