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Testbericht

20. November 2003
Erding, 20. November 2003 - Klassische Roadster sind spartanisch ausgestattete, zweisitzige Sportwagen mit straffem Fahrwerk, einfachem Stoffdach und Hinterradantrieb. Zu Fahrzeugen dieser Art gehörten in den 60er-Jahren Legenden wie der MG A, der Jaguar E-Type oder der Triumph TR 4. Heutzutage stellt sich manches anders dar. Wir haben uns den Audi TT Roadster angesehen, um zu überprüfen, ob das Auto zu Recht so heißt. Wir wählten eine brandneue Version: den 250 PS starken TT Roadster 3.2 quattro mit Doppelkupplungsgetriebe DSG.

Erster Sechszylinder Den TT Roadster gab es bisher ausschließlich mit einem 1,8-Liter-Turbobenziner, in Varianten mit 150, 180 und 225 PS. Mit dem 3,2-Liter kommt nun auch ein Sechszylinder - und was für einer. Satte 320 Newtonmeter Drehmoment bei 2.800 bis 3.200 U/min erlauben das schaltfaule Cruisen, die Maximalleistung von 250 PS sorgt im Bedarfsfall für Sprinttauglichkeit. So ist das Auto ein Zwitter: Sowohl relaxtes Gleiten als auch sportlich-ambitioniertes Fahren sind möglich. Das Aggregat ist in leicht modifizierter Form unter anderem vom VW Golf R32 her bekannt.

Nicht nur Schall und Rauch Nach dem Einsteigen und Anlassen fällt der Motorsound auf: Das Aggregat klingt rau und schön. Und wenn man losfährt, merkt man, dass der Spaß nicht nur Schall und Rauch ist: Es macht Spaß zu beschleunigen. Und zwar schon bei niedrigen Drehzahlen - auch wenn der herrliche Sound erst bei höheren Touren dazukommt. Dieser Klang kommt nicht von ungefähr. Die doppelflutige Auspuffanlage ist beim 3.2 quattro speziell darauf ausgelegt. Damit das Geräusch bei höheren Drehzahlen nicht zu dominant wird, haben die Audi-Ingenieure eine Klappe eingebaut, die drehzahlabhängig geschlossen wird. Der sonore Sound bleibt erhalten, wird aber etwas gedämpft. Ob dieses technische Konzept zur Geräuschminderung zum Konzept eines Roadsters passt, mögen die Puristen entscheiden - den Fahrkomfort fördert es allemal.

DSG und Allradantrieb Im TT Roadster wird der Sechszylinder ausschließlich in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG und Allradantrieb angeboten.

Doppelte Kupplung, doppeltes Vergnügen? Das Doppelkupplungsgetriebe DSG passt laut Audi zur sportlichen Charakteristik wie das Deckelchen auf`s Töpfchen. Ist dem aber wirklich so? Das DSG verhält sich auf Wunsch ähnlich wie eine Automatik. Dazu hat man noch einen manuellen Modus, in dem man am Wahlhebel oder über die Schaltwippen am Lenkrad herauf- oder herunterschalten kann. Im Prinzip schaltet Michael Schumacher auch nicht anders - da kann man wohl kaum von mangelnder Sportlichkeit reden. Dazu kommt der Automatikmodus, in dem man außer Gasgeben gar nichts tun muss. Man wird also nicht zum sportlichen Schaltverhalten gezwungen.

Schnell geschaltet Im Vergleich zu anderen automatisierten Schaltgetrieben wie dem SMG von BMW fällt auf, dass der Schaltvorgang mit dem DSG schneller vor sich geht. Besonders bei Langsamfahrt im Automatikmodus sind bei BMW deutliche Schaltpausen zu bemerken. Dass es beim DSG nicht so ist, liegt daran, dass in diesem Getriebe zwei Kupplungen arbeiten, was besonders schnelle Gangwechsel ermöglicht.

Allradantrieb für einen Roadster? Roadster verfügen als Sportwagen traditionell über einen Heckantrieb. Nicht so der TT Roadster, der in den Grundmodellen den Audi-typischen Frontantrieb besitzt. Die auf 250 PS gesteigerte Leistung des 3,2-Liter-Sechszylinders wird aber mit Allradantrieb kombiniert. So wird der gewollte Powerslide auf der Landstraße natürlich schwerer. Aber es hat den Vorteil, dass der Wagen in scharf gefahrenen Kurven besser in der Spur bleibt.

Fahrwerk angepasst Das Fahrwerk des TT wurde an die gesteigerten Fahrleistungen angepasst. Größere Stabilisatoren, eine härtere Abstimmung und eine Doppelkolben-Bremsanlage gehören zu den Veränderungen. Im Ergebnis fährt sich der TT 3.2 quattro sportlich-straff, aber nicht übertrieben hart. Auch hier lässt sich erkennen, wie die ursprüngliche Roadster-Philosophie an heutige Komfort-Vorlieben angepasst wurde.

Verwindungsresistent Die Karosserie des TT Roadster stellt nicht die offene Variante des Coupés dar, sondern wurde von Anfang an getrennt entwickelt. Dass das gelungen ist, zeigt einerseits die Verwindungsresistenz beim Fahren. Andererseits zeigt es ein Crashtest am 2003er-Modell, bei dem er von fünf getesteten Roadstern die beste Punktzahl erhielt.

Kofferraum und Verdeck Der 180 Liter fassende Kofferraum ist um 40 Liter kleiner als bei den übrigen TT-Versionen. Damit liegt der quattro-Roadster aber immer noch vor beliebten Klassenkollegen wie dem Mazda MX-5 oder der Fiat Barchetta. Alle TT Roadster haben ein Stoffverdeck mit heizbarer Glasheckscheibe. Während es bei den meisten Versionen manuell bedient wird, lässt es sich beim 3.2 quattro mit Elektromotor öffnen und schließen. Der elektrisch gesteuerte Vorgang dauert etwa 15 Sekunden.

Die serienmäßige Lederpersenning lässt sich recht leicht installieren. Für das Verdeck gibt es die Farben Grün, Blau und Schwarz zur Auswahl. Für die Karosserie werden Rot und Schwarz ohne Aufpreis angeboten. Vor Luftverwirbelungen schützt eine senkrechte Glasscheibe hinter den Köpfen der Insassen. Dieses Windschott ist elektrisch versenkbar. Es kostet 435 Euro Aufpreis.

Ausstattung Die Ausstattung ist recht umfangreich: Front- und Seitenairbags, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, ESP und Sportsitze gehören dazu, aber auch eine Klimaautomatik und höhenverstellbare Ledersitze mit Sitzheizung.

Vergleich mit dem nächstkleineren Motor Der TT Roadster 3.2 quattro mit DSG ist für 44.000 Euro zu haben. Mit dem nächstkleineren Motor gibt es den TT Roadster für 37.900 Euro. Der 225 PS starke Vierzylinder-Turbo 1.8T liegt bei der Sprintzeit nur 0,3 Sekunden zurück, beim Drehmoment etwa 15 Prozent und bei der Höchstgeschwindigkeit rund fünf Prozent. Allradantrieb haben beide Autos, der 1.8T allerdings kein DSG, sondern eine Sechsgang-Schaltung. Wenn man das DSG mit rund 1.850 Euro sowie Klimaautomatik und Xenonlicht berücksichtigt, bleibt eine Preisdifferenz von knapp 2.000 Euro. Dafür bekommt man außer dem stärkeren Motor den vergrößerten Heckspoiler und die modifizierten Schürzen, ein Sportlederlenkrad mit Schaltwippen und die verbesserte Bremsanlage. So erscheint die Preisrelation zum 1.8T mit 225 PS als angemessen.

Vergleich mit der Konkurrenz Und im Vergleich zur Konkurrenz? Der TT Roadster 3.2 quattro tritt gegen den BMW Z4 3.0 SMG und den Porsche Boxster 2.7 Tiptronic-S an. Diese Wettbewerber sind allerdings Hecktriebler. Der BMW ist mit 39.750 Euro günstiger als der TT Roadster, bietet aber ein weniger aufwändiges Getriebe und etwas weniger Ausstattung. Mit seinen 231 PS spurtet er schneller als der Audi, nämlich in 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Preislich etwa gleichauf mit dem Audi-Roadster liegt der 228 PS starke Porsche für 44.821 Euro. Mit 7,3 Sekunden für den Sprint fährt er jedoch den anderen Autos hinterher.

Seitenblick auf einen Vierzylinder Einen Seitenblick ist vielleicht auch noch der Honda S2000 wert. Der hat zwar einen weitaus weniger drehmomentstarken Vierzylindermotor und ein normales Schaltgetriebe. Mit 240 PS, einer Spurtzeit von 6,2 Sekunden und nicht zuletzt einem schönen Motorklang ist er dem TT jedoch in sportlicher Hinsicht gewachsen. Die Kosten bleiben mit 35.450 Euro im Rahmen. Der S2000 ist dem klassischen Roadster-Konzept näher als der Audi. Dafür bietet er weniger Komfort und einen kleineren Kofferraum. Wegen fehlendem Stabilitätsprogramm ESP und ohne Allradantrieb bricht der Honda zudem in Kurven leichter mit dem Heck aus. (sl)
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Technische Daten
Motor Bauart:Sechszylinder-Ottomotor, DOHC
Hubraum:3.189
Leistung:184 kW (250 PS) bei UPM
Drehmoment:320 Nm bei 2.800 bis 3.200 UPM
Preis
Neupreis: 44.000 € (Stand: November 2003)
Fazit
Ein Roadster im strengsten Sinn des Wortes ist der TT Roadster vielleicht nicht. Ein elektrisches Verdeck, Klimaautomatik und der Allradantrieb sind Elemente, über die Vertreter der reinen Lehre die Nase rümpfen könnten. Sportlich fahren kann man dennoch mit dem TT Roadster 3.2 quattro, und Spaß haben auch - keine Frage. Das liegt am starken Motor, an dem guten Getriebe und dem schönen Sound. Der TT Roadster eignet sich als Multitalent aber nicht nur fürs sportliche Fahren, sondern eben auch für die Autobahn oder das gemütliche Genießen des schönen Wetters.

44.000 Euro für einen Roadster sind natürlich kein Pappenstiel. Doch auch die Sechszylinder-Konkurrenz ist nicht günstiger, wenn man das Getriebe, den Allradantrieb und die Ausstattung mit in Erwägung zieht. Klar, Vierzylinder wie der TT Roadster 1.8T quattro mit 225 PS oder der Honda S2000 sind billiger. Aber schaltfaule Cruiser werden dem drehmomentstarken Sechszylinder des Audi den Vorzug geben - vor allem, weil mit 250 PS auch ein Spurt Spaß macht. (sl)

Quelle: auto-news, 2003-11-20

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