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Testbericht

30. November 2005
Wartenberg, 30. November 2005 – Mit über 7.000 verkauften Exemplaren im ersten Dreivierteljahr 2005 gehört der Peugeot 307 CC zu den beliebtesten Cabrios auf dem deutschen Markt. Nun bekommt das Coupé-Cabrio der unteren Mittelklasse ein Facelift: Wie die Limousine hat das Auto jetzt einen großen Lufteinlass, wie er auch vom 407 und 1007 bekannt ist. Außerdem erhält der 307 CC erstmals einen Diesel. Wir haben diese Version für Sie getestet. Cabrio mit Diesel – warum auch nicht? Das Coupé-Cabrio gab es bisher mit drei verschiedenen Benzinern: mit dem 109 PS starken 1,6-Liter und den beiden Zweiliter-Benzinern mit 140 und 177 PS. Dass nun auch ein Diesel angeboten wird, ist inzwischen schon fast eine Selbstverständlichkeit: Fast alle viersitzigen Autos mit Faltdach gibt es zumindest in einer Dieselversion. Und es spricht auch nichts dagegen. Moderne Diesel riechen nicht mehr wie alte Lkws. Und der Motorsound ist ebenfalls lang nicht mehr so nagelig wie früher einmal. Mit Zweilitermaschine in 10,3 Sekunden auf 100 Während den kleinen Bruder 206 CC ein 1,6-Liter-HDi mit 109 PS antreibt, ist es beim 307 CC gleich der große Zweiliter mit 136 PS, der aus der Limousine bekannt ist. Damit spurtet der offene Franzose in schon fast sportlichen 10,3 Sekunden auf Tempo 100. Die beim 307 CC angebotenen Benziner sind kaum schneller: Der 140-PS-Benziner braucht ebenfalls 10,3 Sekunden, und nicht mal das 177-PS-Modell ist mit 9,5 Sekunden wirklich überlegen. Beim Drehmoment schlägt der Diesel die Benziner sowieso um Längen – und auf das kommt es in der Cabrio-Fahrpraxis an, wenn man nicht gerade auf Kavalierstarts Wert legt.

Flott in Schwung gebracht Die erfreulichen Zahlen bei Leistung und Drehmoment fühlt man auch in der Praxis: Der Diesel bringt das Auto flott in Schwung. Dabei bleibt der Verbrauch mit 6,0 Litern auf 100 Kilometer im Rahmen. Gut mit unserem Testwagen vergleichen lässt sich das Renault Mégane Coupé-Cabriolet, das mit einem 130-PS-Diesel angeboten wird. Damit sprintet der Klappdach-Renault in 9,6 Sekunden auf Tempo 100, ist also noch eine Spur schneller. Auch beim Verbrauch ist der Mégane überlegen, wenn auch nur um 0,2 Liter. In puncto Umweltfreundlichkeit liegen beide Autos gleichauf: Beide verfügen über einen Partikelfilter und erfüllen die Euro-4-Abgasnorm. Komfortabel ausgelegtes Fahrwerk Das Fahrwerk des 307 CC ist deutlich komfortabler ausgelegt als etwa beim kleinen Bruder. So fährt er sich auch nicht so unruhig wie der 206 CC HDi FAP 110. Die Kehrseite der Medaille ist: Das größere Coupé-Cabrio fühlt sich auch nicht so sportlich und roadsterartig an wie das kleine – dafür wirkt es erwachsener. Exzellente Sitze In der Dieselvariante ist ein Sechsgang-Getriebe Serie, das keinen Anlass zu Beanstandungen gibt – es lässt sich problemlos schalten. Der Alu-Schaltknauf allerdings, der in allen Versionen zum Standard gehört, ist im Winter unangenehm: Wer keine Garage hat, sollte an Handschuhe denken. Die Vordersitze des 307 CC sind exzellent – sie bieten hervorragenden Seitenhalt, ohne einzuengen.

Eingeschränkter Sitzkomfort hinten Und im Fond? Der 307 CC ist ein Viersitzer, und zwar ein echter. Theoretisch zählt der 206 CC ebenfalls zu dieser Gattung, aber in der Praxis haben selbst Kinder nur dann Raum, wenn die vorn Sitzenden sich platzmäßig einschränken. Beim größeren 307 CC ist der Sitzkomfort im Fond zwar auch nicht üppig – in einem durchschnittlichen Kleinwagen sitzt man besser. Doch finden Erwachsene genug Platz für ihre Knie, ohne sich allzu stark verbiegen zu müssen. Ist das Verdeck geschlossen, stößt der Kopf eines mittelgroßen Fondinsassen allerdings ans Heckfenster. Großer Kofferraum Der Kofferraum fasst 204 bis 350 Liter – gute Werte für ein Cabrio. Wie üblich bei Frischluftautos bezieht sich der erste Wert auf das geöffnete Dach, der zweite auf den geschlossenen Zustand. Zwei Handgepäck-Trolleys passen in jedem Fall hinein. Zum Vergleich: Das Renault Mégane Coupé-Cabrio kann 190 bis 490 Liter einladen, ist also bei geschlossenem Dach etwas besser. Aber 350 Liter sind so viel, wie in einen VW Golf passen, wenn man die Fondlehne nicht umlegt. Alltagstauglich ist der 307 CC also. Das Metalldach lässt auch an der Wintertauglichkeit keinen Zweifel. Nur zu viert in den Sommerurlaub fahren wird man wohl kaum mit dem CC. Für Familien kann das Cabrio also wohl nur ein Zweitauto sein. Ab 23.300 Euro Den 307 CC gibt es ab 23.500 Euro. Das für diesen Preis erhältliche Einstiegsmodell hat einen 109-PS-Benziner und die Ausstattung Filou. Den von uns gefahrenen HDi gibt es erst ab der Ausstattung Tendance. So beginnen die Preise hier bei 27.400 Euro; die Topversion Sport kostet 29.900 Euro. Doch schon die Tendance-Ausstattung ist vollständig ausgestattet. Zur Serienausrüstung gehören vier Airbags, ABS und ESP. Darüber hinaus sind ein CD-Radio, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber rundum und eine Zweizonen-Klimaautomatik an Bord. Außerdem rollt der 307 CC Hdi FAP 135 auf 16-Zoll-Alufelgen. Zum Vergleich: Das Renault Mégane Coupé-Cabriolet ist mit einem Einstiegspreis von 22.100 Euro etwas günstiger. Dabei bekommt man einen vergleichbaren Motor, aber etwas weniger Ausstattung. Der Peugeot-Preis geht also in Ordnung. (sl)
Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Schaltung
Motor Bauart:Reihen-Dieselmotor mit Pumpe-Düse-Einspritzung
Hubraum:1.997
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:100 kW (136 PS) bei UPM
Drehmoment:320 Nm bei 2.000 UPM
Preis
Neupreis: 27.400 € (Stand: November 2005)
Fazit
Das moderate Selbstzündergeräusch stört uns auch bei einem offenen Auto nicht. Mit dem komfortabel ausgelegten 307 CC ist man außerdem mindestens ebenso schnell wie mit einem Benziner unterwegs. Das Fahrwerk wirkt zwar nicht so sportlich wie beim 206 CC HDi, dafür aber deutlich bequemer. Auch Platz ist im 307 CC genug: Im Fond sitzen selbst Erwachsene noch akzeptabel, und der Kofferraum ist bei geschlossenem Dach so groß wie bei einer Limousine der unteren Mittelklasse. Alles in allem ist der 307 CC mit dem Zweiliter-Diesel eine flotte Möglichkeit, ein alltagstaugliches Cabrio zu fahren. (sl)

Quelle: auto-news, 2005-11-30

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