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Testbericht

Jürgen Wolff, 12. September 2008
Nein. Bei allen Retuschen: Ein italienischer GTI ist der Fiat Stilo auch in der "Edition Michael Schumacher" nicht geworden. Wohl aber ein Stilo, wie man ihn sich schon früher gewünscht hätte: rot und flott.

Warum nicht schon früher so? Von außen sah der Fiat Stilo ja schon immer durchaus sportlich aus: kantig, bullig, aggressive Front, scharf geschnittenes, massiges Heck. Aber wenn man sich dann reinsetzte, verflog der Zauber schnell. Die Sitze ungewohnt hoch, ein Gefühl wie im Sessel, die Karosserie wankte sich durch alle Kurven, die Lenkung eher gefühllos, die Motoren gut - aber nicht unbedingt hinreißend.

Im Grunde genommen ist das beim ferrariroten Stilo aus der Edition Schumacher auch nicht anders. Denn im Gegensatz zum VW GTI, der als eigenständige Golf-Version vom Band läuft, ist der Schumi-Stilo eigentlich "nur" ein Stilo mit sportlichem Ausstattungspaket. Aber keineswegs ein Schummel-Stilo. Denn in dem roten Renner aus Italien fühlt man sich auf einmal ganz anders.

In der Optik gab es noch einmal eins drauf. Nicht nur das satte Rot mit dem schönen Namen "Rosso Corsa" sorgt für ein Kribbeln unter der Haut. Front und Heck wirken dank der wuchtigen, in der Wagenfarbe lackierten Spoiler aus dem Hause Zender noch aggressiver, noch sportlicher. Unglaublich, was da auf einmal auf der Autobahn passiert: Ein Stilo mit Überholimage. Dazu kommen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit gewöhnungsbedürftigem Speichen-Design, Seitenschweller und Dachspoiler.

Der laufruhige 1,9-Liter-Multijet-Diesel bringt eine Leistung von 103 km/140 PS. Das ist nicht unbedingt Formel 1-tauglich - vor allem im unteren Drehzahlbereich. Zusammen mit dem strammen Drehmoment von 305 Nm reicht es aber im Alltag für durchaus ordentliche Fahrwerte: Von 0 auf 100 km/h in 9,7 Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 203 km/h. Wer mehr will, bekommt den Schumacher-Stilo auch mit 2,4-Liter-Benzinmotor. Aus dessen fünf Zylindern kommen 170 PS, der Spurt dauert 8,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 215 km/h. All das kommt nicht an den Wolfsburger GTI und erst recht nicht an den R32 heran - aber es ist immerhin ein tauglicher Versuch, der zudem durchaus Fahrspaß macht. Alle anderen Gölfe liegen ohnehin unter den Stilo-Werten.

Innen legt der Stilo in der Schumacher-Edition ebenfalls noch einmal drauf. Zur Serienausstattung kommen unter anderem Klimaautomatik, HiFi-System, MP3-Player, Bedienelemente am Lenkrad, Chromleisten, Sportpedale im Alu-Look, Lederlenkrad, Schaltknauf in Leder - und eine Plakette mit Seriennummer am Armaturenbrett. Das Material macht einen hochwertigen Eindruck, die Verarbeitung ebenso. Die Sitze im Schumi-Stilo sind zwar immer noch ungewohnt hoch für einen Sportler - aber sie sind straff gefedert und bieten ordentlichen Seitenhalt.

Das Fahrwerk kommt stramm, die Federung immer noch komfortabel. Die Lenkung allerdings ist immer noch zu gefühllos und der Frontantrieb zerrt beim Beschleunigen ungebührlich heftig an ihr. Immerhin ist der "Stilo da Schumi" sicher eines der wenigen Sportwägelchen mit einparkfreundlicher Citylenkung auf Knopfdruck.

Ansonsten ist der Stilo ein Stilo - mit allem Plus und Minus des Serienmodells: Ein ordentliches Platzangebot innen, gut durchdachte, reichlich vorhandene Ablagen, weit öffnende Türen. Negativ die schwache Heizung und der wellige Filzbelag im Laderaum. Dessen Volumen wird zudem noch durch den wuchtigen Subwoofer eingeengt. Der Verbrauch ist moderat: Unser Testverbrauch lag bei durchschnittlich 7,3 Litern auf 100 km/h - und nicht nur moderater Fahrweise. Mit geholfen hat da sicher auch die 6-Gang-Handschaltung, die vor allem im oberen Gang auf Sparen ausgelegt ist.

Bleibt noch der Preis. Der Stilo "Edition Schumacher" kostet mit dem Diesel 22.100 Euro, also vertretbare 2000 Euro über dem Basismodell mit gleichem Motor. Der 2.4-Benziner ist schon für 21.800 Euro zu haben. So lange die rote Farbe reicht.
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Quelle: press-inform, 2008-09-12

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