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Testbericht

7. Mai 2004
Haar, 7. Mai 2004 - Suzuki hat die neue Version des Kleinwagens Ignis auf der Frankfurter Automesse IAA im Herbst 2003 vorgestellt. Dabei wurde das Modell schlagartig größer: Vorher mit 3,62 Metern Länge eher ein Kleinstwagen vom Schlage des Hyundai Atos, ist die überarbeitete Version nun plötzlich 3,77 Meter lang. Suzuki sieht das Auto als Kreuzung zwischen Limousine und Sport Utility Vehicle. Wir haben in unserem Test überprüft, wie viel SUV wirklich in dem Auto steckt. Vier Versionen Alle Ignis-Modelle sind fünftürig und haben fünf Sitzplätze. Vier Versionen werden angeboten: Neben dem 1,3-Liter-Einstiegsmodell mit 94 PS gibt es den Ignis 1.5 mit 99 PS mit Frontantrieb oder Allradantrieb. Schließlich wird ein Diesel mit 69 PS und 1,2 Litern Hubraum angeboten. Wir fuhren den 1,3-Liter-Benziner. Ein Kleiner mit Feuer Das lateinische Wort ignis bedeutet Brand oder Feuer. Und Feuer hat zumindest das von uns getestete Einstiegsaggregat: Es wirkt munter und spritzig. Die variable Ventilsteuerung VVT ermöglicht sowohl das Dahingleiten im Stadtverkehr mit niedriger Drehzahl als auch eine erstaunliche Beschleunigung. In 11,1 Sekunden erreicht der Kleine die 100-Kilometer-Marke - kein schlechter Wert für ein 94-PS-Auto.

Euro-4-Norm erfüllt Der Motor wird auch nie zu laut. Selbst bei der Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h bleibt das Geräuschniveau im Rahmen. Der Ignis 1.3 erfüllt die Euro-4-Abgasnorm und verbraucht laut Hersteller 6,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer. Wir verbrauchten bei unseren Testfahrten mit 8,7 Litern deutlich mehr - recht viel für ein so kleines Auto. Auch das Fahrwerk trübt die Freude an dem Motor ein wenig: Stöße werden kaum gefiltert. Ein Plus in der City: Hohe Sitzposition Und wie liegt das Auto in der Kurve? Liegen ist beim Ignis der falsche Ausdruck - er steht eher. Denn der Suzuki ist mit 1,57 Metern für einen Kleinwagen ungewöhnlich hoch. So neigt er sich in der Kurve etwas nach außen. Doch was auf kurvigen Landstraßen eher stört, wird in der Stadt zum Vorteil: In der City verbessert die hohe Sitzposition die Übersicht. Wer gern stürmisch um die Ecken braust, rutscht beim Ignis auf den Sitzen leicht nach außen. Aber in einem Stadtauto stört der etwas zu geringe Seitenhalt wohl nur Wenige. Erstaunlicher Sitzkomfort im Fond Der Sitzkomfort auf den Rücksitzen ist erstaunlich: Stellt man den Fahrersitz für einen 1,75 Meter großen Insassen ein, so bleiben einem ebenso großen Passagier auf dem Sitz dahinter fünf Zentimeter Platz vor den Knien - ein klassentypischer Wert wäre ein Zentimeter. Und obwohl man hinten im Ignis höher sitzt als vorne, ist auch die Kopffreiheit mit fünf Zentimetern bei der genannten Körpergröße hervorragend. Auch für die Fondpassagiere, bei Kleinwagen sonst oft stiefmütterlich behandelt, ist die hohe Karosserie also ein Segen.

Durchschnittlicher Kofferraum Das Kofferraumkonzept des Ignis bietet dagegen nur das Klassenübliche. Die Rücksitzlehnen lassen sich asymmetrisch geteilt umklappen; die Sitzbank bleibt, wo sie ist. So ergibt sich keine ebene Ladefläche, sondern eine störende Schwelle - da, wo die Lehnen aufliegen. Ansonsten ist der Kofferraum aber gut nutzbar. 236 bis 1.004 Liter Gepäck passen hinein - das sind klassentypische Werte. Mit Mikrovans wie dem Opel Agila kann der Ignis nicht mithalten, denn der schafft bei nur 3,50 Metern Länge 240 bis 1.250 Liter. Hohe Ladekante In Normalkonfiguration misst das Gepäckabteil 63 mal 112 Zentimeter. Nach dem Umlegen ergibt sich eine 138 Zentimeter lange Ladefläche. Die große Ladeklappe erschließt ein Gepäckabteil, das mit 76 Zentimetern eine recht hohe Ladekante aufweist - wohl auch eine Folge der hohen Bodenfreiheit. Wer einen vollen Getränkekasten vom Boden aus hineinheben muss, tut sich also etwas schwer. Beim Ausladen geht es besser: Die nur elf Zentimeter hohe Ladeschwelle, über die man das Transportgut heben muss, sind in Ordnung. Ab 10.900 Euro Die Preise für den Ignis beginnen bei 10.900 Euro. Dafür bekommt man die 1,3-Liter-Basismotorisierung mit der Ausstattung Classic. Die Basisausstattung umfasst zwar ABS und Frontairbags, ist aber sonst spartanisch. Seitenairbags, elektrische Fensterheber oder Zentralverriegelung etwa sind nicht enthalten. (sl)
Technische Daten
Motor Bauart:Vierzylinder-Reihen-Ottomotor, 16 Ventile, MPI, VVT, DOHC
Hubraum:1.328
Leistung:69 kW (94 PS) bei UPM
Drehmoment:118 Nm bei 4.100 UPM
Preis
Neupreis: 10.900 € (Stand: Mai 2004)
Fazit
Was spricht nun für die SUV-Qualitäten des Ignis? SUV-Käufer erwarten unter anderem eine große Transportkapazität- und da bietet der Ignis nur das Kleinwagenübliche. Dennoch: Einige SUV-Elemente lassen sich durchaus entdecken. So ist das Auto auch als Allradfahrzeug zu haben. Zweitens ist die Bodenfreiheit bei allen Ignis recht groß, was Ausflüge ins unebene Gelände erleichtert. Wichtiger für die Käufer von SUVs ist wohl die hohe Sitzposition des Ignis. Wer einen Ignis ordert, wird das kaum tun, um damit durchs Unterholz zu brechen. Die Qualitäten des Ignis liegen im Stadtverkehr. Die Sitzposition verbessert die Übersicht im dichten Verkehrsgetümmel, und das Einparken ist bei unter 3,80 Meter Karosserielänge auch recht einfach. Der 1,3-Liter-Motor geht munter zur Sache und ist abgastechnisch auf dem neuesten Stand. Für 10.900 Euro ist der Ignis ein spritziges Stadtmobil für Leute, die eine hohe Sitzposition mögen, denen aber Audi A2 oder Mercedes A-Klasse zu teuer sind. (sl)

Quelle: auto-news, 2004-05-07

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