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Testbericht

15. November 2015

Spanisches Urlaubsfeeling transportiert vor allem ein Auto: der Seat Ibiza. Der Spanier ist vor allem bei Frauen beliebt, neben den Ibiza-Fahrerinnen setzen aber auch die Fahrer unserer Community große Stücke auf ihn. Wir klären, ob sich eure Erfahrungen auch bei der aktuellen Generation mit dem neuen Dreizylinder bestätigen.

Für alle, die lieber zuhören als lesen, haben wir das Fazit wie immer in einem kurzen Video zusammengefasst. Die ausführliche Beschreibung folgt weiter unten.



Wie hoch sind die Kosten?
Seat legt Wert auf Auswahl, deswegen gibt es den Ibiza in drei Varianten. Fällt die Entscheidung auf den Dreitürer (Ibiza SC), wird der Geldbeutel mindestens um 11.990 Euro* leichter. Sowohl der geräumigere Kombi Ibiza ST, den Seat in der Einstiegsvariante aktuell für 13.490 Euro* abgibt, als auch der klassische Ibiza (ab 12.690 Euro*) kommen mit fünf Türen daher.

Für alle drei Modelle stehen die Ausstattungspakete Ibiza, Reference, Design, Connect und FR zur Wahl, die sich in Stil, Ausstattung und den verfügbaren Motoren unterscheiden. Bei den Motorisierungen lässt Seat ebenfalls wenig Platz für offene Wünsche. Den Kleinwagen gibt es vom 75 PS-Benziner mit Fünfgang-Schaltgetriebe bis hin zum Dieselmotor mit Siebengang-Automatik und 150 PS.

Wir fuhren den Seat Ibiza mit 110 PS starkem Turbo-Benziner in der Ausstattungsvariante FR, welche besonders die sportlichen Akzente betont. Sprich: Cupra-Feeling ohne Cupra-Motor. Was einem direkt auffällt: Das sportliche Design des Ex- und Interieurs sowie die grau/rote Farbkombination stehen dem Spanier sehr gut. Mit allen Extras wie unter anderem Einparkhilfe rundum, Müdigkeitserkennung und Navigationssystem müsste man für unseren Testwagen am Ende 22.590 Euro* investieren.

Besonderheit
Der Trend zum Dreizylinder hält bei Seat auch in der aktuellen Ibiza-Generation Einzug. Die 110 PS stammen nur noch aus drei Brennräumen und einem extrem kleinen Hubraum von 999 ccm. Möglich macht das ein Turbo. Dazu passt der geringe CO2-Ausstoß von lediglich 99 g/km. Das Resultat: Viel Leistung für wenig Steuer. 28 Euro pro Jahr verkraftet jede Portokasse.

Wie ist der Fahreindruck?
Laut eurer Meinung war bereits die Vorgänger-Generation mit dem 85 PS Benziner überraschend sportlich – entsprechend gespannt waren wir auf die 110 PS des aktuellen Seat Ibiza. Obwohl er optisch etwas anderes verspricht waren die aber eher überraschend unsportlich. Erst ab 3.500 Umdrehungen kommt Leben in die Bude. Für diesel-affine Frühschalter ist der Motor nicht zu empfehlen. Das Ganze erinnert vom Fahrgefühl her eher an ein Rallye-Auto alter Schule, das so klingt, als wäre es schon lange nicht mehr gewartet worden.

Der Schalthebel wird also schnell zum besten Freund des Fahrers, was aber nicht weiter tragisch ist, da das Sechsganggetriebe sich knackig und gut durchschalten lässt und über jeden Zweifel erhaben ist. Zudem ist es noch sehr lange übersetzt, was auch bei hohen Geschwindigkeiten die Lautstärke und den Verbrauch nicht ausufern lässt. Seat gibt die Höchstgeschwindigkeit zwar mit stolzen 197 km/h an, ab 180 wurde es im Test aber ziemlich zäh. Am wohlsten fühlt sich der Wagen bei  150 km/h.

Größere Fahrbahnunebenheiten sollten dann aber nicht auftreten, denn die reicht unser Ibiza beinahe ungefiltert in den Innenraum durch. Bereits in der Grundeinstellung ist das im FR-Paket enthaltene Sportfahrwerk eher hart und lässt sich zusätzlich per Sport-Taste noch auf sehr hart nachjustieren. Empfindliche Mägen sollten darauf verzichten.

Ohne einen Schongang einzulegen, haben wir schlussendlich etwa sechs Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Seat gibt einen kombinierten Verbrauch von 4,3 Liter an, was sich mit dem lang übersetzten Getriebe nicht unrealistisch anhört – wenn man seinen rechten Fuß im Zaum hält.

Euch ist dabei aufgefallen, dass die Tankanzeige spontan abfällt. Das können wir nicht bestätigen. Statt einem Zeiger misst der aktuelle Ibiza den Füllstand jedoch mit digitalen Balken, die recht grob strukturiert sind. Passt man nicht auf, erweckt das den Eindruck, dass auf einmal recht viel Benzin aus dem Tank verschwunden ist.

Wie ist das Platzangebot?
Der Seat Ibiza ist ein Kleinwagen und auch Zwerge können manchmal sehr viel verdrücken. Laut eurer Meinung gilt das aber nicht für den klassischen Seat Ibiza. Der können wir uns nur teilweise anschließen. Der Größe des Kofferraums bewegt sich mit 292 Litern auf klassenüblichem Level. Beim Umklappen der Rückbank, die geteilt werden kann, wird zwar das Volumen auf 938 Liter erweitert, jedoch entsteht keine ebene Ladefläche.

Ein Beispiel für wenig Raum ist das Handschuhfach, worin gerade so die Handbücher Platz finden. Zusätzlich steckt hier auch der CD-Spieler, der mit einer Klappe versehen wurde, sodass das Fach erst leer geräumt werden muss, um eine CD zu wechseln. Dafür fand Seat an dieser Stelle noch Platz für zwei SD-Karten-Slots.

Für durchschnittliche Körpermaße reicht der Platz im Innenraum aus. 2,00 Meter große Autotester transportieren auf dem Sitzplatz dahinter jedoch besser eine Reisetasche und keinen Mitfahrer. Die im FR-Paket enthaltenen Sportsitze bietet zwar viel Seitenhalt, sind aber schmal geschnitten.

Wie ist das Gefühl?
In einem Punkt sind wir uns mit unseren Nutzern einig: Seat baut ein schönes Auto. Auch die zahlreichen optionalen Details wie die rot lackierten Schalen der Außenspiegel wirken nicht aufgesetzt, sondern geben dem Ibiza einen markanten Touch.

Im Innenraum wurde von euch vor allem die günstige Ausstattung und das viele Plastik kritisiert. Das führen wir auf die jeweilige Ausstattungsvariante zurück. Bei der hochwertigen (und hochpreisigen) FR-Ausstattung unseres Testwagens gibt es keinen Anlass zur Kritik. Nichts klappert, alles fühlt sich hochwertig an und die Anzahl der Drehknöpfe, Schalter und Hebel ist nicht überfordernd. Auch die Bedienung des Navigationssystems ist intuitiv.

Ein Detail, das Euch aufgefallen ist, bestätigt sich allerdings: Die Kofferraumklappe hat tatsächlich eine „faule Feder“ und benötigt einen Schubs auf der Hälfte, bis sie den Kofferraum des Seat Ibiza gänzlich offenbart.

Fazit

Der aktuelle Seat Ibiza ist ein Kleinwagen für den Alltag und so etwas wie der sportlichere Konzern-Bruder von Polo und Fabia. Unsere Ausstattungsvariante „FR“ muss jedoch nicht sein, denn die Sportsitze und das -fahrwerk machen ihn härter, als er eigentlich sein müsste und das Design ist auch ohne bunte Akzente bereits athletisch genug. Der starke Dreizylinder punktet vor allem mit Vorteilen bei den Steuer sowie auseichend Leistung für lange Strecken und hohe Geschwindigkeiten, kassiert aber beim schaltfaulen Fahren in der Stadt Minuspunkte. Wer bevorzugt in der Stadt unterwegs ist, dem reichen auch die 90 PS des bewährten 1.2 TSI.

Technische Daten Seat Ibiza 1.0 EcoTSI Start&Stop 81 kW (110 PS) FR

Preis  
Testwagenpreis 22.590 Euro*
Kfz-Steuer 28 Euro** 
Vers.Klasse KH/VK/TK: 16 / 18 / 20

 

Motor  
Leistung 110 PS
Max. Drehmoment 200 Nm
0 - 100 km/h 9,2 s
Höchstgeschwindigkeit 197 km/h
Verbrauch (Werksangabe) 4,3 Liter
Testverbrauch 6 Liter
CO2 (Werksangabe) 99 g/km; Eff.Kl. B; EURO 6

 

Maße & Gewichte  
Länge / Breite / Höhe  4082 / 1693 / 1441 mm
Radstand 2469 mm
Leergewicht 1109 kg
Max. Zuladung 562 kg – 580 kg
Anhängelast (gebr. / 8%) 1.000 kg
Kofferraumvolumen 292 l / 938 l
Tankinhalt 45 l
* Stand 16. November 2015

** Erstzulassung nach 01.01.2014; Stand 16.11.2015, Quelle: Bundesfinanzministerium.de

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Testwertung
3.5 von 5
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