Testbericht

18. Juni 2012
Turin, 19. Juni 2012 - Mit dem neuen Grand Cherokee SRT kommt der bis dato stärkste und schnellste Serien-Jeep auf den Markt. Entsprechend fordernd tritt er auf: Vorn imponiert ein mächtiger Spoiler mit Luftkanälen für die Bremsen, in der Motorhaube gibt es Nüstern zur Entlüftung. 20-Zoll-Räder, Radhausverbreiterungen und eine Tieferlegung um 30 Millimeter lassen den massiven Wagen wie zum Sprung geduckt erscheinen. Konkurrenz für Cayenne und M-Klasse Ein fetter Dachspoiler und ein Diffusor hinten geben zu verstehen: "Legt euch nicht mit mir an!" Gerichtet ist die Drohung an Power-SUVs wie den 525 PS starken und 108.885 Euro teuren Mercedes ML 63 AMG oder den Porsche Cayenne Turbo mit 500 PS für 121.982 Euro. Und die beiden müssen schon ein bisschen Angst haben. Unter der Haube des SRT steckt ein 6,4-Liter-V8, der mächtige 468 PS und gewaltige 624 Newtonmeter heranschafft. Das tut er mit einem aufregenden Sound, den Passanten als sattes Fauchen wahrnehmen, und wir innen als tiefes V8-Röhren auf die Ohren bekommen. Innen erinnert der SRT mehr an einen flachen Boliden, als an einen Jeep. Die Sportsitze vorn bieten viel Halt, das Lenkrad ist unten abgeflacht, darüber hinaus gibt es viel Alu und Leder. Brachiale Kraft von unten rausDer drehfreudige Saugmotor zieht den Jeep mit brachialer Kraft die Drehzahlkellertreppe hoch. Eine Stoppuhr im Bordcomputer misst automatisch den Sprint auf 100 km/h - im Idealfall werden dort 5,0 Sekunden angezeigt. Der Super-Jeep erreicht eine Spitze von fast 260 km/h, nimmt sich aber im Durchschnitt laut Werksangabe auch 14,1 Liter auf 100 Kilometer. Bei unserem straffen Test standen 18,5 Liter im Display.
Fünfstufen-Automatik und Brembo-Bremse Eine Automatik überträgt die Kraft zum permanenten Allradantrieb, ihre fünf Stufen können auch mit Paddles am Lenkrad gewechselt werden. Die Brembo-Bremse packt kräftig zu, aus Tempo 100 kommt der Wagen nach 35 Metern zum Stehen. Auf der Serpentinenstrecke überrascht der 2,4-Tonner mit bemerkenswerter Fahrdynamik. Wir können den Wagen mit hohem Speed und fast ohne Wankbewegungen durch die Kurven zirkeln, die Lenkung ist direkt abgestimmt. Selec-Track-Setupsystem Der Grund für die gute Kurvenlage sind adaptive Bilstein-Stoßdämpfer und die Traktionskontrolle "Selec-Track": Per Drehknauf in der Mittelkonsole können wir Fahrwerksabstimmung, Gasannahme und Getriebe-Schaltpunkte in fünf Modi für Rennpisten, sportliches Vorankommen auf der Straße, rutschige Untergründe oder Anhängerbetrieb einstellen oder das automatisch tun lassen. Warum der SRT eine Gefahr für die Platzhirsche ist? Nun, der Jeep kostet 74.200 Euro und ist auch noch komplett bestückt.
Technische Daten
Antrieb:Allradantrieb
Anzahl Gänge:5
Getriebe:Automatik
Motor Bauart:V-Saugmotor
Hubraum:6.417
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:8
Leistung:344 kW (468 PS) bei UPM
Drehmoment:624 Nm bei 4.100 UPM
Preis
Neupreis: 74.200 € (Stand: Juni 2012)
Fazit
Der Jeep Grand Cherokee SRT ist eine Fahrmaschine der besonderen Art. Er geht nicht nur ab wie Harry, er lässt sich auch bemerkenswert schnell und ohne zu wanken durch Kurven lenken. Interessant ist vor allem sein vergleichsweise günstiger Komplett-Preis, der die deutsche Konkurrenz in dieser Klasse zum Zittern bringen dürfte.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-news, 2012-06-18

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