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Testbericht

9. September 2012
Frankfurt/Main, 10. September 2012 - Sportliches Outfit, dynamisches Fahrwerk und eine Extraportion Leistung: Mit diesen Zutaten kann man aus jedem Fahrzeug eine Sportversion zimmern. Die Frage ist immer, wie sinnvoll das ist und wie gut es gelingt. Ob man von einem SUV wie dem Mini Countryman ein sportliches Topmodell braucht, mag diskussionswürdig erscheinen. Weniger diskussionswürdig ist beim künftig stärksten Serien-Mini die Umsetzung - sie ist im Fall des neuen John Cooper Works Countryman allemal gelungen. 218 statt 211 PS Der Countryman war das einzige Modell im Programm der bayerisch-britischen Lifestylemarke, von dem es bislang keine sportliche Topversion gab. Nun wird diese Lücke geschlossen. Herzstück des John Cooper Works (JCW) Countryman ist ein neu entwickelter Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum. Wie fast alle neuen Ottomotoren aus dem Hause BMW nutzt auch dieses Triebwerk einen Twin-Scroll-Turbolader, eine Benzindirekteinspritzung und eine variable Ventilsteuerung. Mit 218 PS ist der jüngste JCW-Spross künftig der stärkste Serien-Mini überhaupt. Auch alle anderen John-Cooper-Works-Modelle erhalten ab November 2012 das neue Aggregat, allerdings leicht modifiziert und mit 211 PS wie bisher auch. Sportliche Fahrleistungen Der John Cooper Works Countryman bringt rund 300 Kilogramm mehr auf die Waage als die Sportversion des Mini-Schrägheckmodells. Ganz so spritzig und agil wie seine Geschwister ist das SUV deshalb nicht unterwegs. Fahrspaß ist dennoch garantiert. Der Countryman beschleunigt zügig und vor allem sehr gleichmäßig. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmeter liegt über ein breites Drehzahlband zwischen 1.900 und 5.000 Umdrehungen an. Kurzzeitig stehen mittels Overboost-Funktion sogar 300 Newtonmeter zur Verfügung. Die sportlichen Fahrleistungen drücken sich auch in nackten Zahlen aus: 7,0 Sekunden vergehen für den Spurt von null auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 225 km/h.
Immer mit Allradantrieb Dank des serienmäßigen Allradantriebs wird die Leistung problemlos auf den Asphalt gebracht - die frontgetriebenen John-Cooper-Works-Modelle zeigen hier ab und an Traktionsprobleme. Das Allradsystem ALL4 verteilt die Antriebskräfte mithilfe eines elektromagnetisch arbeitenden Mitteldifferenzials stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse. In normalen Fahrsituationen schickt das Allradsystem maximal 50 Prozent, unter extremen Bedingungen sogar bis zu 100 Prozent der Antriebskräfte an die Hinterräder. Standardmäßig besitzt der John Cooper Works Countryman ein knackiges und präzise arbeitendes Sechsgang-Schaltgetriebe. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 7,4 Liter auf 100 Kilometer an. Alternativ kann eine Sechsgang-Automatik geordert werden, dann gönnt sich das Auto einen halben Liter Sprit mehr. Tiefer gelegte Karosserie Im Top-Countryman ist ein neues Sportfahrwerk verbaut, das in ähnlicher Form auch der neue Mini Paceman erhalten wird. Die Karosserie des Countryman wird dadurch zehn Millimeter näher an den Asphalt gerückt. Hohe Fahrdynamik ist damit garantiert, Kurven lassen sich problemlos auch mit hohem Tempo absolvieren. Trotz straffer Abstimmung bietet der JCW Countryman guten Alltagskomfort. Bei gedrückter Sport-Taste sprechen die Lenkung und das Gaspedal noch etwas direkter an, zudem wird der Sound der Abgasanlage markanter und mit einem Blubbern garniert. Neue Schürzen und aufgewertetes Interieur Von außen ist der stärkste Countryman an einem Aerodynamikkit zu erkennen. Es umfasst neue Schürzen an Front und Heck sowie spezifische Seitenschweller. Hinzu kommen 18-Zoll-Leichtmetallräder im Doppelspeichendesign mit schwarzem Felgenbett. Optional sind 19-Zöller erhältlich. Das Dach und die Außenspiegelkappen sind in den Kontrastfarben Rot, Weiß und Schwarz erhältlich. Auch der Innenraum präsentiert sich aufgewertet. Die Interieurleisten sind ab Werk in schwarzem Klavierlack gehalten, auf Wunsch können sie auch in Rot geordert werden. Ein Sportlenkrad mit roten Kontrastnähten, Instrumente mit dunklem Zifferblatt, ein anthrazitfarbener Dachhimmel sowie ein Schalthebel mit roten Kontrastnähten sorgen für eine exklusive Note. Optimierte Bedienung Im John Cooper Works finden sich zudem einige Änderungen, die ab Herbst 2012 die gesamte Countryman-Baureihe betreffen. So wurden im Cockpit einige Schalter anders gestaltet beziehungsweise neu platziert. Die Kippschalter für die elektrischen Fensterheber etwa lassen sich nun leichter finden, sie sind von der Mittelkonsole in die Türen gewandert. Ebenfalls neu für das SUV: Serienmäßig wird nun eine Dreier-Rückbank verbaut, zwei Einzelsitze hinten gibt es ohne Aufpreis. Bisher war es genau umgekehrt. Der Mini John Cooper Works Countryman kommt im November 2012 zu den Händlern. Der Einstiegspreis beträgt nicht gerade günstige 34.800 Euro. Die bisherige Topversion, der Cooper S Countryman 4ALL mit 184- PS-Benziner ist ab 28.100 Euro zu haben, bietet aber auch deutlich weiniger Serienausstattung.
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Technische Daten
Antrieb:Allradantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Schaltgetriebe
Motor Bauart:Reihen-Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung
Hubraum:1.598
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:160 kW (218 PS) bei UPM
Drehmoment:280 Nm bei 1.900 bis 5.000 UPM
Fazit
Ob eine Sportversion eines SUVs sinnvoll ist, sei einmal dahingestellt. Der Mini John Cooper Works Countryman macht jedenfalls Spaß. Der Motor sorgt für adäquaten Vortrieb, Fahrwerk und Lenkung für noch mehr Fahrdynamik als im herkömmlichen Countryman. Im Vergleich zum herkömmlichen JCW-Mini bietet der Countryman zudem eine höhere Alltagstauglichkeit und den Vorteil eines serienmäßigen Allradantriebs.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-news, 2012-09-09

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