12reifen de 18af312f7679cc803e67c16423f43eb3f447252d96ace4dd301bf44bb4745fb112neuwagen de cd67b9a3ff6c22dec8e554720f904b2fe05b73bdeff6507541033a530b269a7912gebrauchtwagen de 007b66808534d1f1906601df69cf4b5a2b30d3085742c637a543ae7bdafb9ff4

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

Jürgen Wolff, 2. Juni 2008
Wer es darauf anlegt, der kommt auch mit 3,4 Liter Diesel 100 Kilometer weit im ?koda Fabia GreenLine. Aber er muss schon alle Spar-Register ziehen - und sich nicht um böse Blicke im Rückspiegel kümmern.

Offiziell gibt ?koda den Durchschnittsverbrauch des Fabia GreenLine mit 4,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer an. Doch es geht auch noch genügsamer: Bei einer Spar-Tour durch das hügelige Salzburger Land waren selbst 3,4 Liter Verbrauch drin - bei halbwegs vertretbarem Tempo: maximal zwei Stunden durften die knapp 120 Kilometer Überland- und Stadtstrecke dauern.

3,4 Liter schafft auch der grüne Fabia nur mit konzentriertem Reduzismus: So niedrige Drehzahlen, dass einem der Motor ob der hörbaren Qualen schon tiefes Mitgefühl entlockt, bergabwärts nur im Leerlauf, abnorme Freude über jeden Lastzug auf der Straße, in dessen Windschatten man mitsegeln kann und der einem als willkommene Entschuldigung für die Kolonne im Rückspiegel dient. 3,4 Liter - unser erster Test, bei dem der tatsächliche Verbrauch unter dem offiziellen und ansonsten notorisch zu niedrigen offiziellen DIN-Verbrauch lag. Und zwar deutlich.

Im normalen Leben fährt so kein Mensch. Gottseidank. Doch auch bei eher normalem Drive mit gelegentlichen Überholvorgängen und Drehzahlen deutlich über 1000 bleibt der Fabia GreenLine zumindest im Vergleich noch halbwegs sparsam - wenn auch längst nicht mehr so deutlich. 6,3 Liter Durchschnittsverbrauch zeigte der Bordcomputer bei fast gleicher Streckenführung dann. Umweltschutz in kleinen Schritten. Das machen auch die offiziellen Zahlen deutlich: 4,1 Liter Verbrauch - das ist ein halber Liter weniger als ?koda für den "normalen" Fabia Combi mit dem gleichen 1,4-Liter-TDI-Motor angibt.

Erreicht haben die Tschechen das mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen, die sie sich - ausstattungsbereinigt - mit rund 600 Euro Aufpreis noch recht bescheiden bezahlen lassen. Änderungen an der Karosserie (sie wurde leicht tiefer gelegt und etwas aerodynamischer verkleidet) haben den Luftwiderstandsbeiwert von 0,32 auf 0,31 gesenkt, der Verzicht auf ein Reserverad zugunsten eines Reparatur-Kits half ein paar Kilo Gewicht sparen. Dazu kommen ein Motorsteuergerät mit abgewandelter Kennlinie, eine längere Übersetzung des Getriebes und Reifen mit geringem Rollwiderstand auf Leichtmetallfelgen. Wer will, kann ohne Aufpreis noch eine Dachreling ordern. "Weitere Optionen", so ?koda, "stehen aufgrund der Gewichtsbeschränkung nicht zur Verfügung."

Der Effekt mag bei der reinen Verbrauchszahl nicht so bahnbrechend erscheinen - bei genauerer Betrachtung zeigt sich dahinter doch ein kleines Revolutiönchen. Zum einen schafft der Fabia GreenLine einen CO2-Wert von 109 g/km - und liegt damit als einziger Diesel-?koda unter der magischen Grenze von 120 g/km, die als EU-Maß der Dinge gelten soll. Besser kommen als Selbstzünder nur der Mini Cooper D, der VW Polo BlueMotion mit dem gleichen Motor und der Smart CDI davon - die beiden letzteren dann aber deutlich mit 99 und 88g/km.

Und: Der Fabia GreenLine ist keine zur Gewichtsersparnis ungemütlich ausgebeinte Blechbüchse wie die frühen 3-Liter-Autos, sondern ein Alltagsauto, dass sich nicht weniger angenehm fährt als das nicht abgespeckte Original. Im Inneren fühlt man sich durchaus wohl und gut aufgehoben. Es gibt nichts, was einem im Vergleich fehlen würde - bis hin zu elektrischen Fensterhebern. Dass die Sitze nicht gerade die körpergerechtesten auf dem Markt sind, ist bei dem dickeren Bruder auch nicht anders.

Und wer es nicht gerade auf neue Sparrekorde und verärgert gestikulierende Autofahrer im Rückspiegel anlegt, der kann mit dem Greenline ähnlich flott unterwegs sein wie mit dem traditionellen Fabia: Der beschleunigt in 13,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, praktisch unmerkbare 0,2 Sekunden schneller. Und die Höchstgeschwindigkeit liegt beim GreenLine mit 172 km/h auch nur 1 km/h unter dem Fabia 1.4 TDI. Kurvenverhalten, Geradeauslauf, Ladevolumen - alles kein merkbarer Unterschied.

Wer also sein ökologisches Gewissen beruhigen und ein auf absehbare Zeit grenzwertsicheres Auto ohne spürbare Nachteile und übermäßigem Preisaufschlag fahren will, der ist mit dem Fabia GreenLine nicht schlecht bedient - und mit 17.940 Euro für den Combi oder 17.340 Euro für die Fließhecklimousine dabei.
Weiterlesen

Quelle: press-inform, 2008-06-02

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
auto-motor-und-sport
4.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2017-03-03

Citroën C3 gegen Skoda Fabia: Behauptet sich der neue C3?
Die Fröhlichkeit französischer Kleinwagen verpuffte bislang oft an den ernsthaften Qualitäten der Konkurrenz. Für d...Ganzen Testbericht lesen
auto-motor-und-sport
4.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2015-11-29

Honda Jazz, Kia Venga, Skoda Fabia Combi, VW Polo: Geball...Honda Jazz, Kia Venga, Skoda Fabia Combi, VW Polo: Geballte Kleinwa...
Gibt der neue Honda Jazz in seinem Umfeld den Ton an? Wir testen was er kann. Dazu trete...Ganzen Testbericht lesen
press-inform

press-inform, 2015-09-25

Skoda Fabia R5 - Tanz auf dem BierdeckelSkoda Fabia R5 - Tanz auf dem Bierdeckel
Skoda mischt mit dem Fabia R5 die Rallye-Klasse WRC2 auf: Jan Kopecký und Pavel Dresler holten in der 280-PS-Rakete d...Ganzen Testbericht lesen
redaktion
4.0 von 5

redaktion, 2015-08-27

Skoda Fabia Combi – KleinlasterSkoda Fabia Combi – Kleinlaster
Skoda Fabia Combi – KleinlasterGanzen Testbericht lesen
auto-motor-und-sport

auto-motor-und-sport, 2015-07-24

Fahrt im Skoda Funstar: Azubis zersägen Fabia zum Pick-upFahrt im Skoda Funstar: Azubis zersägen Fabia zum Pick-up
Von vorn sieht der Funstar aus, wie eine Sportversion des Fabia. Aber hinten haben Azubi...Ganzen Testbericht lesen