Testbericht

Stefan Grundhoff, 27. Oktober 2010
In den USA war der VW Jetta insbesondere in den 80er und 90er Jahren ein Mega-Seller. Nachdem das neue Modell amerikaweit zum Discountpreis startete, kommt die Stufenheckversion des Golf Anfang 2011 auch nach Deutschland.

Sportlich und Jetta – das passt in Deutschland kaum zusammen. Hierzulande gilt das Stufenheckmodell seit Jahren als das Auto für Langweiler schlechthin. Ein technisch ausgereifter Golf mit Rucksack und viel Platz, wenig fesch und alles andere als dynamisch konnte er das US-Image nie über den Atlantik retten. Dort, zwischen Miami und Chicago, Boston und Los Angeles gilt der Jetta als besonders sportliche Mittelklasselimousine und wird als preiswerte Alternative zum BMW 3er genannt. Kein Wunder, dass der neue Jetta seine Weltpremiere im Frühjahr in den USA feierte. Nach erfolgreichen ersten Verkaufsmonaten lässt er den Schatten zu den amerikanischen Klassen-Bestsellern Civic und Corolla zunehmend kleiner werden. Das neue, vom Golf weitgehend gelöste Design ist dabei nur eine Seite der Medaille.

Denn in den USA macht insbesondere der Preis die Musik. Für 15.900 Dollar – umgerechnet gerade einmal 11.500 Euro – arrangiert sich der US-Kunde allzu gerne mit einem betagten Zweiliter-Benziner mit 115 PS, härten Schaumstoffen im Innenraum und einer einfachen Hinterachs-Konstruktion. In Deutschland kommt der neue und durchaus sehenswerte VW Jetta Anfang 2011 auf den Markt. Das Preiswert-Kleid will sich die geräumige Stufenheck-Limousine hier gar nicht erst anlegen. „Das europäische Modell ist deutlich werthaltiger als das Basismodell in den USA“, unterstreicht daher auch VW-Vorstand Dr. Ulrich Hackenberg. In unseren Breiten gibt es beim Jetta nur die modernen TDI- und TSI-Triebwerke sowie eine aufwendige Mehrlenkerhinterachse. Die werden die meisten Kunden ebenso wenig bemerken wie die weicheren Oberflächen-Schäume am Cockpit.

Nachteil: Der wertige Auftritt hat zusammen mit der Turbo-Technik seinen Europa-Preis. In Deutschland dürfte es nur für das 122 PS starke Jetta-Basismodell erst bei knapp 21.000 Euro losgehen. VW-Chef Prof. Dr. Martin Winterkorn: „Wir haben die Technik und das Design des Jetta komplett neu abgestimmt. Damit unsere Nummer eins aus Amerika künftig auch bei uns ihre Position ausbaut. Zu Preisen ab 20.900 Euro bieten wir mit dem Jetta ein Fahrzeug an, das die Limousinen der Kompaktklasse um eine neue Qualitätsdimension bereichert."

Dr. Ulrich Hackenberg: „Viele Märkte fragen bei uns derzeit den neuen Jetta an. Der Wagen wird ab kommendem Jahr daher auch in China produziert. Zunächst starten wir jetzt jedoch in 31 europäischen Ländern.“ Der Jetta ist trotz seines müden Images in Deutschland ein weltweiter Verkaufserfolg. Von den vergangenen fünf Generationen wurden weltweit mehr als 9,6 Millionen Fahrzeuge verkauft. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an das neue Modell, das sich erstmals deutlich von seinem Bruder, dem Golf, unterscheidet. Im kommenden Jahr soll der VW Jetta zudem auch als Hybridversion zunächst in den USA und dann in Europa auf den Markt kommen. Kein Wunder, dass VW-Chef Winterkorn und Entwicklungs-Chef Hackenberg intern sogar auf den Jetta-Erfolg gewettet haben.

Quelle: press-inform, 2010-10-27

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