12reifen de 18af312f7679cc803e67c16423f43eb3f447252d96ace4dd301bf44bb4745fb112neuwagen de cd67b9a3ff6c22dec8e554720f904b2fe05b73bdeff6507541033a530b269a7912gebrauchtwagen de 007b66808534d1f1906601df69cf4b5a2b30d3085742c637a543ae7bdafb9ff4

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

15. November 2016
Kennen Sie das? Man hat eben am Autohof getankt und flitzt in aller Eile wieder auf die Autobahn, hinein in den Stau? Obwohl nur ein Blick auf die in der Navi-Karte rot markierte Autobahn vorm Herumstehen bewahrt hätte? Beständig eingemalt vom Mégane, dank Verkehrsdaten in Echtzeit? Ja – ärgerlich. Dass die beiden Testkollegen in Octavia und Astra ebenso feststecken, tröstet da nicht viel weiter. Aber: Staus haben auch so ihre Vorteile. Beispielsweise wenn es darum geht, das touchscreenbasierte Infotainment-System namens R-Link 2 in aller Ruhe zu analysieren. Dann entdeckt man etwa, in welchem Untermenü sich das hilfreiche Head-up-Display ausrichten lässt, wie einfach sich die vielen Fahrerassistenzsysteme aktivieren oder verschiedene Benutzeroberflächen anlegen lassen. Ganz wie beim Tablet könnte man jede Funktion per Fingertippen direkt ansprechen: DAB, Massage, Klima.Wow, denkt man, da hat ein Programmierer aber mal kräftig gegrübelt. Und fein, dass das System bei allen Mégane Grandtour dCi 130 immer serienmäßig an Bord ist. Aber ob sich Renault des Risikos bewusst war, dass sich konservative Herrschaften angesichts der Vielfalt von R-Link abwenden könnten? Nervig ist übrigens, dass das Navi-System die ausgezoomte Karte immer auf wenige Meter wieder heranholt.Na ja. Jetzt nicht ärgern. Der Testwagen, ein Bose-Edition-Modell für 28.390 Euro, bietet schließlich Features, die überall gut ankommen. Beispielsweise die bequemen, gut ausgeformten Sitze inklusive heller Ziernähte, eine schmuckvolle Lichtleiste in der Mittelkonsole, die Bose-Soundanlage samt DAB und CD-Player sowie Chromschmuck hier und da. Von der Außenoptik ganz zu schweigen. Ja, Renault gibt sich viel Mühe, sein Image zu liften.

Der Renault-Diesel ist leise, aber schwach
So, der Verkehr rollt wieder, und der 150 PS starke Skoda Octavia Combi 2.0 TDI zieht schon davon. Die Chancen, ihn wieder einzuholen, sind indes gering. Länger übersetzt und schwerer als seine Konkurrenten, kommt der derzeit kräftigste Diesel-Mégane nur langsam in Schwung und zeigt auch bei höheren Drehzahlen nur wenig Schubkraft. Dazu passen auch die Messwerte. Für einen Spurt von 0 auf 130 km/h benötigt der 130 PS starke Renault Mégane Grandtour dCi 130 3,8 Sekunden länger als der Octavia. Ähnlich durchschnittlich fallen auch die Durchzugswerte aus. Übrigens bei identischen Drehmomentwerten für alle drei Kombis: 320 Nm. Immerhin: Kultivierter und leiser als der 1,6 Liter kleine Renault-Diesel arbeitet in diesem Vergleich keiner.Da passt es gut, dass auch von Wind und Asphalt nur wenig zu hören ist und das komfortable Fahrwerk Straßenschäden sanft abfängt. Doch leider führt die softe Abstimmung auf kurzen Wellen oder gröberen Straßen zu Hubbewegungen, die nicht jeder verträgt. Eine rückmeldungsarme und indirekte Lenkung sorgt schließlich dafür, dass im Mégane Grandtour dCi 130 nur selten sportliche Gelüste aufkommen.Wichtiger als Querdynamik dürfte für den klassischen Kombi-Käufer aber sowieso das Raumangebot sein. Und hier macht der 4,63 Meter lange Franzose einen guten Job. Trotz seiner forschen Dachlinie fehlt es den Insassen nicht an Platz, an große Fächer haben die Entwickler ebenfalls gedacht (bravo!), und das Stauvolumen ist mit 521 bis 1.504 Litern standesgemäß. Dazu wartet der Renault mit einer im verstellbaren Ladeboden eingesetzten Klappe zum Teilen des Gepäckraums, Unterbodenfächern (50 Liter) und einer umklappbaren Beifahrerlehne auf. 2,7 Meter lange Gegenstände könnten dann mit auf die Reise. Zugleich erleichtert eine niedrige Kofferraumkante (590 Millimeter) das Beladen. Einzig eine Durchlade fehlt dem Grandtour.

Der Opel wirkt unruhig, aber kräftig
Damit kann hingegen der rundherum geräumigere und acht Zentimeter längere Opel Astra Sports Tourer 1.6 CDTI Ecoflex dienen (340 Euro). Zudem bietet Opel für schlanke 124 Euro ein Schienen- und Hakensystem an. Ein Unterbodenfach besitzt der Astra indes nicht. Immerhin lässt sich das Rollo quer über dem Tirefit verstauen. Der Anblick von Blech, Kabeln und lockeren Steckern dürfte aber jedem Besitzer klarmachen, dass sein Opel (als Innovation 28.060 Euro teuer) längst nicht überall so schön ausschaut wie am mit Klavierlack bezogenen Armaturenbrett. Sowohl Renault als auch Skoda gestalten ihre Ablagen deutlich hochwertiger. Da wundert es auch nicht, dass besonders von der Hinterachse deutliche Abrollgeräusche zu vernehmen sind.Womit wir schon beim Fahrwerk sind. Im Vergleich zu dem des Mégane ist es teils unnachgiebig straff, gibt sich auf Autobahnen stößig und mäßigt sich erst, wenn zugeladen wird. Beachtliche 560 Kilo sind erlaubt. Der leichte Opel Astra Sports Tourer 1.6 CDTI Ecoflex profitiert von einer direkten und spontan ansprechenden Lenkung, die zu flotten und entsprechend launigen Fahrmanövern verleiten kann.An Schub soll es jedenfalls nicht liegen. Nur sechs PS stärker als der Franzose, zieht der Astra Sports Tourer leichtfüßig davon, ohne zu schwächeln. Die Schaltung könnte indes etwas geschmeidiger agieren. Dafür gebührt dem 1.6 CDTI die Krone beim Verbrauch: 6,1 l/100 km. Mégane und Octavia konsumieren minimal mehr.Ebenfalls Lob verdient die umfangreiche und zugleich serienmäßige Sicherheitsausstattung des Astra Innovation. Opels Notfall- und Telematiksystem OnStar ist beispielsweise ebenso an Bord wie eine Verkehrsschilderkennung sowie ein Spurhalte- und aktiver Bremsassistent. Wählt man dazu noch die adaptiven LED-Matrix-Scheinwerfer (1.450 Euro) sowie die erstklassigen Ergonomiesitze vorn (685 Euro), reift der Sports Tourer zu einem agilen und sehr sicheren Begleiter, der sich dank entschlacktem Cockpit auch noch problemlos bedienen lässt.

Der Skoda punktet in allen Bereichen
Nun zum Skoda Octavia, der seine beiden Konkurrenten, der kundige Leser ahnt es schon, wieder einmal blass aussehen lässt. Nahezu in jedem Kapitel liegt der als Style gelieferte und damit 28.550 Euro teure Kombi vorn. Möglich machen dies ein in allen Drehzahllagen kraftvoll anschiebender Zweiliter-TDI in Kombination mit einem präzise schaltbaren Getriebe sowie das üppige Raumangebot für Insassen und Gepäck. 610 bis 17.40 Liter sind in dieser Klasse nicht zu überbieten – übrigens trotz einer im Vergleich zum Astra 4,3 Zentimeter kürzeren Karosserie. Schade nur, dass die mögliche Zuladung lediglich 514 Kilogramm beträgt.Zugleich sind es die kleinen, für manch einen vielleicht spießigen Dinge, die den wie gewohnt solide gefertigten Skoda Octavia Comb auszeichnen. Angefangen bei Seitenairbags hinten und ausreichend großen Ablagen über unverspielte Instrumente sowie eine verständliche Bedienlogik bis hin zu verschiedenen Nettigkeiten wie regelbaren Luftausströmern im Fond, Abfalltaschen, einer praktischen Multifunktionsablage (für Jacken und Co.) sowie einem clever konstruierten Unterbodenfach. Selbst die Querelemente vom Dachgepäckträger lassen sich hier notfalls verstauen.Das, was man dem Skoda Octavia Combi 2.0 TDI Style wirklich anlasten kann, sind zwei Ärgernisse. Zum einen das straffe, teils fast poltrige Fahrwerk, das im Zusammenspiel mit der unauffälligen, aber präzisen Lenkung für unnötige Disharmonie sorgt. Zum anderen die vergleichsweise karge Ausstattung.Die kostet ihn am meisten Punkte. Doch am Ende hat er sich den ersten Platz verdient. Wieder einmal. Auch das dürften Sie schon kennen.
Weiterlesen
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-11-15

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
auto-news
4.5 von 5

auto-news, 2017-02-14

Renault Mégane GT Grandtour im Test mit technischen Daten...Renault Mégane GT Grandtour im Test mit technischen Daten und Preisen
Renault Mégane GT Grandtour im TestGanzen Testbericht lesen
press-inform
4.5 von 5

press-inform, 2017-02-09

Skoda Octavia 2.0 TDI - Generation 3.1Skoda Octavia 2.0 TDI - Generation 3.1
Alle vier Jahre frischt Skoda seinen Bestseller Octavia auf; ein Modell, das im vergangenen Jahr das einzige ausländi...Ganzen Testbericht lesen
auto-news
4.5 von 5

auto-news, 2017-02-08

Im Test: Skoda Octavia mit Facelift und 1,8-Liter-TFSIIm Test: Skoda Octavia mit Facelift und 1,8-Liter-TFSI
Im Test: Skoda Octavia mit Facelift und 1,8-Liter-TFSIGanzen Testbericht lesen
press-inform
4.5 von 5

press-inform, 2017-02-02

Skoda Octavia RS 245 - VitaminspritzeSkoda Octavia RS 245 - Vitaminspritze
Octavia-Fans können sich zum Frühjahr freuen. Skoda verabreicht seinem sportlichen Octavia RS eine Vitaminspritze auf...Ganzen Testbericht lesen
auto-motor-und-sport
3.5 von 5

auto-motor-und-sport, 2017-01-24

Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4: Tschechischer Offroad-Ko...Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4: Tschechischer Offroad-Kombi im Dau...
Er wurde viel gefordert und wenig geschont, der beliebte Skoda-Kombi mit Zweiliter-Diese...Ganzen Testbericht lesen