Testbericht

Susanne Kilimann, 7. Februar 2010

BMW lässt einen neuen X5 vom Stapel. Vier neue Motorisierungen machen den Allradler noch kräftiger aber ein bißchen bescheidener.

Mit dem X5 hat von Anfang an ein glückliches Händchen gezeigt. Die Bayern präsentierten ihn erstmals 1999 auf der Detroit Motor Show und hatten damit schon zum Auftakt der großen SUV-Welle etwas Ordentliches in der Pipeline. Seit 2000 fährt der bayrische Allradstar mit beeindruckender Sportlichkeit davon. Zumindest auf dem Asphalt. Auf echten Offroad-Pisten haben VW Touareg, Mercedes ML und Porsche Cayenne die Nase vorn. BMW aber wollte sein SUV vor allem auf normalen Straßen glänzen lassen, wo sich das Gros der SUV ohnehin die allermeiste Zeit bewegt.

Beim Anfahren auf lockerem Sand oder Tiefschnee, bei Ausflügen in mittelschweres Gelände machte X5 dank seines Allradsystem xDrive, das für eine variable Verteilung des Antriebsmoments zwischen Vorder- und Hinterachse sorgt und somit Sperren und Untersetzungen vermeidet. An der raffinierten Allrad-Technologie und ihrem Zusammenspiel mit anderen Fahrerassistenzsystemen haben die BMW-Ingenieure kontinuierlich weitergetüftelt. 2006 ging die zweite Modellgeneration mit weiterentwickelten Sicherheitsfeatures aber wenig verändertem Look an den Start.

Jetzt wird die zweite X5-Generation aufgefrischt. Die paar Retuschen an Front und Heck sind leicht zu übersehen. Vorn weisen größere Lufteinlässe darauf hin, dass unter der Haube jetzt noch mehr Leistung erbracht wird. Auffällig auch der erhöhter Anteil der in Wagenfarbe lackierten Flächen an der Frontschürze. Die schwarze Kunststoffverkleidung am unteren Karosserieabschluss fällt schmaler aus als beim Vorgänger. Neu ist der mattsilberne Unterfahrschutz, der sich über die gesamte Breite des mittleren Lufteinlasses erstreckt. Für die Nebelscheinwerfer haben BMWs Designer einen neuen Platz gefunden. Sie wurden höher und in kürzerem Abstand zur BMW-Nieregesetzt, was die markentypische „Dreiecksgrafik“ prägnanter herausbringen soll. Schöne Augen macht X5 wenn sich der Kunde für das optionale Xenon-Licht entscheidet. Dann zeigen sich mit LED-Lichtringen in den Doppelrundscheinwerfern.

Am Heck finden sich ebenfalls ein paar neue optische Details. Auch hier setzen die Karosseriegestalter auf in Wagenfarbe lackierten Karosserieelemente, die das mit sportlich-elegante Image vom neuen X5 unterstreichen sollen. Die neu gestaltete Heckschürze nimmt die grafische Struktur der Frontpartie auf. Die weit außen platzierten Abgasrohre wurden aufwendig modelliert und ebenfalls in Wagenfarbe lackiert um die Botschaft unverhohlen rüberzubringen: Hier ist einer, der was kann. Die L-förmigen und in ihrem Inneren ebenfalls neu gestalteten Heckleuchten sollen mit jeweils zwei homogen glühenden, von LED gespeisten Lichtbänken dem Hintermann auch nachts anzeigen, dass da ein Bayer mit weiß-blauem Logo vor ihm fährt.

Die Antriebspalette wurde komplett erneuert und präsentiert sich eistungsstärker – aber effizienter. Topmodell unter den neuen Gelände- Fünfern ist der BMW X5 xDrive50i mit einem V8-Benzinmotor mit TwinPower Turbo und Direkteinspritzung. Aus seinem 4,4-Liter Hubraum schöpft er 300 kW/407 PS bei 5.500 bis 6.400 U/min. Das maximale Drehmoment von 600 Nm liegt bei 1.750 bis 4.500 U/min an. Der Sprint von Null auf Tempo 100 ist damit in 5,5 Sekunden geschafft, das Spitzentempo bei 250 km/h erreicht. Den Verbrauch beziffert BMW mit 12,5 Liter pro 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 292 g/km entspricht.

Im BMW X5 xDrive35i geht ein Reihensechszylinder-Benzinmotor mit BMW TwinPower Turbo, Direkteinspritzung und vollvariabler Ventilsteuerung ans Werk. Das kleinere Benzintriebwerk bezieht aus dem 3-Liter-Hub 225 kW/306 PS und bringt ein 400 Nm bei 1200 bis 5000 U/min auf die Achsen, beschleunigt in 6,8 Sekunden auf 100 km/h und hat das Tempolimit bei 235 km/h erreicht. Im Normzyklus werden 10,1 Liter verbraucht.

Auch die Diesel-Antriebe für den neuen X5 entstammen einer neuen Motorengeneration. Mit besonders sportlichem Talent empfiehlt sich der neue BMW X5 xDrive40d. Seine Antriebseinheit, die von der Luxuslimousine 740d übernommen wurde, erzeugt mithilfe von TwinPower Turbo Technologie und Common-Rail-Direkteinspritzung eine Höchstleistung von 225 kW/306 PS bei 4.400 U/min sowie ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmetern. Das Aufladesystem sorgt dafür, dass bereits knapp oberhalb der Leerlaufdrehzahl zunächst ein kleinerer und bei höherer Lastanforderung zusätzlich ein großer Lader aktiv wird. Die früh einsetzende und lang anhaltende Durchzugskraft ermöglicht dem Automatikgetriebe. Spitzendiesel eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 6,6 Sekunden. Maximal liegen 236 Stundenkilometer drin. Den Durchschnittsverbrauch beziffert BMW mit 7,5 Litern. Ein kleinerer Selbstzünder mit 180 kW/245 PS, einem maximalen Drehmoment von 540 Newtonmetern und 7,4 Liter Durchschnittsverbrauch rundet die Palette ab. Alle Motoren arbeiten serienmäßig mit einem Achtgang-Automatikgetriebe, aber ohne Start-Stopp-Automatik.

In Sachen Sicherheitsfeatures und Komfortoptimierung wird üppig aufgetragen. Alternativ zur serienmäßigen Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion steht eine Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go- Funktion zur Wahl. Sie umfasst zusätzlich eine automatische Abstandsregelung, die komfortables Dahingleiten im fließenden Autobahn- oder Landstraßenverkehr ermöglicht und außerdem bei stockendem Verkehr mit minimaler Geschwindigkeit für den gewählten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sorgt. Die ebenfalls erhältliche Spurverlassenswarnung kann bei Geschwindigkeiten von mindestens 70 km/h unbeabsichtigte Kursabweichungen erkennen. Außerdem stehen auch das Head-Up-Display, mit dem fahrerrelevante Informationen im Sichtfeld des Fahrers auf die Frontscheibe projiziert werden, der Fernlichtassistent und das adaptive Kurvenlicht einschließlich Abbiegelicht, variabler Lichtverteilung und adaptiver Leuchtweitenregulierung zur Verfügung.

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Quelle: press-inform, 2010-02-07

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