Testbericht

Marcel Sommer, 17. September 2015
Die frischgemachte G-Klasse von Mercedes-Benz zeigt sich stärker und sparsamer als je zuvor.

100 Prozent Steigfähigkeit, 54 Prozent Schräglage oder 60 Zentimeter Wattiefe - einer G-Klasse aus dem Hause Mercedes-Benz macht in puncto Offroadeigenschaften so schnell niemand was vor. Wie schon bei den zahlreichen Facelifts und Generationenwechseln zuvor, hat es die Marke mit dem Stern in der Front auch dieses Mal geschafft seine Offroad-Gene in einem kantigen Kleid zu verpacken. Dass dieses Kleid und alles, was dort drunter arbeitet und antreibt, in der Einstiegsversion, dem G 350 d, 89.922 Euro kostet wird Premiumkunden nicht schocken. Zu lange schon ist die G-Klasse ein Geländewagen, der seine Nächte in Garagen neben S-Klasse, AMG GT und Co. verbringen darf - und nicht im Matsch.

Die ab sofort bestellbare modifizierte G-Klasse zeichnet sich vor allem durch eines aus: mehr Kraft - das war es aber auch. Denn sowohl von außen als auch von innen können nur wahre G-Kenner die Unterschiede ausmachen. All denjenigen, die sich nicht zu diesem Kreis zählen sei verraten, dass außen der Wegfall der Bluetec-Bezeichnung und 18 anstelle von 16 Zoll großen Basisfelgen auf die ganz neue Generation hinweisen. Innen ist lediglich ein neues Design von Tacho- und Drehzahlmesser zu nennen.

Umso größer erscheint da die Neuheit unter der markanten Haube. Aus einem drei Liter großen Sechszylinder-Dieselmotor kitzeln die Stuttgarter nun 245 statt 211 PS. Das vor allem für Zugfahrzeuge wichtige Drehmoment wurde zudem auf 600 Newtonmeter angehoben. Zu spüren ist dies aber nicht nur mit bis zu 3,5 Tonnen am Haken, sondern auch auf der Autobahn. Mal eben das Gaspedal durchdrücken und ruck zuck donnert der 4,76 Meter lange Offroader gen Höchstgeschwindigkeit. Die liegt zwar nur bei 192 Kilometer pro Stunde, doch in dem immer noch als überaus kantig zu bezeichnenden Außenkleid wirkt es schnell genug.

Eine Veränderung, die erst während der Fahrt im Inneren auffällt, ist die deutliche Reduzierung von Vibrationen und Fahrgeräuschen. Wer seine Fahrt auch innerhalb der Großstadt ausreichend komfortabel gefedert vollends genießen möchte, sollte zu Fahrtbeginn auf jeden Fall die Stopp-Start-Funktion per einfachem Knopfdruck deaktivieren. Die eben erst lieb gewonnene, ruhige Geräuschkulisse wird sonst jäh unterbrochen. Der theoretisch mögliche Spritverbrauch von 9,9 Litern Diesel auf 100 Kilometern macht dieses Manko jedoch sofort wieder wett.

Wer der neuen G-Klasse im Gelände auf den Zahn oder auf die Zahnräder fühlen will, der wird feststellen müssen, dass das Auto noch immer mehr kann, als es sein Besitzer wahr haben könnte. Die bekannten drei Differenzialsperren, die Geländeuntersetzung und ein sensibler agierendes ESP sorgen für ein rundum gelungenes und atemberaubendes Offroaderlebnis. Dass selbst ein mittlerweile mehr auf den Flaniermeilen dieser Welt als im Matsch zu sehender Geländekönig seine Offroad-Gene nicht ganz ablegen kann, zeigt sich an einer kleinen aber feinen Besonderheit: Die Fensterheber funktionieren zwar elektrisch, doch verfügen sich über keine komfortable Automatik. Die Sicherheits-Sperr-Funktion würde auf unebenem Untergrund ein automatisches Schließen unmöglich machen.
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Technische Daten
Antrieb:permanenter Allradantrieb
Getriebe:Siebengang-Automatikgetriebe
Motor Bauart:Sechszylinder-Dieselmotor
Hubraum:2.987
Drehmoment:600 Nm bei 1.600 bis 2.400 UPM
Preis
Neupreis: 89.922 € (Stand: 2015-09-18)
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: press-inform, 2015-09-17

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