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Testbericht

Michael Specht/SP-X, 10. April 2017

Immer der Reihe nach. Zwar startet Mercedes im nächsten Jahr bereits mit der zweiten Generation der A-Klasse, doch erst 2020 folgt der SUV-Ableger, genannt GLA. Zeit genug also, dem aktuellen Modell bis dahin eine kleine Auffrischung zu spendieren. Die allerdings spielt sich mehr oder weniger im Verborgenen ab. Man muss schon zweimal hinschauen, um zu erkennen, was sich optisch verändert hat.
 
Dem GLA ging es dabei nicht ans Blech. Dies wäre aufgrund der immensen Werkzeugkosten ein viel zu teurer Eingriff und wirtschaftlicher Unfug für die knapp dreijährige Restlaufzeit. Feinschliff erhielt das kompakte SUV vor allem an der Front. Geändert wurden Stoßfänger und Grill, es gibt neue Leichtmetallfelgen und LED-Scheinwerfer lösen die bisherigen Xenon-Leuchten ab.
 
Eine der Ursachen für den Erfolg des GLA ist neben dem Design und der gegenüber der A-Klasse besseren Funktionalität das breite Angebot an Antrieben. Elf Versionen gibt es. Die Motorenpalette erstreckt sich von 90 bis zu 381 PS. Da sollte für jeden Kunden das Passende dabei sein. Neu ist der GLA 220 4Matic. Auch in ihm kommt nun der aus A- und B-Klasse bekannte Zweiliter-Benziner mit 135 kW/184 PS zum Einsatz. Der Motor schließt die Lücke zwischen den beiden Varianten mit 156 und 211 PS. Bei einer ersten Testfahrt hinterließ der Turbo-Vierzylinder einen souveränen Eindruck. Der Motor nimmt spontan Gas an, dreht agil hoch, ohne dabei mit Lärm oder Vibrationen unangenehm aufzufallen. Insgesamt ist der GLA 220 4Matic eine empfehlenswerte Kombination. Beim Verbrauch allerdings wird es schwierig, den Normwert von 6,5 Litern im Alltag zu schaffen. Auf ein Niveau zwischen acht und neun Liter sollte man sich schon einstellen.
 
Erstaunlich bleibt der Spagat, den der 4,42 Meter lange GLA in Sachen Fahrdynamik und Komfort hinlegt. Trotz seines höheren Aufbaus durchzieht er Kurven solide und sicher, bleibt dabei handlich und lenkt präzise. Wer es sportlicher möchte, kann ein darauf abgestimmtes Fahrwerk in der Preisliste ankreuzen. Und wer gelegentlich im Gelände zu tun hat und ab und an ausgefurchte Waldwege passieren muss, bekommt den GLA sogar mit einem Offroad-Fahrwerk. Es erhöht die Bodenfreiheit um 3 Zentimeter. Als kluge Investition erweist sich hier die erstmals für den GLA erhältliche 360-Grad-Kamera. Das Bild auf dem Display zeigt dann jeden Stein oder andere Hindernissen neben dem Auto an. Auf Knopfdruck gibt es auch eine Ansicht komplett von oben. Front-, Rückfahr- und je eine Kamera im Außenspiegel erzeugen dabei eine virtuelle Draufsicht.
 
Nach wie vor zählt die kleine Baureihe von Mercedes zu den sogenannten Premium-Kompakten. Das spiegelt sich vor allem in Innenraum wider. Hier sind die Stuttgarter Entwickler nochmals ins Detail gegangen und haben die Qualität verbessert. Dazu zählen verchromte Bedienteile, neue Dekor-Elemente und Stoffe. Alles wirkt sauber eingepasst und exakt verarbeitet.
 
Ein Extra, das immer häufiger Verbreitung findet, ist die gestengesteuerte Heckklappe. Mercedes bietet sie erstmals für den GLA an und nennt das Ganze in neudeutsch „Hands Free Access“. Ein Fußschwenk unter den Stoßfänger genügt und die Heckklappe öffnet oder schließt. Einfluss auf den Kofferraum hat dies nicht, es bleibt bei 421 Liter. Liegen die Rücksitzlehnen flach, erhöht sich das Volumen auf 1.235 Liter und liegt auf dem Niveau eines VW Golf.
 
Deutlich höher als der Wolfsburger liegt der GLA 220 4Matic – ihn gibt es ausschließlich mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe – jedoch beim Preis. Dieser startet bei 37.146 Euro. Mit einigen Extras fährt der kleine Lifestyle-SUV schnell auf die 50.000-Euro-Marke zu. Was das Kaufverhalten der Kunden wenig zu beeinflussen scheint. Der GLA zählt nach der A-Klasse zu den am meisten gewählten Modellen innerhalb der Mercedes Kompakt-Baureihe.

Mercedes GLA 220 4Matic – Technische Daten:
 
Fünftüriger, fünfsitziger Crossover mit Allradantrieb, Länge: 4,42 Meter, Breite: 1,80 Meter, Höhe: 1,50 Meter, Radstand: 2,70 Meter, Kofferraumvolumen: 421 bis 1.235 Liter
 
2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner, 135 kW/184 PS bei 5.500 U/min, maximales Drehmoment: 300 Nm bei 1.200-4.000 U/min, 0-100 km/h: 7,1 s, Vmax: 230 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,5 l/100 km, CO2-Ausstoß: 152 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C, Preis: ab 37.146 Euro
 


 Mercedes GLA – Kurzcharakteristik:
 
Warum: Weil er innerhalb der Kompakt-Baureihe am besten Lifestyle und Funktionalität unter einen Hut bringt.
Warum nicht: Weil sich optisch zum Vorgängermodell sehr wenig geändert hat.
Was sonst: Audi Q2, Infiniti QX30, BMW X1
Wann kommt er: April 2017

Nach A- und B-Klasse sowie CLA erhält unter den Kompakten von Mercedes nun auch der GLA seine Modellauffrischung. Äußerlich passierte wenig. Dafür fährt der SUV mit neuem Motor und neuen Ausstattungsextras.

Fazit
Nach A- und B-Klasse sowie CLA erhält unter den Kompakten von Mercedes nun auch der GLA seine Modellauffrischung. Äußerlich passierte wenig. Dafür fährt der SUV mit neuem Motor und neuen Ausstattungsextras.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2017-04-10

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