Neuer Audi SQ7

Der neue Audi SQ7 TDI geizt nicht mit Superlativen – Der bayerische Fullsize-SUV ist nicht nur das Topmodell der neuen Q7-Familie, sondern der stärkste und schnellste Diesel-SUV auf dem Markt. Zum ersten Mal kommt hier in einem Serienauto ein elektrisch angetriebener Verdichter zum Einsatz, der zusammen mit den zwei Turboladern das Ansprechen des Dieselmotors genau im entscheidenden Drehzahlbereich verbessert. Und zum ersten Mal wird im SQ7 TDI auch ein 48-Volt-Teilbordnetz installiert.

Der SQ7 TDI folgt dabei der Philosophie des Audi SQ5, der ebenfalls als Power-Diesel das Topmodell seiner Baureihe markiert. Der 5,07 Meter lange SQ7 TDI steht als 5-Sitzer oder 7-Sitzer mit elektrisch ein- und ausklappbarer dritter Sitzbank im Angebot. Aus der Frontalansicht erkennt man ihn am neuen Kühlergitter im S-Design, von der Seite – an den Lufteinlässen, den Spiegelkappen und den Türeinlegern in Alu und an den vier eckigen Endrohren der Abgasanlage am Heck. Im Innenraum wählt man zwischen zwei Arten von Sportsitzen und blickt auf analoge Instrumente mit weißen Zeigern über grauen Zifferblättern oder gegen Zuzahlung auf Audis spektakuläres 12,3-Zoll-Virtual Cockpit.

Der neue Verdichter des V8-Biturbo-Diesels schiebt gleich volle Pulle an, da er zum Ladedruckaufbau keinerlei Abgasenergie benötigt. Von einem kompakten Elektromotor angetrieben, dreht sich sein Verdichterrad mit 70.000 Umdrehungen und sorgt dafür, dass im Drehzahlkeller keine wahrnehmbare Verzögerung mehr beim Gasgeben existiert. Turbolöcher? Vergangenheit. Bei niedriger und mittlerer Last schaufelt ein Turbolader, bei höheren Drehzahlen wird die zweite Turbine zugeschaltet.

Wozu Porsche fahren?
Schon ab 1.000 und bis 3.250 U/min werden die 2,27 Tonnen massiv unter Druck gesetzt und mit gewaltigen 900 Nm Drehmoment angestachelt. Dann verbeißen sich die 435 PS mit allen Vieren in den Asphalt. Der Ingolstädter schießt in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Das macht ihn zum Sportwagen für Vermehrungsfreudige. Wozu noch einen Porsche als Zweitwagen in die Garage stellen? Ab 250 km/h wird elektronisch abgeregelt. Die Kraftprotzerei wird nicht zur Verbrauchsorgie. Im Normmittel liegt der Verbrauch des 4.0 TDI bei 7,2 l/100km, entsprechend einer CO2 Emission von 189 g/km. Wohltönend soll der V8-Biturbo-Diesel auch noch klingen, denn ein Soundaktuator verstärkt den Achtzylinder-Klang. Wie laut es werden soll, regelt der Fahrer über Drive Select.

Das Fahrdynamiksystem Audi Drive Select und die Luftfederung sind Serie. Die neue elektromechanische aktive Wankstabilisierung (EAWS), die über das 48-Volt-Teilbordnetz von einer im Kofferraumboden untergebrachten Lithium-Ionen-Batterie gespeist wird, ermöglicht ein sportlich-straffes Handling. Die Seitenneigung wird reduziert, die Tendenz zum Untersteuern geht zurück, die Kurven werden schneller durchgefahren. Die Achtstufen-Automatik wechselt die Gänge rasant und die Vorderachs-Lenkübersetzung der elektromechanischen Servolenkung fällt direkt aus. Noch sportlicher und agiler fährt sich der SQ7 mit der optionalen Allradlenkung, der Bremsanlage mit Scheiben aus Kohlefaser-Keramik und mit 22- statt der serienmäßigen 20 Zoll-Räder mit 285/45er-Bereifung.

Serienmäßig sind Extras aus dem Audi Q7 im Wert von rund 10.000 Euro mit an Bord. Dazu zählen LED-Scheinwerfer, 3-Speichen-Sportlenkrad mit Schaltwippen, vergrößerter Tank mit 85 Liter Volumen, elektrisch einstellbare, beheizbare Sportsitze mit Alcantara-Leder-Bezug und Dekorflächen aus gebürstetem Aluminium.

Der neue Audi SQ7 TDI ist ab sofort zu bestellen. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge beginnt im Sommer. Für den Top-Q7 veranschlagt Audi einen Preis von 89.900 Euro.

Lothar Erfert