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Testbericht

Jürgen Wolff, 25. Januar 2008
Sage keiner, es gäbe keine Abenteuer mehr. Ein Trip mit dem gasbetriebenen Subaru Legacy ist eines - wenn auch ein kleines. Denn Gas-Tankstellen sind immer noch nicht flächendeckend. Gut, dass er auch mit Benzin fährt.

Wer südlich von Stuttgart nach einer Tankstelle mit Flüssiggas sucht, muss über die Dörfer. In Ammerbuch-Altingen gibt es eine Freie Tankstelle mit Gas-Zapfsäule. Gleich neben einem Supermarkt und hinter dem beschrankten Bahnübergang. Der Tankwart braucht ein paar Anläufe, bis der Kassencomputer den Zähler auf Null zurückstellt: "Wir haben sie erst seit einer Woche, ich kenne mich da noch nicht so aus mit." Noch hat er seinen Spaß daran, dass es kräftig zischt und kracht, wenn man nach dem Tanken den Stutzen wieder löst. Markentankstellen mit Gasanschluss? In Tübingen, immerhin Universitätsstadt mit grünem Oberbürgermeister, noch Fehlanzeige.

Und so wird die Fahrt zur AMI nach Leipzig zum generalstabsmäßig geplanten Ausflug. Die nächste Tankstelle liegt keinen Kilometer vom Büro entfernt - leider ohne Gas. Die früheste Tankstelle direkt an der Strecke? Laut Internet in Aurach. Hinter Heilbronn. Das sind fast 200 Kilometer. Also zum ersten Mal im Leben via Ammerbuch zur Autobahn. Nicht gerade der schnellste Weg. Aus dem Plan, nur mit Gasantrieb nach Sachsen zu kommen, wird nichts. Selbst frisch gefüllt fasst der Tank in der Reserveradmulde des Subaru nur gut 37 Liter. Das reicht bis in die Gegend von Nürnberg. Dann würde die große Sucherei losgehen. Und wer findet schon ohne Navi die nächste Gastankstelle auf unbekanntem Terrain? Wer mit Gas fährt, muss vorausschauend fahren. Und in kleineren Etappen denken. Oder dann doch auf Benzin umschalten, wenn der Gastank leer ist. Das zumindest ist ganz einfach: Der Druck auf einen ziemlich provisorisch wirkenden Knopf unter der linken Lüftungsöffnung reicht. Auch bei voller Fahrt. Und da im Subaru noch die ganz normale Benzinanlage steckt, reichen die 64 Liter Super im Tank locker bis nach Leipzig.

Einfach tanken und los - das geht nach wie vor nur im gemischten Betrieb. Nur mit Gas kostet Zeit - wegen der häufigeren Tankstops, des Suchens und der nötigen Umwege. Entsprechend schrumpft in der Realität der Einspareffekt durch das billigere Flüssiggas schnell um die Hälfte. 67 Cent pro Liter - davon können selbst Dieselfahrer nur träumen. Gaspiloten leider auch. Denn die auf langen Touren immer wieder nötigen Benzinetappen relativieren diesen Preis doch spürbar. Die Umrüstung von Neufahrzeugen selbst ist bis zum 30. Juni 2007 ohne Aufpreis - dann allerdings sind dafür 2900 Euro fällig. Ansonsten ist der Subaru Legacy auch als Kombi zumindest optisch ein Allerweltsauto. Nirgendwo ein designerisches Schmankerl, das ein Herz heftiger pochenden lassen würde. Vom Kühlergrill bis zu den Heckleuchten betonte Unauffälligkeit. Etwas rundlich, lang gestreckt, mit modern geschwungenen Scheinwerfern und ordentlichen Felgen - geht alles in Ordnung. Aber reißt auch nicht vom Hocker. Sein praktischer Nutzen ist dafür um so größer. Der Laderaum fasst mindestens 459 Liter. Wer mehr braucht, wird sich über die 1649 Liter Stauraum freuen, die sich durch das Umklappen der Rückbank schaffen lassen. Und über den auch dann noch ebenen Ladeboden. Mehr als eine halbe Tonne Zuladung sind erlaubt - auch das ist stattlich.

Auch das Innere zeigt sich schlicht, funktional und einfach zu bedienen. Die Materialien wirken wertig und haben eine angenehmen Haptik. Hebel, Pedale, Anzeigeinstrumente und Knöpfe sind übersichtlich und gut erreichbar. Das Momo-Lenkrad ist in der Höhe justierbar, die gut geformten Sitze weit genug nach hinten verstellbar, um auch größeren Passagieren Platz zu bieten. Hinten sollten man aber höchstens zu zweit sitzen - sonst wird es schnell eng. Ein Manko hängt mit dem Gasantrieb zusammen: Vor allem bei Ampelstopps machte sich in unserem Testwagen schnell Gasgeruch breit. Sicher: Auch reine Benziner sind nicht gerade geruchsneutral - aber beim Geruch von Gas in der Nase hat man doch ein eher mulmiges Gefühl. Pluspunkte sammelt der Subaru - natürlich - bei Antrieb und Fahrverhalten. Denn der Legacy hat serienmäßig Allradantrieb - das gehört zum Markenimage. Und sorgt auch bei leicht schlüpfriger Fahrbahn für ausgezeichnete Traktion.

Aber nicht nur der Allradantrieb garantiert souveränen Geradeauslauf und präzise Kurvenfahrten. Großen Anteil am problemlosen Fahrverhalten haben ebenso der tief liegende Antriebsstrang und der flach bauende Boxermotor - sie sorgen für einen günstigen, tiefen Schwerpunkt. Der Hang zum leichten Untersteuern sorgt dafür, dass auch weniger geübte Fahrer in der Kurve kaum Probleme bekommen sollten.

Vor allzu forscher Gangart sei dennoch gewarnt: Ein helfendes ESP sucht man selbst in der kurzen Aufpreisliste vergeblich. Die Lenkung beim Legacy ist zwar leichtgängig, aber doch sehr direkt und präzise. Und der gute Kontakt zur Fahrbahn ist ein weiterer Pluspunkt. Das ausgewogene und sportlich straffe Fahrwerk schluckt Unebenheiten souverän weg und sorgt dafür, dass er ruhig auf der Straße liegt und wenig Hang zu Seitenneigung hat.

Mit dem vibrationsarmen Zwei-Liter-Boxer erweist sich der Legacy mit seinen 1,4 Tonnen als nur mäßig motorisiert. Die Leistung von 121 kW/165 PS aus 1994 cm³ reichen zwar nominell für ein Drehmoment von 187 Nm, die bei 3200 Nm anliegen. Doch außerhalb des Stadtverkehrs erweisen sich die realen Fahrwerte dann doch als eher bescheiden. Nur, wer den Motor gut ausdreht, kommt halbwegs durchaus zügig voran. Den Spurt auf 100 km/h schafft der handgeschaltete Kombi zwar in 9,8 Sekunden und bei 204 km/h ist offiziell Schluss. Die betagte 4-Stufen-Automatik dagegen braucht 11,8 Sekunden und will ab 193 km/h nicht mehr. Auf den Automaten kann man also getrost verzichten.

Der Grundpreis für den 2.0R Kombi liegt bei 27.290 Euro. Damit ist der Subaru Legacy deutlich preiswerter als entsprechende Modelle von Audi, BMW, Mercedes oder VW. Allerdings dürfte auch der Wiederverkaufspreis später nicht mit den Premiummarken mithalten können. Mitnehmen sollte man in jedem Fall die Umrüstung auf Flüssiggas - zumindest, solange sie noch kostenlos ist. Dann ist der Unterhalt sehr günstig - und der Abenteuerfaktor garantiert.
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Quelle: press-inform, 2008-01-25

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