Testbericht

Stefan Grundhoff, 1. März 2010
Porsche bekommt wieder einen Supersportwagen - zumindest schon mal als Studie. Der 918 Spyder soll Lust machen auf Elektro-Power und sich für Nordschleife wie auch Stadtverkehr eignen.

Nach dem Carrera GT war erst mal Schluss. Den 612 PS starken Über-Porsche ereilte das gleiche Schicksal wie den Mercedes SLR – beide werden nicht mehr produziert. Doch während Mercedes mit dem Flügeltürer SLS einen legitimen Nachfolger mit echten Sportwagenambitionen folgen ließ, gab es in Zuffenhausen erst einmal - nix. Bis jetzt: Auf dem Genfer Salon steht neben dem neuen Porsche Cayenne und dem 911 GT3 R Hybrid ein weiteres Elektrospielzeug: den Porsche 918 Spyder. Ein offener Straßenrenner, mit dem sich Porsche (auch) als Ökomarke präsentieren will.

Denn das grandiose Aussehen als Mix aus Carrera GT und einem knackigen Boxster ist nur das eine: Unter dem knapp sitzenden Blechkleid in CFK-Bauweise gibt es nicht nur Motorleistung ohne Grenzen, sondern auch einen hoch effizienten Hybridantrieb.

Dass der Renner mit dem sexy Auftritt grandiose Fahrleistungen bietet und mehr als 320 km/h Spitze laufen soll, mag schon angesichts von Design und Abstammung nicht weiter überraschen. Er ist schließlich ein Porsche-Supersportler. Auf Basis des ausgelaufenen Rennwagens RS Spyder wurde das 3,4 Liter große V8-Triebwerk überarbeitet und leistet vor der Hinterachse liegend mehr als 500 PS.

Der Verbrenner bekommt tatkräftige Unterstützung aus der Elektro-Fachabteilung. Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse leisten weitere 160 KW/218 PS. Das soll je nach Betriebsart nicht nur einen Minimalverbrauch von drei Litern auf 100 Kilometern garantieren, sondern auf der Nordschleife des Nürburgrings auch für Rundenzeiuten von weniger als 7:30 Minuten bezwingen.

Als Kraftübertragung dient ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Über das wird zudem die Elektropower an die Hinterachse übertragen. Der vordere Elektroantrieb treibt die Räder über eine feste Übersetzung an. Die elektrische Energie wird in einem Lithium-Ionen-Akku hinter den beiden Schalensitzen gespeichert. Die nötige Zusatzenergie holt sich der knapp 1,5 Tonnen schwere 918 Spyder an der Elektro-Steckdose und durch ein regeneratives Bremssystem.

Bestzeiten fahren oder per Ökomobil durch die Innenstadt rollen – der Plug-In-Hybrid des 918ers soll beides möglich machen. Über einen Knopf am Sportlenkrad lassen sich vier Betriebsmodi ansteuern. Im Elektromodus ist der offene Zweisitzer rein elektrisch unterwegs und kann so nahezu geräuschlos bis zu 25 Kilometer zurücklegen. Im Hybridmodus nutzt der Spyder je nach Fahrweise Elektro- und Verbrennungsmotoren, um einen möglichst günstigen Verbrauch zu realisieren. Im Fahrprogramm "Sport Hybrid" geht es dynamischer zu.

Zwar arbeiten die beiden Elektrotriebwerke und der V8 auch dann Hand in Hand - jedoch mit einem klaren Schwerpunkt auf entsprechend sportlichen Fahrleistungen. Der Vortrieb des Allradlers erfolgt durch ein aktives Hinterachsdifferential heckbetont. Im Rennmodus kann - ähnlich wie beim KERS-System - je nach Landungszustand eine Boostfunktion gezündet werden.

Die einzelnen Betriebsmodi werden über das Lenkrad gesteuert. Ansonsten treffen im Cockpit Tradition und Moderne aufeinander. Auf der einen Seite sieht der Fahrer bekannte Runduhren für Drehzahl, Tempo und Energiemanagement. Auf der anderen Seite könnte die Mittelkonsole mit ihrer berührungsempfindlichen Oberfläche auch aus einem Science Fiction-Film stammen. Je nach Betriebsart färben sich die Instrumente von grün bis dunkelrot und passen sich so dem Adrenalinspiegel des Piloten an.

Quelle: press-inform, 2010-03-01

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