Testbericht

Stefan Grundhoff, 12. Juli 2010
Jaguar feiert seinen 75. Geburtstag und da man sich die schönsten Geschenke zumeist nur selbst machen kann, gönnen sich die Briten einen Über-XKR. Zum runden Jubiläum lassen sie den XKR 75 von der Leine – fast.

Jaguar baut begeisternde Sportwagen – seit Jahrzehnten. Seit SS 100 über XK 120 und den XJ 220 zeigten die Briten, dass echte Sportwagen in England ihren Ursprung haben. Doch in den letzten Jahrzehnten wurden die meisten Katzen links und rechts von der Konkurrenz überholt. So war man in der Liga der schnellsten einer der letzten, der noch an der 250er- Marke als Höchstgeschwindigkeit festhielt. Mit dem XK RS gab es bereits eine Sonderauflage, die dem Vorgängermodell bis 275 km/h einheizte. Auch die neue Motor- und Modellgeneration darf jetzt ein Stück weiter von der Leine. Mit dem 6.900 Euro teuren Speed Pack läuft der 510 PS starke Jaguar XKR immerhin 280 km/h. „Zusätzliche Aerodynamikmaßnahmen sorgen für mehr Abtrieb an Front- und Hinterachse“, erklärt Entwickler Kevin Stride, bei Jaguar für die Modelle XK und XF verantwortlich, „besonders an den Reifen haben wir viel gearbeitet, damit Sicherheit und Fahrleistungen auf den gewohnt hohen Jaguar-Niveau sind.“

Der Unterschied zum normalen XKR lässt sich selbst auf abgesperrter Teststrecke nur im Hochgeschwindigkeitsbereich erfahren. Denn hier läuft der edle Brite nicht viel zu früh bei 250 km/h in den Begrenzer. Sanft schiebt sich der XKR Speed Pack an die 280er-Marke. Auf die Kritik, dass die Konkurrenz von Porsche, BMW, Mercedes oder Maserati seine Boliden längst weiter von der Leine lässt, reagiert Carl-Peter Forster, Chef bei Tata Motors als Jaguar-Eigner gelassen: „Der XKR Speed Pack ist nur ein erster Schritt. Wir werden zukünftig noch mehr bieten.“ Wer schnell zugreift, kann mit dem Jaguar XKR 75 eine besonders exklusive Edition beim Händler abgreifen. Für 124.900 Euro gibt es im September eine Sonderedition, der mit 530 PS und 655 Nm maximalem Drehmoment noch etwas schärfere Krallen hat. Die Deutschen lieben es bei ihren Sportwagen bekanntlich besonders scharf. Ins Land der unbegrenzten Autobahnen gehen 30 der nur 75 Fahrzeuge – mehr als in jedes andere Land auf der Welt.

Optisch unterscheidet sich die Sonderedition zum 75. Geburtstag der Marke nur marginal von seinen leicht zahmeren Brüdern mit dem Speed Pack. Das gleiche gilt auf der Piste. Beide Modelle bringen ihre 530 bzw. 510 PS nicht zuletzt Dank 655 bzw. 625 Nm maximalem Drehmoment und Kompressoraufladung satt und überaus imposant auf die Straße und bollern aus dem Stand los. In Kurven helfen die direkte Lenkung und die aktive Ansteuerung des Hinterachsdifferentials. Das Spurtpotenzial 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden interessiert deutlich mehr als der Normverbrauch, den Jaguar mit 12,3 Litern Super auf 100 Kilometern angibt. Gut abgestimmt zeigt sich die serienmäßige Sechsgang-Automatik. Nur allzu selten ist man animiert, in die von ZF berechneten Schaltvorgänge einzugreifen.

Im auserwählten Sport- und Dynamikmodus geht es flotter, bissiger und eine deutliche Spur lauter zur Sache. Beim Herunterschalten brüllt das Achtzylindertriebwerk einmal kurz nach und nervt beim Beschleunigen nicht mit voreiligem Hochschalten. Die Gänge werden stilecht ausgedreht. Wer beim Sondermodell Jaguar XKR 75 zu spät kommt, kann guten Gewissens noch beim XKR Speed Pack zuschlagen. Wer es noch dunklere Gedanken hat – der Jaguar XKR Black Pack bietet schwarze Alufelgen im 20-Zoll-Format, dunkle Scheibeneinfassungen, Kühlergrilleinsätze und Lufteinlassschlitze.
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Quelle: press-inform, 2010-07-12

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