Testbericht

Stefan Grundhoff, 14. Juni 2016
Kaum ein Auto hat in den letzten Jahren für derart Gesprächsstoff gesorgt wie das Model S von Tesla. Der elektrisierende Amerikaner bekommt nunmehr eine leichte Überarbeitung.

Modellpflegen, Lifecycle-Impulse oder Auffrischungen sind in der Autoindustrie nichts Außergewöhnliches. Damit hält man das in die Jahre gekommene Modell frisch und die Kunden entsprechend bei Laune. Da macht das Model S von Tesla keine Ausnahme. Mit neuen technischen Details will man sich insbesondere auf dem Heimatmarkt in den USA gegen die etablierte Luxuskonkurrenz von Mercedes S-Klasse, BMW 7er, Cadillac CT6 oder Porsche Panamera wehren.

Optisch hat sich am 4,97 Meter langen Model S nach der Überarbeitung erst einmal wenig getan. Erst bei genauerem Hinsehen fallen die neuen Schweinwerfereinheiten ins Auge. Gab es bisher nur Xenonscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, so werden selbst kurvenreiche Fahrbahnen bei Dunkelheit nunmehr von 14 LED-Leuchten ausgeleuchtet, die sich variabel Fahrbahn, Geschwindigkeit und Lenkeinschlag anpassen. Ähnlich wie andere Hersteller ist auch das Tesla Model S mit einem Autopilot System (ab 2.800 Euro) zu bekommen, das dem Fahrer gerade auf längeren Strecken einen Teil seiner Arbeit am Steuer abnimmt. Dank zahlreicher Sensoren in Kombination mit GPS-Daten und Digitalkarten kann das Model S Autobahnen bei Kolonnenverkehr vollkommen autonom befahren - ohne von der Spur abzuweichen. Durch Echtzeit-Rückmeldungen von der gesamten Tesla-Flotte soll das Autopilot System permanent lernen und sich weiter verbessern.

Während abgesehen von der neuen Mercedes E-Klasse die meisten Autopilot-Systeme nur die Spur halten, kann auch das Model S mit Betätigung des Blinkerhebels einen Spurwechsel automatisch ausführen. Auf Knopfdruck sucht sich die Luxuslimousine Parklücken und parkt autonom ein. Nach Aussagen von Tesla sollen weitere Autopilot-Funktionen werden durch Software-Updates im Laufe der Zeit implementiert werden. Wer beim Kauf das ein oder andere Ausstattungskreuzchen zu wenig gemacht hat; viele Funktionen lassen sich gegen stattliche Aufpreis später online freischalten.

Die Fahrleistungen des Tesla Model S blieben durch die Modellpflege weitgehend unverändert. Die Basis bildet nunmehr das Model S mit 60 kWh und 320 PS, 440 Nm maximalem Drehmoment, 210 km/h Höchstgeschwindigkeit sowie einer Reichweite von 400 Kilometern. Das Topmodell Tesla Model S P90 D (90 kWh) mit Allradantrieb leistet 539 PS (262 PS vorne / 510 PS hinten) und gigantische 967 Nm maximales Drehmoment. Einer abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h stehen ein Imagespurt 0 auf Tempo 100 in 3,0 Sekunden und eine Reichweite von 509 Kilometern gegenüber. Mit dem Standard-Ladegerät (11 kW) erstarkt das Elektromobil um 54 Kilometer pro Stunde. Wer weniger Zeit hat, sollte sich für das 16.5-kW-Ladegerät entscheiden, das pro Stunde 81 frische Kilometer in das Akkupaket pumpt.

Nach der Überarbeitung verfügt die Elektro-Limousine auf Wunsch über ein HEPA-Luftfiltersystem, welches 99.97 Prozent der Abgaspartikel sowie Allergene oder Bakterien vom Fahrzeuginnenraum fernhält. Der so genannte "Bioweapon Defense Mode" schafft einen leichten Überdruck in der Kabine um Passagiere zu schützen. Der Einstiegspreis für das ab Ende August verfügbare Basismodell Tesla Model S 60 liegt bei 76.600 Euro. Die Topversion kostet mindestens 124.200 Euro. Hinzu kommen je nach Modell Sonderausstattungen wie Luftfederung (2.800 Euro), Winterpaket (1.100 Euro), dritte Kindersitzreihe (3.300 Euro) oder Schnellladegerät (1.700 Euro).
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Quelle: press-inform, 2016-06-14

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