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Testbericht

Susanne Kilimann, 27. Januar 2008
Auf der IAA will Opel die neue Agila-Generation feiern. Vorab haben die Rüsselsheimer ihr Baby aber schon mal gezeigt: Es ist rundlicher, frecher und dynamischer geworden. Für den flotteren Antrieb sorgt Suzuki.

Fünf Türen, fünf Sitze, eine erhöhte Sitzposition und ein Kofferraum, der sich durch einfaches Umlegen der Rückbank im Handumdrehen vergrößern lässt - das waren von Anfang an die starken Seiten von Opels kleinem Agila. Und die finden sich auch in der neuen Generation des Kleinwagens wieder. Sonst aber ist fast alles anders – das Design und das, was unter der Haube des City-Flitzers steckt.

Der Agila, den Opel im Jahr 2000 an den Start schickte, war auffallend kurz, hoch und kantig. Für die Neuauflage haben sich die Rüsselsheimer Designer die Proportionen vorgeknöpft und das kleine Auto 20 Zentimeter länger und sechs Zentimeter breiter gemacht. Dazu wurde die Dachlinie deutlich abgesenkt. In sanftem Bogen flacht sie jetzt über Rückbank und Kofferraum ab. Insgesamt ist Opels Baby ein bisschen rundlicher, ein bisschen frecher und peppiger geworden. Die Front hat durch Leuchteinheiten, die wie Mandelaugen schräg stehen und spitz zulaufen, mehr Gesicht bekommen. Damit ähnelt Agila dem Corsa. Opel-typisch ist auch de Bügelfalte, die Falz in der Motorhaube, die schon bei früheren Modellen Markenzeichen der Rüsselsheimer gewesen ist. Die verwandtschaftlichen Beziehungen des neuen Agila reichen allerdings weiter. Der neue Kleinwagen hat einen Zwilling. Der heißt Suzuki Splash. Beide werden auf der IAA in Frankfurt (13. – 23. September) offizielle Weltpremiere feiern und sollen dann Anfang 2008 bei den Händlern Einzug halten.

Agilas Innenraum wurde von frischem Wind durchgepustet. Auch das hat Opel bei einer ersten Präsentation des Cityhoppers schon mal gezeigt. Kunden können künftig aus einer neuen Farbpalette für Bezüge und Bedienelemente wählen. Der hochgesetzte Schalthebel und das höhenverstellbare Lenkrad werden für leichte Bedienbarkeit des Mini-Opel sorgen. Der Drehzahlmesser sitzt in einem separatem Gehäuse auf der Armaturentafel. Alle anderen Instrumente haben ihren Platz in einem großen, markanten Rundinstrument gefunden. Pluspunkt des Kleinen ist die große Kopffreiheit. Auch wenn der neue Baby-Opel sieben Zentimeter niedriger ist als sein Vorgänger, können Passagiere mit 1,80 Meter plus noch mit geradem Rücken sitzen – sogar auf den hinteren Sitzen. Anders sieht es da schon mit der Beinfreiheit aus. Menschen mit größerem Fahrgestell haben hier kleinwagentypische Nöte. Sitzen Drei im Fond, sollte zumindest der mittlere Passagier eine wirklich zierliche Statur haben.

Praktisch sind die vielen Ablagen und Fächer, mit denen die Rüsselsheimer Designer ihr neues Einsteigermodell ausgestattet haben. Sogar die Fahrersonnenbrille hat jetzt einen Stammplatz an Bord. Angesichts seiner kompakten Außenmaße (3,74 Meter Länge, 1,68 Meter Breite) bietet der neue Mini-Opel erstaunlich viel Ladeplatz. Im Normalfall passen 225 Liter unter die Kofferraumabdeckung. Und damit kommt auch ein Sport-Kinderwagen unter. Aber auch der Umbau ist mit wenigen, einfachen Handgriffen zu bewerkstelligen. Danach bietet Agila 1050 Liter Kofferraumvolumen.

Während Opel vor allem für Agilas Outfit verantwortlich zeichnet, hat Joint-Venture-Partner Suzuki mit zwei völlig neu entwickelten Benzinmotoren seinen Beitrag geleistet. Basismotor ist der knapp einen Liter große Dreizylinder. Der Vierventiler leistet 48 kW/65 PS. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 160 km/h liegen. Der 1,2 Liter Vierzylinder tritt mit 63kW/86 PS an und bringt Agila (und Splash) in weniger als zwölf Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Das Spitzentempo ist bei 174 km/h erreicht. Kunden, die sich für diese Motorisierung entscheiden, können das Auto auch mit Viergang-Automatikgetriebe bestellen.

Das sparsamste der neuen Agila Aggregate ist der von GM entwickelte 1,3 Liter Common-Rail-Turbodiesel, der bereits im Corsa und im Astra zum Einsatz kommt. Im neuen Agila leistet er 55 kW/75 PS, sprintet in 13,5 Sekunden von Null auf 100 und schafft maximal 162 km/h. Der Selbstzünder mit einem maximalen Drehmoment von 190 Newtonmeter begnügt sich nach Herstellerangaben mit knapp 5 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometern. Der CO2-Ausstoß soll unter 130 Gramm pro Kilometer liegen. Die endgültigen Messwerte liegen noch nicht vor. Auch zum Preis und zu geplanten Verkaufsstückzahlen wollte Opel noch keine Angaben machen.

Quelle: Autoplenum, 2008-01-27

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