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Testbericht

6. November 2013
Es ist das Aufeinandertreffen von ehrgeizigen Aufsteigern und Wiederkehrern im Schatten des übermächtigen Golf. Doch was heißt schon Schatten – in der beliebtesten Klasse Europas, auf die ein Viertel aller Verkäufe entfällt, scheint die Sonne für alle guten Alternativen. Für den Hyundai i30 genauso wie für den Mazda 3 oder den neuen Skoda Rapid Spaceback.

Skoda Rapid Spaceback basiert nicht auf modularem Querbaukasten Zum ersten Mal seit der Übernahme bringt die tschechische VW-Tochter Skoda ein echtes Kompaktmodell. Richtig, auch der Octavia nutzt Golf-Technik, hat sich jedoch spätestens seit Erscheinen der aktuellen Version endgültig Richtung Mittelklasse verabschiedet. Es bleibt also genug Abstand für den Skoda Rapid Spaceback, der anders als seine Brüder Audi A3, Seat León & Co. nicht auf dem modularen Querbaukasten des Konzerns basiert. Vielmehr kommt die Vorderachse aus dem kleinen Skoda Fabia sowie die hintere Verbundlenker-Konstruktion der schwächeren Octavia-Varianten zum Einsatz. Weitere Sparmaßnahmen werden im Innenraum des Skoda Rapid Spaceback sichtbar: Selbst in der getesteten Elegance-Version bestehen Armaturenbrett und Türverkleidungen komplett aus Hartplastik. Die nicht mehr ganz frische Navigation Amundsen mit Mini-Bildschirm verweist den Skoda Rapid Spaceback ebenso in die Rolle der günstigen Alternative wie fehlende Fahrerassistenz-Optionen. Den Superb-Fehler, die interne Markenhierarchie durcheinanderzuwirbeln, soll der Skoda Rapid Spaceback offensichtlich nicht wiederholen.

Skoda Rapid Spaceback mit schlichtem Innenraum Doch wer nicht ständig Morsezeichen auf seinem Armaturenbrett klopft, wird wenig an den einfachen Materialien auszusetzen haben. Selbst auf üblen Straßen sind ihnen keine Knarz- oder Klappergeräusche zu entlocken. Darüber hinaus überzeugt der Innenraum mit vielen Ablagen, einem großen Handschuhfach, vorbildlichen Instrumenten und problemloser Bedienung. Und richtig viel Platz. Seinem Namen alle Ehre macht der Skoda Rapid Spaceback mit dem größten Kofferraum seiner Klasse, der sich dank doppeltem Ladeboden stufenfrei erweitern lässt. Da er sich den Radstand mit der 18 Zentimeter längeren Limousine teilt, genießen Mitfahrer in Reihe zwei viel Kopf- und Beinfreiheit, steigen durch große Türen verrenkungsfrei ein und freuen sich über praktische Details, die wenig Geld, dafür viel Gehirnschmalz kosten: Der in der Tankklappe untergebrachte Eiskratzer gehört ebenso dazu wie das Staufach für die Warnweste unter dem Fahrersitz des Skoda Rapid Spaceback.

Schicker Hyundai i30-Innenraum Im Vergleich zum pragmatischen Skoda Rapid Spaceback wirkt der Hyundai i30 fast schon edel. Neben soliden Materialien, bequemen und ausreichend dimensionierten Sitzen sticht sein großer Multimedia-Touchscreen hervor, der neben einer modernen Navigationsgrafik auch das scharfe Bild der Rückfahrkamera zeigt. Kein Wunder, dass inzwischen die ganze Branche über die steile Lernkurve von Hyundai staunt. Vor 20 Jahren in Deutschland noch als schrulliger Billigheimer aus Fernost gestartet, stiegen die Koreaner inzwischen zur Nummer vier in der Welt auf. Das funktioniert nur, wenn man genau weiß, was Käufer wollen: Umfangreiche Ablagen, griffgünstig postierte USB- und AUX-Anschlüsse sowie ein Kofferraum mit breiter Öffnung und Extrafächern unter dem Boden gehören ebenso dazu wie großzügige Garantiefristen von fünf Jahren oder ein schwungvolles Design. Unter dem Äußeren leidet jedoch die Übersichtlichkeit. Breite Dachpfosten und eine kleine Heckscheibe erschweren speziell den Blick nach schräg hinten. Nicht ganz ideal auch die Bedienung des Hyundai i30. Dass sich das Licht über einen Drehring am Lenkradhebel anknipsen lässt, erfordert ebenso Gewöhnung wie die mit Funktionen überladene Fernbedienung für Radio und Freisprecheinrichtung.

Neues Bedienkonzept im Mazda 3 Beim Thema Bedienen und Anzeigen geht der Mazda 3 eigene Wege: Ein Head-up-Display projiziert Geschwindigkeit und Abbiegepfeile auf eine kleine Plexiglasscheibe ins Sichtfeld des Fahrers. Zudem soll ein Dreh-Drückregler in der Mittelkonsole zusammen mit dem Touchscreen Liebhaber beider Bedienkonzepte zufriedenstellen. Unauffällig mitschwimmen ist Mazda offensichtlich zu wenig. Nach den guten Noten für CX-5 und 6 soll der Kompakte mithelfen, die Marke aus der zwischenzeitlichen Bedeutungslosigkeit zu holen. Helfen könnte hierbei die breite Assistenz-Auswahl nebst umfangreicher Serienausstattung: Als Sports-Line durchbricht der Mazda 3 zwar die 23.000-Euro-Schwelle, dafür sind Bi-Xenonscheinwerfer und das Bose-Soundsystem serienmäßig an Bord, ebenso eine Infotainment-Einheit, die per Handy-Kopplung über viele sinnvolle Online-Funktionen (Live-Stauwarner, Musik-Streaming-Dienste, Benzinpreis-Infos etc.) verfügt. Lediglich die Navigationsfunktion des Mazda 3 kostet 600 Euro extra. Der positive Eindruck wird durch das nicht besonders edle Cockpit jedoch zum Teil wieder zunichte gemacht. Zudem nutzt der Instrumententräger den durch das Head-up-Display frei werdenden Tacho-Platz im Mazda 3 nur ungenügend aus. So schaut der Fahrer auf einen Drehzahlmesser, ein paar LCD-Anzeigen sowie viel schwarzes Plastik. Darüber hinaus schlägt der Mazda 3 kein Kapital aus seinen 15 Extra-Zentimetern in der Länge. Unter den kantig-dynamischen Proportionen leiden Kopffreiheit, Übersichtlichkeit und Einstieg.

Mazda 3 mit steif abrollenden 18-Zoll-Rädern Dass sich die Dynamik nicht auf Äußerlichkeiten beschränkt, wird nach wenigen Metern klar. Federungskomfort ist nicht die Sache des Mazda 3, auch weil er auf steif abrollenden 18-Zoll-Rädern antritt. Mit seiner direkt übersetzten Lenkung geht er Kehren dafür umso schwungvoller an, außerdem hilft das präzise Sechsgang-Getriebe, den Zweiliter-Vierzylinder des Mazda 3 mit 120PS bei Laune zu halten. 120PS aus zwei Litern? Drehmoment-Maximum bei 4.000/min? Klingt nach Motorcharakteristik aus den Neunzigern – und so fährt er sich auch. Der Vierzylinder tritt untenrum träge an, kommt jedoch auf zeitgemäße Verbrauchswerte: Mit 6,9 Liter/100 km liegt er ein Zehntel unter dem Downsizing-Turbo des Skoda Rapid Spaceback, der ohne Start-Stopp auskommen muss. Dafür steht dem Skoda Rapid Spaceback das serienmäßige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zur Seite, das wunderbar mit dem 122-PS-TSI harmoniert. Je nach Fahrerwunsch lässt es den kultivierten 1,4-Liter auf seiner Drehmomentwelle cruisen, um einen Gaspedalkick später zurückzuschalten, vollen Turboschub auszukosten und davonzubrausen. Dem DSG verdankt der Skoda Rapid Spaceback übrigens kein Punkteplus. Was er im Getriebekapitel gewinnt, verliert er über die Kosten. Auch sonst beherrscht der Skoda Rapid Spaceback das "Sowohl als auch" am besten: Obwohl mit der komfortabelsten Federung gesegnet, die selbst auf fiese Stöße feinfühlig anspricht, lässt sich der nur 1.180 Kilo schwere Spaceback über seine gefühlvolle Lenkung mühelos durch enge Kehren scheuchen und hilft im Ernstfall mit feinfühligen ESP-Eingriffen. Von der eher schlichten Materialanmutung sollte man sich also nicht abschrecken lassen, beim Fahren gewinnt der Skoda deutlich an Profil.

Zäher 1,6-Liter-Motor im Hyundai Beim Hyundai i30 ist es hingegen umgekehrt. Die Erwartungen, die der liebevolle Fahrerarbeitsplatz weckt, erfüllt der 1,6-Liter-Sauger nicht. Wenig Hubraum und die fehlende Aufladung lassen ihn zahnlos wirken, obwohl er mit 135PS über die höchste Leistung verfügt. Wer zügig vorankommen will, muss ihn ausdrehen, wogegen der Vierzylinder mit Dröhnfrequenzen protestiert. Zudem fehlt es der synthetischen Lenkung in allen drei wählbaren Servo-Kennlinien an Straßenkontakt. In Kurven unterstreicht frühes Untersteuern die gering ausgeprägten Handling-Ambitionen – was nicht weiter schlimm wäre, wenn der Komfort stimmen würde. Doch die Federung spricht vor allem auf kurze Unebenheiten hölzern an. Immerhin lässt sich der Hyundai i30 von weniger geübten Fahrern leicht beherrschen und glänzt mit den besten Bremswerten im Test. Da der Vergleich aus logistischen Gründen in Italien und nicht auf den gewohnten Strecken stattfand, musste jedoch aufs Nass- wie µ-split-Bremsen verzichtet werden. Auch die gewohnte Verbrauchsrunde zur Ermittlung des Minimalkonsums fand aus diesem Grund nicht statt. Im Testschnitt genehmigte sich der Hyundai i30 rund einen dreiviertel Liter mehr als die Konkurrenz. Bei Motor und Fahrwerk gibt es also noch Luft nach oben für den geräumigen und hochwertigen Hyundai i30. Während der sparsame Mazda 3 mit seiner modernen Assistenz- und Infotainment-Elektronik glänzt, gewinnt der ausgewogene Skoda Rapid Spaceback, weil er viel Platz mit wuseliger Agilität und hohem Federungskomfort kombiniert.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2013-11-06

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