Testbericht

Sebastian Viehmann, 1. Dezember 2011
Honda ist mit kleinen Autos eine große Nummer in Japan. Auf der Tokio Motor Show zeigt der Hersteller ein ganzes Rudel Studien – und kündigt einen besonders sparsamen Dieselmotor an.

Agile Fahrzeuge mit hochdrehenden Motoren sind die Spezialität von Honda, sei es nun auf zwei oder auf vier Rädern. „Motorsport ist der Ursprung von Honda und Teil unserer DNA“, so Firmenchef Takanobu Ito auf der Tokio Motor Show. Passend dazu präsentieren die Japaner auf der Messe ihr elektrisches Super Sports Bike RC-E. Nicht viel größer, aber immerhin auf vier Rädern unterwegs ist die Studie Micro Commuter Concept. Der Elektro-Flitzer erinnert ein wenig an den Renault Twizy und soll mit seinen Batterien 60 Kilometer weit kommen. Für die letzten Meter hat der Zwergen-Stromer sogar noch einen kleinen Elektro-Roller namens Motor Compo an Bord.

Damit nimmt Honda eine alte, aber äußerst charmante Idee wieder auf: Vor 30 Jahren präsentierten die Japaner ebenfalls in Tokio ihren Kleinstwagen City, komplett mit einem Mini-Motorrad. Das „Motocompo“ war zusammenklappbar, so dass es in den Kofferraum des winzigen Autos passte. Sowohl der City als auch das Motocompo waren allerdings mit Benzinmotörchen unterwegs.

Der Micro Commuter Concept dürfte bis auf weiteres eine Studie bleiben. In Serie gehen wird zumindest auf dem japanischen Heimatmarkt der Honda N Box, ein kantiges Stadtauto und ein klassisches „Kei Car“. So heißen in Japan die steuerbegünstigten Mini-Autos mit maximal 660 Kubikzentimetern Hubraum. Dank seiner Schiebtüren lässt sich der N Box auch auf engsten Parkplätzen entern. Der Honda N Concept 4 soll ebenfalls zur Serienreife entwickelt werden und schon im nächsten Jahr zu kaufen sein. Das Design des Kleinstwagens erinnert an den berühmten Honda N 360, mit dem sich Honda in den 60er Jahren einen Namen machte.

Weniger an praktische Lösungen, sondern mehr an Emotionen denkt Honda bei der Studie EV-STER Concept. Der Elektro-Roadster im Stil des CR-Z und des neuen Civic hat rund 80 PS und wird nicht per Lenkrad gesteuert, sondern mit zwei Handgriffen rechts und links. Der EV-STER soll 160 km/h erreichen und in fünf Sekunden von 0 auf 100 Sachen beschleunigen. Auf mehr Volumen setzt die Studie AC-X. Mit voll aufgeladenen Akkus soll der Plug-In-Hybrid fast 1000 Kilometer weit kommen. Der Viertürer präsentiert sich als familientaugliches Reisefahrzeug, fünf Passagiere finden Platz.

Fernab solcher Zukunftsvisionen beginnt das Elektrozeitalter bei Honda allerdings deutlich konventioneller, nämlich mit einem umgerüsteten Benziner. Der Kleinwagen Fit EV wird derzeit in Japan, China und den USA getestet und soll 2012 beim Händler stehen. Bis der elektrische Stadtflitzer – hierzulande ist der Fit als Honda Jazz bekannt – nach Deutschland kommt, dürfte es noch eine Weile dauern. Zuerst werden nur der japanische und der amerikanische Markt bedient.

Auch Honda weiß, dass die Verbrennungsmotoren noch lange nicht ausgedient haben. Deshalb haben die Japaner eine neue Dieselmotoren-Generation entwickelt, die vor allem für den europäischen Markt gedacht ist. Die Aggregate der „Earth Dreams Technology“-Serie werden stufenweise in die Modellpalette Einzug halten und sollen sich, so Honda-Chef Takanobu Ito, „durch herausragende Leistung und Effizienz“ auszeichnen.

Den Auftakt macht in Europa ein 1,6-Liter-Dieselmotor, der Ende 2012 im neuen Civic zum Einsatz kommt. Die CO2-Emissionen des 120 PS starken Selbstzünders sollen unter 100g/km liegen, was einen Durchschnittsverbrauch von weniger als vier Litern pro 100 Kilometer nahelegen würde. Mit 300 Nm bei 2.000 U/min legt der Motor außerdem ein mehr als ordentliches Drehmoment an den Tag.
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Quelle: press-inform, 2011-12-01

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