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Testbericht

20. März 2009
Alicante (Spanien), 20. März 2009 - Aus zwei mach eins - unter diesem Motto hat BMW den Roadster und das Coupé der Z4-Reihe zu einem einzigen Modell zusammengefasst. Der frische Sportler ist eine komplette Neuentwicklung und verbirgt seine Passagiere erstmals mit einem Metallklappdach vor den Unarten des Wetters. Damit wird das jüngste Spaßmobil in der 75jährigen Roadstergeschichte der weißblauen Marke ein Zweisitzer für´s ganze Jahr. Wir sind den 306 PS starken Z4 sDrive35i unter der Frühlingssonne Südspaniens bereits gefahren. Bi-Xenon-Licht in Serie Seinem Vorgänger ist der neue Z4 auf den ersten Blick zwar ziemlich ähnlich, doch hinter der Silhouette steckt ein völlig neues Auto. Auf die Proportionen sind die Macher bei BMW besonders stolz: Flacher, breiter und mit einen auffällig langen Motorhaube blickt der Newcomer recht selbstbewusst in die Welt. Freundlich schaut der 4,23-Meter-Sportler aus serienmäßigen Bi-Xenon-Scheinwerfern mit Coronaringen für die Tagfahrt - gleißende LED-Bänder kommen für die Münchner derzeit nicht in Frage. Z4 sDrive35i als Topmodell der Reihe Unser Testwagen ist das Topmodell der Reihe: der sDrive35i. Der etwas holprige Name kommt von der neuen BMW-Nomenklatur und soll die Z-Modelle als besonders sportlich kennzeichnen, so wie die Bezeichnung "xDrive" seit kurzem für Allrad-Fahrzeuge steht. Die Zahl "35" bedeutet, dass unter der langen Haube des offenen Münchners ein 306 PS starkes Twin-Turbo-Herz schlägt. Warum dieser Dreiliter-Motor nicht (wie viele Jahre lang bei BMW üblich) aufgrund seines Hubraums mit "30" bezeichnet wird, ist für Normalverbraucher nicht nachvollziehbar. Dieser Reihen-Sechszylinder bildet die motorische Spitze des Trios zum Marktstart, zu dem noch ein 2,5-Liter mit 204 und ein Dreiliter mit 258 PS gehören. Diese heißen sDrive23i und sDrive30i. Ob und wann Vierzylinder-Aggregate, ein M-Motor oder gar ein Diesel den Motor-Raum unterm schlanken Blech füllen, hat BMW noch nicht bekannt gegeben.

Dach lässt sich nur im Stand öffnen Mit 16 Grad muss uns die südspanische Sonne nicht lange bitten, das Coupé in einen Roadster zu verwandeln. Wir können das Dach entweder über eine Taste im Innenraum oder bequem neben dem Wagen stehend mit dem Fahrzeugschlüssel öffnen. Leider funktioniert das Öffnen und Schließen des Daches nur im Stand. Das hängt laut Pressesprecher Daniel Schmidt damit zusammen, dass beim Hochschwingen des Heckdeckels das dritte Bremslicht kurzzeitig nicht zu sehen ist. Daher darf diese Funktion nicht angeboten werden. Bis zu zwei Golfbags in den Kofferraum Nach 20 Sekunden schmiegt sich das zweiteilige Metallverdeck in den Kofferraum. Dort schrumpft der Platz von beachtlichen 310 Liter auf 180 Liter. Dennoch sollen hier sogar - vor allem dank einer neuen Durchlademöglichkeit - ein Golfbag oder zwei Paar Skier hineinpassen. Bei geschlossenem Dach sollen es sogar zwei Golfbags sein. Fürs schnellere Herankommen ans Gepäck gibt es gegen Aufpreis übrigens eine Komfortfunktion auf Knopfdruck: Das Dach verlässt seinen Ruheplatz und schwenkt in eine Zwischenstellung. Dann lassen sich Gegenstände ein- und ausladen. Ein weiterer Knopfdruck packt das Dach dann wieder ein. Diese Funktion spart etwa 20 Sekunden Zeit, wenn man nur fix etwas aus dem Kofferraum holen will. Jetzt mit elektrischer Parkbremse Völlig neu gestylt wurde das Interieur. Wir betten uns ins belederte Sportgestühl unseres Probier-Autos und fühlen uns gut aufgehoben. Nach wie vor verursacht der Roadster das Gefühl einer heimeligen Enge, ist aber im Vergleich zum Vorgänger fünf Zentimeter breiter geworden. Ablagen in den Türen und erstmals auch hinter den Sitzen geben Kleinigkeiten Raum. Außerdem ist der fette Hebel der mechanischen Handbremse einer schlanken Taste des elektrischen Feststellsystems gewichen. Puristen werden an diesem Innenraum keine Freude haben, dafür umsomehr die Komfort-Verwöhnten: Weiches Leder, edle Holzmaserungen und mattes Aluminium adeln die Freiluft-Loge zum Edel-Salon.

Erstmals mit iDrive-System Bei der ergonomischen Gestaltung der Armaturentafel besinnt sich BMW erfreulicherweise auf alte Tugenden: Die Mittelkonsole neigt sich wieder mehr dem Fahrer zu, das verstärkt das Cockpitgefühl. Insgesamt wirkt die Inneneinrichtung stimmig und gelungen. Besonders gut gefallen uns die neuen Klimaregler, die eine wahrlich runde Sache geworden sind. Rund ist auch die Hauptbedienung fürs Navi: Hier kommt jetzt erstmals das Bediensystem iDrive zum Einsatz. Per Controller in der Mittelkonsole wird das Navi-System gesteuert, ein 8,8 Zoll großer Klappmonitor zeigt die Funktionen an. Der optionale Wegfinder soll aufgrund einer 80-Gigabyte-Festplatte besonders schnell sein, dank 15-GB-Musikspeicher lässt sich das Gerät vielseitig verwenden. Tiefes Grummeln, kehliges Röhren Doch die eigentliche Musik macht in diesem Fall der Antrieb, denn die Ingenieure haben am Soundregler der Auspuffanlage gedreht. Von dorther kommt nach dem Starten ein tiefes Grummeln, das sich beim Beschleunigen in ein kehliges Röhren verwandelt. Die Klangkulisse passt perfekt zu diesem 300-PS-Roadster: Hörbar auffällig, aber nicht prollig-laut gibt die Twin-Turbo-Maschine ihre Kraft kund. Fast unanständig ist allerdings das schaurige Hicksen, das man beim schnellen Lastwechsel provozieren kann und bei dem sich dann manche Passanten umdrehen. Auf Wunsch: Siebengang-DKG und Sportfahrwerk Unser Testmobil hat so ziemlich alles dabei, was man für den Z4 sDrive35i an Technik und Extras bestellen kann. Dazu gehört das 2.400 Euro teure Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DKG), das bei BMW "Sport-Automatic" heißt. Am Joystick-Hebel wird die Fahrstufe eingelegt. Wir können aber auch manuell am Hebel oder per Wippen am Lenkrad schalten, wobei letztere in puncto Ergonomie sehr gewöhnungsbedürftig sind. Ab Werk ist übrigens bei jedem Z4 eine Sechsgang-Handschaltung montiert, für die schwächeren Motoren kann eine Sechsgang-Wandlerautomatik bestellt werden. Eine weitere Besonderheit unseres Testwagens liegt weiter unten: das adaptive Sportfahrwerk. Es bringt den Wagen um zehn Millimeter näher an die Straße und kann dank elektronisch geregelter Dämpfer auch per Tastendruck straffer eingestellt werden.

Komfortabel abgestimmtes Fahrwerk So gerüstet machen wir uns auf den Weg, zunächst gemütlich cruisend durchs frühlingshafte Alicante. Mit offenem Dach, gebettet ins weiche Leder, genießen wir die luftige Ausfahrt. Der starke Motor und die kaum spürbaren Schaltvorgänge des Doppelkupplungsgetriebes lassen den Zweisitzer wie von allein rollen. Das Fahrwerk ist für ein Auto mit dem Anspruch, ein sportlicher Roadster zu sein, erstaunlich komfortabel ausgelegt. Jedenfalls spüren wir nur grobe Unebenheiten, kleinere Huckel werden recht sauber weggebügelt. Keine Nackenheizung Dank geschlossener Scheiben und dem kleinen Windschott zwischen den Sitzen ist der kalte Fahrtwind bei Temperaturen unter 20 Grad innen nur wenig spürbar, beim Schnellfahren kommen allerdings die knallharten und luftgierigen Roadsterfahrer wieder auf ihre Kosten. Aber auch an die Cruiser wird gedacht: Die Klimaautomatik verfügt über einen speziellen Cabrio-Modus, der besonders viel warme Luft in den Kopfraum bringen soll. Eine wohlig-warme Nackenheizung, die beispielsweise beim Mercedes SLK, beim Peugeot 308 CC und beim Audi A5 Cabrio angeboten wird, hat BMW derzeit nicht im Programm. Überaus druckvoller Vortrieb Heiß wird uns trotzdem und zwar auf den kurvenreichen Bergstraßen im spanischen Hinterland. Der Vortrieb des Münchner Boliden ist ein druckvoller Spaß, den wir genüsslich auskosten. Der sDrive35i sprintet in 5,1 (!) Sekunden auf Tempo 100, das ist übrigens nur eine Zehntel Sekunde langsamer als die 343 PS starke M-Variante des Vorgängers. Uns wird klar, warum das Lenkrad griffige Mulden hat und warum die Sportsitze auf Seitenhalt ausgelegt sind. Satt hängt der Motor am Gas, gierig saugt sich der Roadster in Kurven hinein. Dabei klebt er beim raschen Wedeln regelrecht am Asphalt: Nur am leichten Zucken der Hinterachse spüren wir knapp hinter uns, dass der knackige Sportler so richtig mit dem Hinterteil wedeln würde, wenn die dynamische Stabilitätskontrolle nicht schützend eingreifen würde.

Fahrdynamik in drei Stufen einstellbar Mit der "Fahrdynamic Control" können wir auf Knopfdruck das Setup des Z4 verändern: Die Einstellung "Sport" bedeutet, dass das Gaspedal schneller reagiert, die ohnehin direkte Lenkung noch feinfühliger agiert und das Getriebe schneller schaltet. In Stellung "Sport +" greift zusätzlich die Traktionskontrolle später, sodass leichte Kurvendrifts möglich sind. Neun Liter Verbrauch Den Verbrauch beziffert BMW mit glatt neun Liter. Erreicht werden soll dieser Wert auch dank der Bremsenergie-Rückgewinnung und der modernen Hochdruck-Direkteinspritzung, die der sDrive35i dabei hat. Je nach Motor und Getriebe kommen bei Z4 weitere Effizienzmaßnahmen wie eine Schaltpunktanzeige, eine bedarfgerechte Steuerung von Nebenaggregaten und rollwiderstandsreduzierte Reifen zum Einsatz. Ab 35.900 Euro Der 204 PS starke sDrive23i kostet 35.900 Euro. Dafür sind die Fahrdynamic Control, das Bi-Xenonlicht, 17-Zoll-Alus und ein Multifunktions-Lenkrad enthalten. Der 258-PS-Dreiliter ist für 42.900 Euro zu haben. Unser Top-Testwagen kostet 47.450 Euro. Obwohl bereit eine Lederausstattung, Sitzheizungen, ein Regensensor und Mischbereifung mit 255er-Pneus hinten sowie 225ern vorn dabei sind, lässt sich dieser Wert ordentlich in die Höhe treiben. Beispielsweise mit dem bereits erwähnten Doppelkupplungsgetriebe für 2.400 Euro, Sportsitzen für 630 Euro, dem Komfortzugang für 670 Euro, einem Festplatten-Navigationssystem ab 2.950 Euro oder dem adaptiven Sportfahrwerk für 1.230 Euro.
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Technische Daten
Antrieb:Heckantrieb
Anzahl Gänge:7
Getriebe:Doppelkupplungsgetriebe
Motor Bauart:Reihen-Ottomotor
Hubraum:2.979
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:6
Leistung:225 kW (306 PS) bei UPM
Drehmoment:400 Nm bei 1.300-5.000 UPM
Preis
Neupreis: 47.450 € (Stand: März 2009)
Fazit
Ein "klassischer Roadster", der der neue Z4 laut BMW-Marketing ist, mag er aufgrund seiner Struktur auch sein: Eine ellenlange Motorhaube, Sitzplätze kurz vor der Hinterachse und ein versenkbares Dach hat er. Doch einen wichtigen Punkt, den ein uriger Roadster erfüllen muss, kann man beim Z4 nicht abhaken: Der flotte Münchner ist alles andere als puristisch. Im Gegenteil: Für die lange Stange Geld, die der Metalldach-Bolide (leider) kostet, gibt´s einen kleinen und feinen Sportwagen, der nobel eingeräumt ist und Wohlfühlfaktor bietet. Darüber hinaus bekommt man beim Dreiliter-Modell mit 306-Sechszylinder-PS und supersanftem Doppelkupplungsgetriebe noch genau jene Portion Fahrspaß obendrauf, die man von einem BMW erwartet.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-news, 2009-03-20

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