Testbericht

Marcel Sommer, 1. Dezember 2013
Ab sofort ist ein Toyota Verso auch mit einem 112 PS starken Dieselmotor aus dem Hause BMW erhältlich.

"Ich bin überzeugt von der Fertigungsfähigkeit unserer Motorenabteilung. Wir bauen Dieselmotoren für die ganze Welt und haben ja auch den 1.4, den 2.0 und den 2.2 weiter im Programm. Doch den 1.6 haben wir durchkalkuliert und sind dabei zu dem Entschluss gekommen, dass wir ihn besser einkaufen können", erklärt Gerald Killmann, Projektleiter für den Toyota Verso und die Diesel-Kooperation mit der BMW Group. Gesagt getan: Ab sofort kommt ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Dieselmotor mit 82 kW / 112 PS im Toyota Verso 1.6 D-4D zum Einsatz. Das Selbstzünderaggregat ist das erste Ergebnis der vor zwei Jahren beschlossenen Zusammenarbeit zwischen dem größten Automobilhersteller der Welt und der BMW Group. Die größte Herausforderung bei der nun gelungenen Motorenkooperation lag vor allem darin, "ob das Ding überhaupt da rein passt", verrät Gerald Killmann. Denn was bei einem aktuellen BMW 116d und einem Mini Diesel funktioniert, muss nicht zwangsläufig bei einem Verso klappen. "Doch unterm Strich steht ein gelungenes Downsizing im unteren Segment mit Hilfe von BMW", so Killmann weiter.

Einer der Schwerpunkte lag in der Verbindung des Motors mit dem Toyota Getriebe und der Fahrzeugelektronik. Von einer Start-/Stopp-Automatik über ein Zweimassen-Schwungrad bis hin zum Getriebegehäuse wurden zahlreiche Komponenten erneuert. Das Resultat ist der neue Einstiegsmotor in die Diesel-Motorenpalette des Kompaktvans Verso mit einem maximalen Drehmoment von 270 Newtonmetern. Der CO2-Ausstoß soll bei 119 Gramm pro Kilometer liegen, was einem Dieselverbrauch von 4,5 Litern auf 100 Kilometern entspräche. Damit umfasst die Antriebspalette des Toyota Verso nun einen Benzin- und drei Dieselmotoren.

Von der Tatsache, dass unter der Motorhaube des Toyota Verso 1.6 D-4D nun ein Münchener Motor arbeitet, bekommen seine Besitzer nichts mit. Das Triebwerk wird im Toyota-Katalog als Toyota D-4D aufgeführt und auch im verbauten Zustand finden sich keinerlei Hinweise auf seine deutschen Wurzeln. Wobei der Begriff des deutschen Motors eigentlich auch nicht ganz richtig ist. Denn produziert wird er im österreichischen Steyr, bevor er ab Januar 2014 im türkischen Toyota Werk in Adapazari mit dem Rest des Fahrzeugs verheiratet wird. Einige Jahr zuvor gab es schon einmal eine deutsch-japanische Hochzeit, allerdings in einer anderen Reihenfolge. Damals kam ein 1,4 Liter großer Dieselmotor von Toyota im Mini Diesel zum Einsatz.

Dass in Zukunft noch weitere Modelle von der Kooperation profitieren werden, steht außer Frage. "Es werden natürlich noch weitere Modelle auf dem europäischen Markt folgen - aber die sind noch geheim. Einen Lexus wird es hingegen nicht mit dem neuen 1,6 Liter-Dieselmotor geben. Und einen Diesel-Hybrid schon gar nicht", versichert Gerald Killmann. "Unsere Benzin-Hybriden erreichen einen nahezu gleichen Wirkungsgrad - und sind günstiger. In einen Diesel-Hybrid muss ein teurer Dieselmotor und ein teures Getriebe rein. Und auch ein umweltschonender Motor muss profitabel sein."
Testwertung
3.5 von 5

Quelle: press-inform, 2013-12-01

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