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Testbericht

28. November 2005
Lengenfeld, 29. November 2005 – Vielleicht haben wir einen Fehler gemacht. Wir hätten möglicherweise nicht gerade einen vergleichbaren Diesel wählen sollen, um zur Präsentation der Erdgasversion des Ford Focus C-Max anzureisen. Denn obwohl wir uns bemühten, verglichen wir die Fahreigenschaften des Erdgasautos instinktiv mit dem zuvor gefahrenen Selbstzünder. Lesen Sie, wie sich der Erdgas-C-Max fährt, und was bei unserem ungeplanten Vergleichstest herauskam. Erdgasversion auf Basis des Zweiliter-Benziners Bisher gab es vier Benziner und vier Diesel für den Minivan von Ford. Nun kommt ein Erdgasantrieb hinzu. Der C-Max CNG (Compressed Natural Gas) basiert auf dem Modell mit dem 145 PS starkem Zweiliter-Benziner. Für die CNG-Version wurde der Motor mit einer Erdgas-Einblasung sowie drei Gasflaschen ausgerüstet. Der C-Max CNG ist bivalent, das heißt, man kann sowohl mit Benzin als auch mit Erdgas fahren. So oder so erfüllt der C-Max die Euro-4-Abgasnorm.

Zischen beim Umschalten Umgestellt zwischen den beiden Modi wird mittels eines Schalters im Cockpit. Wenn man in den Gasmodus wechselt, ist ein deutliches „Pffft“ zu hören. Das Geräusch stört nicht, lässt aber an ausströmendes Gas denken. Deshalb arbeitet Ford daran, das Gaszischen leiser zu machen, so Ford-Produktsprecher Isfried Hennen. Neben dem Schalter ist eine Anzeige aus vier Leuchtdioden für den verbleibenden Erdgasdruck in den Gasflaschen angebracht. Die Anzeige ist jedoch nicht sehr zuverlässig: Während unserer Testfahrt wechselte die Anzeige mehrmals zwischen zwei und vier Punkten hin und her.

Zurückhaltendes Temperament Im Benzinbetrieb leistet der Zweilitermotor genauso viel wie im normalen Benzinmodell: 145 PS. Im CNG-Betrieb werden dagegen nur 126 PS zur Verfügung gestellt, also gleich 19 PS weniger. Aber nicht nur die Leistung differiert. Laut Datenblatt beschleunigt man im Benzinbetrieb in 9,8 Sekunden auf Tempo 100, im Gasbetrieb braucht man etwa eine Sekunde länger. Recht sportlich klingende Werte, doch subjektiv merkt man nichts davon. Weder im Gas- noch im Benzinbetrieb wirkt das Auto besonders flott. Gerade aus dem Drehzahlkeller kommt das Auto nicht sehr schnell heraus. Das liegt wohl am recht bescheidenen Drehmoment: Im Gasbetrieb stehen nur 156 Newtonmeter zur Verfügung, und auch die erst bei 4.000 U/min. Im Benzinbetrieb sind es immerhin 185 Newtonmeter bei 4.500 Touren.

Diesel sind flotter Weder beim Drehmoment noch bei der Fahrdynamik im Allgemeinen kann die Gasvariante mit einem Diesel mithalten. Der 115-PS-Diesel im C-Max beispielsweise braucht zwar für den Standardspurt 0,3 Sekunden länger als der C-Max CNG im Gasbetrieb. Aber da gerade Gas-Fahrer wohl eher Kraftstoff sparend dahingleiten, statt sich mit anderen beim Kavalierstart an der Ampel zu messen, spielt diese Zahl vermutlich keine große Rolle. Eher ist das Drehmoment wichtig, wo der Diesel mit 280 Newtonmetern bei 1.900 Touren deutlich besser abschneidet als das Gasauto.

Nur 230 Kilometer Erdgasreichweite Die Reichweite des C-Max CNG ergibt sich durch die 55 Liter Benzintank, die das Auto etwa 750 Kilometer weit bringen, plus 15,5 Kilo Gas, die für 230 Kilometer reichen. Die Erdgas-Reichweite ist nicht gerade groß – ein Nachteil des bivalenten Antriebskonzepts. Dafür beeindruckt die Gesamtreichweite von knapp 1.000 Kilometern. Zum Vergleich: Der monovalent angelegte Opel Zafira CNG hat nur 14 Liter Benzin, aber 20,7 Kilo Erdgas an Bord. Damit hat der Opel eine Erdgas-Reichweite von stolzen 390 Kilometern, ermöglicht aber nur 150 Benzin-Kilometer – zusammen sind das nur 540 Kilometer. Beide Autos haben im Erdgasbetrieb eine geringere Reichweite als ein normaler Benziner. Umso erfreulicher wäre es, wenn das Tankstellennetz dichter wäre. Aber die derzeit etwa 600 Tankstellen in Deutschland sind noch nicht allzu viel. In München gibt es beispielsweise fünf Tankstellen. Wenn man in Betracht zieht, dass einige Zapfstellen nur zu bestimmten Zeiten zugänglich sind und auch ab und zu eine Zapfstelle ausfällt, bleiben nicht mehr allzu viele Möglichkeiten zum Tanken. Gasflaschen im Kofferraum Während das dürftige Tankstellennetz alle Erdgasfahrer trifft, haben Besitzer des C-Max CNG noch einen Nachteil durch die Gasflaschen. Letztere liegen hier nämlich nicht wie beim Fiat Multipla CNG und Opel Zafira CNG unter dem Fahrzeugboden (Unterfluranordnung), sondern unter einer Abdeckung im Kofferraum. Der Grund für diese Niederfluranordnung liegt laut Ford-Sprecher Hennen in der aufwendigen Hinterachse des C-Max, die viel Platz braucht. Durch die Unterbringung im Kofferraum kann man weniger Gepäck mitnehmen. Das Ladevolumen beim normalen C-Max beträgt 460 bis 1.620 Liter. Bei der Gasversion sind es nur 290 bis 1.450 Liter, also jeweils 170 Liter weniger.

Fahren für die Hälfte Die meisten Erdgasautos werden wohl gekauft, weil man Geld beim Kraftstoff spart. Nach einer Faustregel bezahlt man mit Erdgas verglichen mit Benzin nur etwa die Hälfte für 100 Kilometer Fahrstrecke. Wie sieht es damit beim C-Max CNG aus? Der reine Benziner verbraucht laut Hersteller 7,3 Liter auf 100 Kilometer. Dafür bezahlt man derzeit durchschnittlich 8,96 Euro. Der C-Max CNG verbraucht 6,3 Kilo Erdgas auf 100 Kilometer; für diese Menge bezahlt man nur 4,79 Euro. Die Faustregel stimmt also in etwa. Und wie sieht die Gesamtbilanz aus? Mit dem Zweiliter-Benziner kostet der C-Max in der Ausstattung Trend 21.775 Euro, als Ghia 23.750 Euro. Der C-Max CNG ist jeweils 3.000 Euro teurer. Steuer und Versicherung sind bei bei Gas- und Benzinversion gleich. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern spart man im Ford Focus C-Max CNG Trend 834 Euro jährlich. Damit hat sich der höhere Anschaffungspreis nach vier Jahren amortisiert. Vergleich mit einem Diesel Doch Erdgas konkurriert auch mit Diesel. Vergleichen wir mit dem 115-PS-Diesel im C-Max. Dieses Fahrzeug kostet in der Ausstattung Trend 21.950 Euro, ist also immer noch stolze 2.825 Euro günstiger als das entsprechende Erdgasfahrzeug. Bei einem Verbrauch von 5,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer betragen die Spritkosten hier 5,92 Euro je 100 Kilometer. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern spart man gegenüber diesem Auto mit Erdgas nur rund 230 Euro. Doch außerdem sind Steuer und Versicherung beim Erdgasmodell um etwa 440 Euro günstiger als beim Diesel. Die jährliche Ersparnis beträgt also insgesamt 670 Euro. Damit hat sich der höhere Anschaffungspreis des Erdgasmodells erst nach fünf Jahren amortisiert. Halten wir fest: Sowohl gegenüber dem entsprechenden Benziner als auch gegenüber einem vergleichbaren Dieselmodell spart man mit dem Erdgas-Zafira nach einigen Jahren Geld.

Langsamer Opel Zafira Zum Schluss noch ein Blick auf die Konkurrenz. Den Opel Zafira CNG gibt es ab 23.520 Euro. Lieferbar ist der allerdings erst ab April 2006. Mit 97 PS im Erdgasbetrieb deutlich schwächer, braucht der Zafira auch deutlich länger für den Standardspurt: 17,4 Sekunden vergehen hier bis zur Tempo-100-Marke. Dafür ist der Verbrauch mit 5,3 Kilo auf 100 Kilometer auch niedriger.

Fiat Multipla deutlich günstiger Etwa gleich stark wie der Opel ist der Fiat Multipla Natural Power mit 92 PS. Er spurtet in 16,0 Sekunden auf Tempo 100. Der Verbrauch wird mit 6,2 Kilo Erdgas auf 100 Kilometer angegeben. Er ist bereits ab 21.690 Euro erhältlich – also deutlich günstiger als der Opel und der Ford. Im Unterschied zum Fünfsitzer C-Max kann der Zafira bis zu sieben Personen aufnehmen, der Multipla sechs. (sl)
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:5
Getriebe:Schaltung
Motor Bauart:Otto-Reihenmotor
Hubraum:1.997
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:93 kW (126 PS) bei UPM
Drehmoment:156 Nm bei 4.000 UPM
Preis
Neupreis: 24.775 € (Stand: November 2005)
Fazit
Verglichen mit dem 115-PS-Diesel macht der Erdgas-C-Max weitaus weniger Spaß. Mag sein, dass der Erdgas-C-Max etwas schneller beschleunigt, aber das höhere Drehmoment des Diesels sticht. Im Vergleich zur Benzinversion ist die Einbuße an Fahrspaß gering, ja kaum spürbar. Den im Vergleich zu den konventionellen Versionen kleineren Kofferraum kann verschmerzen, wer nicht gerade mit dem C-Max CNG den Jahresurlaub mit der Familie antreten will.

Was für den Erdgas-Minivan spricht, sind die Kraftstoffkosten. Die sind beim Gasfahrzeug niedriger als beim Diesel – und erst recht als beim Benziner. Eine ordentliche Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern vorausgesetzt, amortisiert sich der Mehrpreis nach vier beziehungsweise fünf Jahren. Für Vielfahrer lohnt sich das Gasauto also in finanzieller Hinsicht. (sl)
Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-news, 2005-11-28

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