Testbericht

Stefan Grundhoff, 29. Januar 2009
Turbo? Vielen Sportfahrern braucht man mit einem zwangsbeatmeten Porsche 911 Turbo gar nicht erst kommen. Gerade Rennstreckenfans haben ihr Herz seit Jahren an den GT3 verloren. Jetzt gibt es einen neuen.

Zuletzt hatte Porsche mit Diesel und Hybrid beim Cayenne und mit sparsameren Motoren und dem effizienten Doppelkupplungsgetriebe PDK für die 911er auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt wird es wieder etwas wilder: Seine Weltpremiere feiert der neue Porsche 911 GT3 auf dem Genfer Automobilsalon Anfang März in Genf. Verkaufsstart ist im Mai.

Unverändert ist der GT3 ein Sauger, der bissig brüllt und hohe Drehzahlen fast so sehr liebt wie einen professionellen Piloten. Denn eines ist geblieben: Ein GT3 ist nichts für Weichspüler. Auch wenn die Leistungsdaten mit 320 kW/435 PS deutlich hinter denen des Turbo zurückstehen, gehört der GT3 zu den schnellsten 911ern, die man bewegen kann. Im Gegensatz zu seinem auchg schon alles andere als schwächlichen Vorgänger gab es für den Neuen ein Leistungsplus von 20 PS und 200 Kubikzentimeter mehr Hubraum. Erstmals sind nicht nur die Einlass- sondern auch die Auslassnockenwellen nach dem VarioCam-System variabel verstellbar. Das Zuhause des 911 GT3 ist die Rennstrecke. Den Spurt von 0 auf 100 km/h erledigt der Hecktriebler in 4,1 Sekunden, Tempo 160 erreicht er aus dem Stand in 8,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 312 km/h.

Eindrucksvoller als die Verbesserungen bei den Fahrleistungen sollen sich Alltagsnutzen und insbesondere die Fahrdynamik bemerkbar machen. Erstmals verfügt der Power-Porsche daher über eine besonders sportlich abgestimmte Variante des Porsche Stability Managements PSM/ESP. Dabei lassen sich stufenweise die Querdynamikregelung Stability Control und die Traction Control abschalten. Um dem Fahrer die uneingeschränkte individuelle Kontrolle über die Fahrdynamik des GT3 zu garantieren, werden die Funktionen selbst in extremen Fahrsituationen nicht automatisch reaktiviert, sondern erst auf Knopfdruck. So soll der neue GT3 gerade bei höherem Tempo noch mehr Bodenhaftung und Stabilität bieten. Aerodynamische Modifikationen steigern den Abtrieb sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse. Der Anpressdruck ist so mehr als doppelt so stark wie beim Vorgängermodell.

Das neue Aerodynamikpaket verleiht dem GT3 ein neues Auftreten. Für die sportliche Optik sorgen die neuen Leuchteinheiten der 911er-Modellpflege sowie veränderte Luftein- und Luftauslässe. Das aktive PASM-Fahrwerk des 911 GT3 ermöglichte es den Porsche-Ingenieuren, die Federn und Stabilisatoren noch eine Spur steifer abzustimmen und damit im PASM-Sportmodus ein noch präziseres Handling anzubieten. Dennoch bleibt der alltagstaugliche Abrollkomfort im PASM-Normalmodus erhalten. Neue, leichtere Räder im Rennsport-Design mit Zentralverschluss und Reifendruckkontrollsystem runden die funktionale und optische Weiterentwicklung des GT3 ab.

Ab Herbst ist für den neuen GT3 eine weitere Option im Angebot, die ihn noch rennstreckentauglicher macht: Die neuartige dynamische Motorlagerung erkennt eine rennmäßige Fahrweise und verhärtet die normalerweise elastische Motorlagerung. Dadurch bleibt der GT3 im Alltag vergleichweise komfortabel, auf der Rundstrecke dagegen entfallen im Rennbetrieb störende Massenimpulse durch den Heckmotor. Ebenfalls neu ist das auf Wunsch lieferbare Liftsystem für die Vorderachse, mit der die Bodenfreiheit bei unebenem Fahrbahnbelag oder steilen Tiefgaragen-Einfahrten auf Knopfdruck um 30 Millimeter angehoben werden kann. Der Euro-Grundpreis für den neuen GT3 beträgt 98.100 Euro, in Deutschland wird er inklusive Mehrwertsteuer und länderspezifischer Ausstattung für 116.947 Euro angeboten.
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Quelle: press-inform, 2009-01-29

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