Testbericht

13. Oktober 2015

Nicht nur auf autoplenum.de ist der Nissan Qashqai eines der beliebtesten Modelle überhaupt. Das ab dem Jahre 2007 produzierte SUV verkaufte sich in Europa rund 1,5 Millionen mal. Grund genug für uns, die aktuelle Generation, die seit 2014 in Deutschland angeboten wird, auf Herz und Nieren zu prüfen. Wir waren zwei Wochen mit dem aktuellen Nissan Qashqai mit 1,5 Liter Diesel und 110 PS unterwegs.

Für alle, die lieber zuhören als lesen, haben wir das Fazit in einem kurzen Video zusammengefasst. Die ausführliche Beschreibung gibt es weiter unten.



Design

Die erste Generation des Nissan Qashqai war ein voller Erfolg und auch bei euch kam das Design sehr gut an. Die aktuelle Generation hat also ein schweres Erbe anzutreten – und dessen war sich Nissan bei der Entwicklung augenscheinlich bewusst. In den Abmessungen ist der Neue breiter, länger aber flacher. Besonders auffällig ist die neu gestaltete Frontpartie, die mit den vielen kantigen Elementen im Blech sowie den schnittigen Leuchten recht aggressiv daher kommt. Auch das Heck des Japaners wurde moderner gestaltet. Die Schürzen sowie die Seitenschweller und Radläufe setzen sich farblich vom Lack ab. Das Ergebnis: Die aktuelle Generation wirkt wesentlich dynamischer als der Vorgänger.

Getreu dem Motto: mehr braucht es nicht hatte unser Testwagen das zweitgünstigste Interieurdesign Acenta. Dennoch gab es am Interieur nicht viel zu meckern.

Interieur
Getreu dem Motto "mehr braucht es nicht" hatte unser Testwagen das zweitgünstigste Interieurdesign Acenta. Dennoch gab es am Interieur nicht viel zu meckern. Das Raumgefühl im Qashqai ist angenehm groß, selbst im Fond hat man trotz der sportlichen Silhouette ausreichend Kopffreiheit. Im Prinzip trifft Redakteur Michael Abele mit den Worten „alles drin, alles dran“ den Nagel auf den Kopf. Im Qashqai findet man eine Möglichkeit der Smartphone-Anbindung, es gibt ein Navigationssystem sowie eine orangene Ambiente-Beleuchtung in der Mittelkonsole. Das alles ist unkompliziert und angenehm in der Handhabung. Bei der Haptik gibt es einen kleinen Minuspunkt für das Japan-SUV, weil nur die Stellen, die man häufiger berührt mit hochwertigeren Materialien versehen sind. So ist beispielsweise das Lenkrad beledert, die Türinnenseiten partiell mit Stoff verkleidet und das Armaturenbrett mit aufgeschäumten Plastik bezogen. Im Rest des Innenraums ist dann das gute alte Hartplastik wieder vorherrschend. Insgesamt wirkt das Cockpit auf den ersten Blick hochwertiger, als es eigentlich ist. Die Technik überzeugt jedoch – und Funktionalität ist das, was am Ende des Tages mehr zählt.

Unter der Haube des Nissan Qashqai arbeitete der kleinere der beiden Dieselmotoren mit 1,5 Litern Hubraum und einer Leistung von 110 PS.

Motor
Unter der Haube des Nissan Qashqai arbeitete der kleinere der beiden Dieselmotoren mit 1,5 Litern Hubraum und einer Leistung von 110 PS. Für unsere Testfahrten in München und Umgebung war diese Motorisierung vollkommen ausreichend. Mit dem Vorderradantrieb gab es zu keiner Zeit das Gefühl, der Qashqai sei untermotorisiert. Dieser Eindruck bestätigt sich durch die Sechsgang-Handschaltung, die weich und angenehm zu schalten ist. Die von Nissan angegebene Verbrauchsmenge von 3,8 Litern auf 100 Kilometer ist maximal auf einem Rollenprüfstand oder im Labor zu erreichen. Während unserer Tests kam der Qashqai auf einen Durchschnittsverbrauch von rund sechs Litern, was aber immer noch im akzeptablen Rahmen für ein SUV von dieser Größe ist.

Im Qashqai findet man eine Möglichkeit der Smartphone-Anbindung, es gibt ein Navigationssystem sowie eine orangene Ambiente-Beleuchtung in der Mittelkonsole.

Besonderheiten
Mit dem modularen Verstausystem Flexi-Board bietet der Nissan Qashqai die Möglichkeit den Kofferraum für jegliche Transporte zu wappnen. Sind die Flexi-Boards eingelegt, ergibt sich mit den umgelegten Sitzen beinahe eine komplett ebene Ladefläche. Beim Einkaufen ist das äußerst praktisch: Trotz der SUV-typisch hohen Ladekante, kann man Wasser- oder Bierkästen – je nach Gelegenheit – einfach hineinschieben.

Darüber hinaus gibt es Radio, CD sowie USB- und Bluetooth- Schnittstellen bereits ab der günstigsten Modellausführung serienmäßig. In der Ausstattungsvariante unseres Testfahrzeugs sind jede Menge Assistenzsysteme für den Fahrer mit inbegriffen. Dazu gehören neben einem autonomen Notbrems-Assistenten auch ein Fernlicht-Assistent, ein Spurhalte-Assistent sowie eine Verkehrszeichenerkennung.

Mit der aktuellen Generation des Nissan Qashqai haben die Japaner ihren Verkaufsschlager nochmals übertroffen. Die aktuelle Generation weiß mit niedrigem Preis und viel Platz zu überzeugen.

Fazit
Mit der aktuellen Generation des Nissan Qashqai haben die Japaner ihren Verkaufsschlager nochmals übertroffen. Die aktuelle Generation weiß mit niedrigem Preis und viel Platz zu überzeugen. Dazu kommen die einfache Handhabung, ein spritziger Motor und die diversen Assistenzsysteme. Der neue Nissan Qashqai ist aber nicht nur wesentlich günstiger als der Segmentführer VW Tiguan, sondern sieht auch besser und aufregender aus. Selbst wenn der Qashqai im Innenraum weniger detailorientiert und hochwertig verarbeitet ist als der Konkurrent aus Wolfsburg, kann man mit ihm eigentlich nichts falsch machen. Eben getreu dem Motto: mehr braucht es nicht.



Pro: schickes und aufregendes Design, günstiger Preis, leicht bedienbare Technik, viel Platz im Innenraum.


Contra: meist niedrige Verarbeitungs- und Materialqualität, keine gute Sicht nach hinten.

Technische Daten Nissan Qashqai „Acenta“

Maße und Gewichte

Länge/ Breite/ Höhe 4377 mm/ 1806 mm/ 1590 mm
Radstand 2646 mm
Wendekreis 10,72 m
Leergewicht 1385 kg
Zuladung 525 kg
Anhängelast (gebr./12%) 1350 kg
Kofferraumvolumen 430 – 1585 l
Tankinhalt 55 l

 

Qashqai 1,5 dCi: Leistung: 81 kW/ 110 PS, max. Drehmoment 260 Nm bei 1750 – 2500/min. 0-100 km/h in 11,9 s, Spitze 182 km/h;
Verbrauch 3,8 l Diesel/100 km, CO2-Ausstoß aus Kraftstoff (Werksangabe) 99 g/km; Ausstattungsvariante „Acenta“ ab € 25.490,- .
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Testwertung
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