Testbericht

Sebastian Viehmann, 1. Dezember 2011
Zwei oder vier Räder? Egal, Hauptsache schnell: Ducati und AMG zeigen ihre Hochleistungsboliden gemeinsam auf der Bologna Motor Show. SLK 55 AMG und Ducati Streetfighter 848 präsentieren sich als grellgebe Rennmaschinen.

Zusammen haben sie sechs Räder und 554 PS. Schwarze Striemen hinterlassen beide auf dem Asphalt, und sie sind auch noch in der gleichen Farbe lackiert: Streetfighter Yellow, eine grelle Signalfarbe für den Straßenkampf. Der schwäbische Hochleistungs-Roadster SLK 55 AMG und das italienische „Naked Bike“ Ducati Streetfighter 848 parken vom 3. bis zum 11. Dezember gemeinsam auf der Bologna Motor Show. Schon im vergangenen Jahr paarten sich die beiden PS-Marken auf der norditalienischen Automesse an einem gemeinsamen Stand, allerdings noch ohne optische Verbindung. Eine junge Dame im hautengen roten Glitzerdress lenkte damals von den fehlenden Gemeinsamkeiten gekonnt ab.

Seitdem haben AMG und Ducati ihre Zusammenarbeit ausgebaut. Auf der IAA im September wurde bereits ein Sondermodell der Ducati Diavel im mattschwarzen AMG-Design präsentiert. Es ist mit Karbon-Teilen bestückt und kostet 25.690 Euro. Nun parkt in Bologna die Streetfighter 848 im Rampenlicht und soll den Blick auf den neuen SLK 55 AMG lenken – und umgekehrt. Die gelbe Farbgebung erstreckt sich beim AMG-Roadster teilweise auch auf den Innenraum. Gelbe Kontrastnähe zieren die schwarzen Ledersitze sowie die Armauflagen, den Schaltbalg oder die lederbezogenen Überrollbügel. Ebenfalls in Gelb leuchten die Einstiegsleisten in den Türen. Dazu wird LED-Technik eingesetzt.

In Sachen Beschleunigung wird es der AMG-Renner trotz geballter V8-Power allerdings ziemlich schwer haben gegen das rassige Italo-Bike. Mit 422 PS aus 5,5 Litern Hubraum und 540 Nm Drehmoment jagt der SLK in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 Sachen. Bei der Ducati fehlt ein offizieller Beschleunigungswert, viel mehr als drei Sekunden dürfte der heiße Ofen mit seinem 132 PS starken 848-Testastretta-Zweizylindermotor aber kaum benötigen.

AMG hofft, dass durch die 2010 geschlossene Kooperation beider Kultmarken etwas vom sportlich-frischen Ducati-Image auf die Affalterbacher Tuningschmiede abfärbt. Bei Kunden-Events beider Firmen kann man neben der Strecke auch die Raketen der jeweils anderen Marke testen. „Ducati hat ähnliche Werte wie wir, und tatsächlich haben viele AMG-Kunden auch eine Ducati in der Garage stehen“, sagt AMG-Chef Ola Källenius. Seit Beginn der MotoGP Saison 2011 sind die Affalterbacher „Official-Car-Partner“ des Ducati-Teams. Das AMG-Logo ist auf den Motorrädern und Rennanzügen der Werksfahrer Nicky Hayden und Valentino Rossi zu sehen, außerdem wird der vierrädrige Ducati-Fuhrpark nach und nach auf Autos aus dem Hause Mercedes umgestellt.

Es bleibt abzuwarten, ob sich der gewünschte Imagetransfer auch in höheren Verkaufszahlen niederschlägt und was Ducati-Fans von der italienisch-schwäbischen Liaison halten. Ein User der Internetseite Duc-Forum hat immerhin einen wohl nicht ganz ernst gemeinten Hinweis auf Lager, wozu die Partnerschaft auch noch gut sein könnte: „Es hätte einen großen Vorteil für die Klimabilanz der gesamten Fahrzeugflotte von Mercedes, so könnten sie z.B. weiterhin mit weniger Problemen diese extremen PS-Karren anbieten“, ist im Forumsbeitrag eines gewissen „redM“ zu lesen.

Quelle: press-inform, 2011-12-01

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