Testbericht

29. September 2005
Rostock, 5. September 2005 – Während andere Autos im Laufe der Modellzyklen in die Länge wachsen, schrumpft Kia seinen Rio: Dessen neueste Ausführung ist 25 Zentimeter kürzer als der Vorgänger. Damit rutscht der Rio aus der Kompaktklasse in die Kleinwagen-Liga. Wir haben als Klassen-Wechsler den 110 PS starken Rio 1.5 CRDi getestet. Kratzen an der Viermeter-Marke Mit dem Vorgänger hat der neue Rio wirklich nur noch den Namen gemeinsam. Der Neuling ist ein schicker, fünftüriger Kleinwagen, der mit seiner Kürze an der Viermeter-Marke kratzt. Dabei fällt er nicht durch Design-Wagnisse auf, sondern passt sich der aktuellen Blech-Mode seiner Klassenkameraden an. Bunte Farben im Rio Erobern wir Rio: Fahrer und Beifahrer haben genügend Platz, auch die Knie kann man unterbringen, ohne dass die Mittelkonsole drückt. Der Steuermann genießt dank einer klappbaren Armlehne noch etwas mehr Komfort. Im Testwagen gefällt uns das peppig-colorierte Cockpit. Lederlenkrad und Sitze sind schwarz-rot gestaltet, rote Nähte an Sitzen und Türinnenverkleidungen geben dem Interieur eine Prise Jugendlichkeit mit auf den Weg. Die frischen Farben bekommt allerdings nur, wer sich für die höchste Ausstattungsstufe EX Top entschieden hat und das Color-Paket ordert.

Ausreichend stark motorisiert Mit dem von uns getesteten 1,5-Liter-Turbodiesel ist der Rio ausreichend stark motorisiert. Der 110-PS-Motor entwickelt seine Kraft kontinuierlich bereits aus dem Drehzahlkeller heraus. Dabei wird die Maschine zu keiner Zeit zu laut. 11,5 Sekunden dauert der Sprint auf Tempo 100, die Spitze ist bei 176 km/h erreicht, wobei der Tacho bei unserem Test diesen Wert mit 190 Stundenkilometern bezifferte. Schaltung mit langen Wegen Dank der recht direkten Lenkung lässt sich der kleine Rio exakt um die Ecken zirkeln. Das kann man von der Schaltung leider nicht sagen: Das „H“ wird bei ihm recht groß geschrieben und die Gänge der Fünfer-Box lassen sich nicht exakt genug einlegen. Am Fahrwerk wiederum gibt es kaum etwas auszusetzen: Es ist recht straff, ohne viel Komfort vermissen zu lassen. Nur kurze Stöße werden ziemlich direkt nach innen gemeldet. Heißer Preis: Ab 9.880 Euro Der Preis ist heiß: Das billigste Ticket für Rio-Reisen kostet 9.880 Euro: Soviel beträgt der Grundpreis für den 1.4 Base. Der Teuerste ist unser Testwagen, der 1.5 CRDi EX Top. Er ist für 14.810 Euro zu haben. Mit 255 Euro für den Metallic-Lack und 350 Euro fürs Color Paket kommen 15.415 Euro zusammen. Dafür sind das ESP, die Leichtmetallfelgen und die Klimaautomatik ab Werk an Bord.
Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:5
Getriebe:Schaltung
Motor Bauart:Otto-Reihenmotor
Hubraum:1.493
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:81 kW (110 PS) bei UPM
Drehmoment:235 Nm bei 1.900-2.750 UPM
Preis
Neupreis: 14.810 € (Stand: September 2005)
Fazit
Kia ist die Schrumpf-Kur des Rio gelungen: Der Klassen-Wechsel hat der Kategorie Kleinwagen einen neuen Vertreter beschert. Der Frischling sieht nicht nur ansprechend aus – er ist auch technisch auf einem hohen Niveau – und wird vor allem zu einem günstigen Preis angeboten.

Quelle: auto-news, 2005-09-29

Getestete Modelle
×
×
Unser Server konnte Ihre Aktion nicht ausführen. Bitte versuchen Sie es erneut.
Bitte vervollständige Deine E-Mail-Adresse.
×

Wir haben Dir eine E-Mail an gesendet.
Darin befindet sich Link, um Dein Passwort zurückzusetzen.

Keine E-Mail erhalten?

×
Anmelden
×

Wir haben Dir eine E-mail an gesendet.
Darin findest Du einen Link, um Deine E-Mail-Adresse zu bestätigen.

Keine E-Mail erhalten?

Bitte aktualisiere nochmals Deinen Posteingang und prüfe auch den Spam-Ordner.