Testbericht

2. März 2014

Den "alten" Skoda Octavia RS haben wir mit 200 PS als Benziner getestet. Jetzt steht sein neuer, 184 PS starker Diesel-Bruder bei uns auf der Einfahrt. Der Benziner hat uns schon überzeugt. Ist der Diesel auch ein echter RS?

Ein Sportler und dennoch ein Kombi?
Geht das? Ja, und wie. Der Octavia RS mit 184 PS kommt sofort zu Sache. Das geniale Triebwerk haben wir bereits ausführlich im VW Golf GTD getestet.Der Skoda Octavia beginnt bei 30.750 Euro. Mit einigen Extras landen wir deutlich jenseits der 40.000 Euro-Marke. Die Sonderfarbe Sprint-Gelb ist mit 195 Euro zu allen anderen relativ preiswert. Weiß ist kostenlos, eine Metallic-Lackierung schlägt sich mit 520 Euro nieder und Perleffekt kostet 540 Euro zusätzlich. Die Leder-Stoff-Kombination in RS-Schwarz ist dafür Serie.

Skoda Qualität und VW Technik
Innen ist der Skoda wie gewohnt gut ausgestattet – Qualität ohne Schnick Schnack. Die "Design-Beule" am Heck ist Geschmackssache, macht es aber leicht die neuen Skoda Modelle zu erkennen. Der neue Skoda Superb und der Skoda Rapid sind auch mit diesem Feature gekennzeichnet.

 

Der Skoda Octavia RS versucht den Spagat zwischen Kombi, Sportwagen und Sparfuchs. Kann das gut gehen?

Long-Run Turn
Natürlich muss der Skoda Octavia auch auf den Long-Run-Turn. Nicht nur in engen Kurven auf der  Landstraßen macht der Octavia eine gute Figur, sondern auch auf der Autobahn. Wenn man ihn dort mit 120 km/h laufen lässt, findet er via Navigation, Spurhalteassistenz und Adaptivem Abstandsassistent (ACC) fast von alleine ans Ziel.Bis 160 km/h unterstützt das ACC mit Tempomat die Fahrt auf der Autobahn. Bis 200 km/h zieht der RS locker durch.Der RS kann sparsam, wenn man mit einem Schnitt von etwa 115 km/h zufrieden ist. Dann braucht er zirka 5,6 l auf 100 km. Aber wie beim Golf GTD macht es Spaß, einfach mal locker bis 200 oder 220 km/h zu beschleunigen. Bei einem Schnitt von etwas über 130 km/h darf man 7,1 l auf 100km verbrauchen. Das ist mehr als ok.

Im Alltag
Der RS ist ein typischer Kombi. Klappe auf und einladen. Acht Kisten Wasser passen ohne Umklappen der Rücksitze in den Kofferraum. Den variablen Boden – inkl. Multifunktionsablage für vergleichsweise günstige 190 Euro – würde ich auf jeden Fall ordern.Die Rücksitze können auch bequem von hinten umgeklappt werden. Dann entsteht ein Kofferraum von 610 bis 1.740 Liter. Aber auch die Fond-Passagiere haben es hinten gemütlich. 


Der Octavia sieht gut aus. Skoda hat schon lange das Biedermeier-Image abgeschüttelt. Diesen Lifestyle-Kombi kann man auch locker vor einem Golf-Clubhaus abstellen - ohne unangenehm aufzufallen.

Alle Features an Bord
Dank VW-Technik sind Abstandstempomat, Verkehrsschildererkennung, automatische Einparkfunktion, Spurassistent und alle anderen modernen Technik-Features vorhanden. Pluspunkte gibt´s für das große Display.Etwas umständlich ist die Verstellung der Gaspedalkennlinie. Wir haben dort die Optionen Eco, Normal und Sport. Umgestellt werden kann über die Taste „Car“, dann via Annäherungssensor auf Setup gehen und dort die Option Fahrassistenz anwählen

Kraftstoffverbrauch
Dank des Start & Stopp-Systems ist der Octavia RS sparsam in der Stadt unterwegs. Ansonsten ähneln sich die Werte zum Golf 7 GTD. Kein Wunder, da beide Fahrzeuge mit einem 2.0 Turbo-Diesel mit 184 PS unterwegs sind. Wir haben es locker geschafft, den RS auf der Landstraße mit um die 5 Liter zu bewegen. Auch auf der Autobahn sind 4,9 Liter bei einem Schnitt von 106 km/h ein exzellenter Wert. 

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100]
Autoplenum- Vergleichsrunde      
Super- spar      
Landstraße sparsam      
Landstraße normal      
BAB sparsam      
BAB normal      
BAB schnell      
BAB Landstarße      

Testverbrauch nach 1863 km:    6,2 l/100km

Fazit
Der Škoda Octavia RS hat das Kunststück vollbracht, er kann sparsam, wenn man ihn lässt. Er kann schnell. Mit 184 PS sind wir in der Liga der Sport-Diesel unterwegs. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft der RS in 8,1 Sekunden. Sein Platzangebot ist ok. Der Octavia ist ein vollwertiger 5-Sitzer der Spaß macht. Die Mischung aus Kombi und Sportler ist gelungen.

Fotos © 2014 Redaktionsbüro Kebschull

 

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