Testbericht

Hans Bast, 25. Mai 2012
Fiat gibt mit einem zusätzlichen Benziner dem Doblo neuen Schwung. Dabei ist der Motor ein alter Bekannter.

Die meisten Großraum-Vans verkaufen sich zurzeit nicht gut. In Deutschland sind die Verkaufszahlen auf ganzer Breite im Sinken begriffen. Nur der Caddy und der Opel Combo behaupten sich gut. Dabei rollt der Opel Combo seit Neuestem von demselben Band wie der Doblo.

Neu ist der 1,4 Liter große T-Jet-Motor, der jetzt im Fiat Doblo angeboten wird. Gegenüber der sonst im Doblo verbauten Phalanx an Dieselaggregaten spart der kleine Benziner deutlich Steuern. Und im Vergleich zum einzigen, bisher angebotenen Benziner hat der Turbomotor merklich mehr PS. Die Fahrleistungen liegen damit fast auf dem Niveau der stärksten dieselbetriebenen Variante. Der 1.4 T-Jet 16 V leistet 88 kW /120 PS bei 5000 Umdrehungen. Das fast verdoppelte Drehmoment von 206 Nm liegt bereits bei 2000 U/min an. Entsprechend flott fährt sich der Doblo jetzt auch. Der Fiat beschleunigt jetzt in knapp 12 Sekunden auf 100 km/h. Zwar kann die Familienkutsche nicht alle Biederkeit mit einem Mal abstreifen, aber der Spaßgewinn ist doch deutlich spürbar. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 172 km/h erreicht und der Verbrauch liegt bei 7,2 Litern Super.

Das Handling des Fiat Doblo ist ordentlich und wie man es von einem Hochdach-Kombi erwarten kann. Die Servolenkung vermittelt ein zu weiches Gefühl zur Fahrbahn. Die Schaltung ist gut erreichbar, aber hackelig. Die Federung ist komfortabel und dennoch bleibt die Seitenneigung des hohen Wagens erstaunlich gering. Das alles harmoniert gut mit dem starken Motor. Ein weiterer Trumpf des Doblo ist seine gute Geräuschdämmung. Bei der lichten Weite, die die Passagiere auf allen Sitzen empfängt, erwartet man eher einen deutlichen Hall. Aber nichts da. Der Innenraum ist gut gedämmt.

Lichte Weite erfährt man auch bei einem Blick unter die Motorhaube. Der kleine Motor versinkt fast in dem riesigen Vorderwagen. Dabei ist er ein alter Bekannter. Bislang gibt es den 1,4-Liter-Turbo bereits in der Erdgasvariante. Dann kostet der Doblo mit der Easy-Ausstattung 22.950 Euro. Der jetzt neu ins Programm genommene reine Benzinantrieb kostet bei gleicher Ausstattung 20.200 Euro. Damit hält sich der Turboaufschlag mit 1.300 Euro in Grenzen. Überhaupt ist das Ausstattungsprogramm für den Doblo sehr übersichtlich: Es gibt nur zwei. Die Grundausstattung "Pop" ab 16.950 Euro enthält bereits vier Airbags, zwei Schiebetüren, Servolenkung und Zentralverriegelung. Fast 2000 Euro mehr kostet die Ausstattung. "Easy". Die meisten Motoren gibt es nur in Verbindung mit dieser Ausstattung. So auch den 1.4 T-Jet-Motor. Dann bekommen die Schiebetüren elektrische Fensterheber, die Zentralverriegelung wird per Funk bedient und der jetzt höhenverstellbare Fahrersitz hat eine eingebaute Lendenwirbelstütze. Mit dem Family Paket für 650 Euro kann das Auditorium komplettiert werden. Es bietet zwei weitere Sitze und Ausstellfenster für die dritte Sitzreihe. Zum Modelljahr 2012 hat Fiat die Preise nur leicht angehoben - sie bleiben aber auf dem Niveau des baugleichen Opel Combo.
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Quelle: press-inform, 2012-05-25

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