Testbericht

Stefan Grundhoff, 18. Februar 2009
Billigautos sind nicht erst seit der Einführung der Abwrackprämie gefragt. Besonders bei Dacia hat man schon lange gut lachen. Und legt nach: Die Renault-Tochter lässt Logan und Sandero mit Flüssiggas fahren.

Sparen bis der Arzt kommt heißt derzeit die Devise bei Renault- und Dacia-Händlern. 2.500 Euro Umweltprämie drücken die Preise für einen Logan bei der Verschrottung eines Altautos aktuell auf 4.800 Euro. Der gefälligere Sandero kostet 5.000 Euro und der Volks-Kombi Logan MCV startet bei 6.000 Euro. Doch die Abwrackprämie wird nicht bis ans Ende alle Tage gezahlt. Wer auf seinen Dacia 1.500 Euro drauflegt, kann sein Discount-Vehikel auch an der Tankstelle zum Sparschwein werden lassen.

Was bislang zumeist nur Nachrüster anboten, kann man nun auch bei Dacia ab Werk bestellen: einen Flüssiggas-Antrieb. Gestartet werden Dacias Flüssiggas-Modelle jeweils im Benzinmodus. Nach der Startphase schalten Logan und Sandero automatisch auf den günstigeren Gasmodus um. Der Fahrer hat während der Fahrt jederzeit die Wahl und kann manuell zwischen den einzelnen Betriebsarten wechseln. Der Basispreis für den Dacia Sandero 1.4 LPG in der Ambiance-Ausstattungsvariante liegt bei 10.000 Euro. "Damit ist er derzeit das günstigste bivalente Flüssiggas-Fahrzeug auf dem deutschen Markt", sagt Dacia-Sprecher Rainer Zirpel. Angesichts der generell günstigen Preisstruktur der Dacia-Modelle lohnt das Flüssiggas-Modell jedoch nur für Vielfahrer. Und wer legt in einem Dacia Sandero schon 20.000 Kilometer pro Jahr zurück? So rechnet sich der Aufpreis von 1.500 Euro frühestens nach 60.000 Kilometern. Wer sich für eines der günstigen Einstiegsmodelle mit 1,2 oder 1,4 Litern Hubraum mit jeweils 55kW/75 PS entscheidet, ist in den meisten Fällen daher besser bedient.

Kaum anders sieht es bei den Modellen Logan und Logan MCV aus. Der Dacia Logan MCV 1.6 MPI Ambiance mit seinem 64 kW/87 PS starken Vierzylinder kostet mindestens 10.600 Euro. Auch hier ist die Flüssiggasversion 1.500 Euro teurer. Eine Amortisation ist wie gehabt allenfalls für Kilometerfresser und Laufleistungen über 60.000 Kilometern drin. Während der Benziner durchschnittlich 7,6 Liter Super auf 100 Kilometern verbraucht, benötigt das 84 PS starke LPG-Modell 10,1 Liter Flüssiggas.

Der Mehrverbrauch erklärt sich durch den niedrigeren Brennwert, den die Mischung aus Butan und Propan im Vergleich zum normalen Superkraftstoff hat. Dadurch erhöht sich der Kraftstoffverbrauch eines Flüssiggasfahrzeugs um rund 20 Prozent. Ausgeglichen wird das durch die rund 40 Prozent niedrigeren Kraftstoffkosten. Wie bei anderen Nachrüstlösungen ist der zusätzliche Gastank mit einem Volumen von 42 Litern in der Reserveradmulde des Kofferraums untergebracht. Das Laderaumvolumen des bivalenten Fahrzeugs bleibt unangetastet. Durch den zusätzlichen Tank vergrößert sich die Gesamtreichweite beim Dacia Logan MCV 1.6 LPG auf 1.200 Kilometer. Doch Schwierigkeiten bei der Suche nach der nächsten Flüssiggas-Tankstelle dürfte es gerade in Deutschland kaum geben. Hierzulande gibt es ein Netz von 4.800 öffentlichen Zapfsäulen. Dazu kommen 1.200 gewerbliche genutzte Flotten-Tankstellen.
Weiterlesen

Quelle: press-inform, 2009-02-18

Getestete Modelle
×
×
Unser Server konnte Ihre Aktion nicht ausführen. Bitte versuchen Sie es erneut.
Bitte vervollständige Deine E-Mail-Adresse.
×

Wir haben Dir eine E-Mail an gesendet.
Darin befindet sich Link, um Dein Passwort zurückzusetzen.

Keine E-Mail erhalten?

×
Anmelden
×

Wir haben Dir eine E-mail an gesendet.
Darin findest Du einen Link, um Deine E-Mail-Adresse zu bestätigen.

Keine E-Mail erhalten?

Bitte aktualisiere nochmals Deinen Posteingang und prüfe auch den Spam-Ordner.