Testbericht

12. November 2011

Sportwagen-Schreck oder nur ein “aufgeblasener” A3? Der Audi A3 RS kommt sportlich daher. Er lässt keinen Zweifel aufkommen, dass hier eine Dampfmaschine steht. Hat aber nicht so das “Krawall-Image” wie sein Konkurrent aus dem Hause Ford, der Ford Focus RS.

Ein Lichtblick im Nebel-Loch rund um Donauwörth
Vorn, hinten und auf den vorderen Bremssätteln der Schriftzug RS. Die Signalfarbe Misanorot schreit laut: Leute, macht Platz. Autos, die langsamer als 200 km/h fahren, bitte die rechte oder mittlere Spur benutzen. Der RS ist 25 Millimeter tiefer als sein normaler A3-Bruder und steht serienmäßig auf 19 Zoll-Felgen mit 235er Reifen.

Zahlen aus denen Träume sind
Audi A3 RS Sportback  sprintet Dank Fünfzylinder-Turbo mit 340 PS und 450 Nm Drehmoment  in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist damit schneller als ein Porsche Cayman R.  Unterstützt wird der Vorwärtsdrang von einem Siebengang Stronic-Getriebe und Allradantrieb.

Auch das Interieur begeistert
Der Audi A3 RS ist auch innen ein echter Hingucker. Die Verarbeitung rangiert auf Premium-Niveau. Erhältlich sind unter anderem edle, elektrisch verstellbare Sportsitze (675 Euro) und ein Bose Soundsystem (605 Euro).

Leichtgewicht
Der Audi A3 RS wiegt noch keine 1,6 Tonnen. Das Gewicht wird durch den Einsatz von kohlefaserverstärktem Kunststoff und intelligenter Alu-Technik reduziert. Die Audi-Ingenieure nennen es Audi Space Frame. Die ausgestellten vorderen Kotflügel sind aus CFK gefertigt. 

Der Audi A3 RS Sportback gibt sich dezent: Erst wenn man genauer hinschaut, erkennt man die RS-Zeichen, den unauffälligen Heckspoiler, die großen Einlassöffnungen und den dezenten Heckdiffusor.

Alltagstauglich? Aber sicher!
Im Audi A3 RS Sportback können vier Kisten Wasser und eine kleine Kiste Bier problemlos untergebracht werden – der Wagen ist durchaus alltagstauglich. Auf den hinteren Sitzen tun sich die Mitfahrer, die größer als 1,85 Meter sind, zwar schwer, aber für eine Großfamilie ist der A3 RS sowieso nicht konzipiert. Ruck-Zuck schaltet das 7-Gang Getriebe in den höchsten Gang und man “trottet” mit gemütlichen 100 km/h dahin. Von dem typischen 5-Zylinder Sound ist dann nicht viel zu hören. Erst im Sport-Modus macht der A3 RS auch akustisch auf sich aufmerksam. Der 5-Zylinder wird deutlich lauter und brummt eine Oktave tiefer. Zusätzlich wird das Fahrwerk straffer abgestimmt.

Kraftstoffverbrauch
Audi gibt den Kraftstoffverbrauch im Mittel mit 9,1 Litern pro 100 Kilometern an. Diese Vorgabe konnten wir mit 7,9 Litern deutlich unterbieten. Natürlich nimmt er sich auch “einen kräftigen Schluck aus der Flasche“, wenn er im Trainingsanzug auf dem “Sportplatz” unterwegs ist: 15 Litern sind dann schnell auf 100 Kilometer verbraucht.

Modus Strecke [km]

Geschw. [km/h]

Verbrauch [l/100]
Autoplenum Vergleichsrunde 86 71 8,6
Landstraße normal 80 68 8,8
Landstraße sparsam 86 65 7,9
BAB schnell 82 156 15,8
BAB sparsam 270 111 8,8

Gesamttestverbrauch nach 1.600 Kilometern 10,6 Liter/100 km. Im Vergleich dazu der Porsche 997 GTS nach 3.500 Kilometer: 10,4 Liter/100km.

Fazit
Bei der Frage, ist der Audi A3 RS jetzt ein “Junger Wilder” oder ein Sportwagen, haben wir ein salomonisches Urteil gesprochen: Er ist beides! Das Paket stimmt: Gut verarbeitet, hohe Alltagstauglichkeit, schnell, wenn er gefordert ist und im S-Modus zaubert er dem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht. Mit 58.000 Euro ist er allerdings kein Schnäppchen.

Fotos © 2011 Redaktionsbüro Kebschull
* Preise ohne Gewähr, Stand 11-2011

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