Die Top 10 Spritspar-Tipps

Seit Jahren steigt der Preis von Sprit, der CO2 Ausstoß belastet die Umwelt immer mehr – trotzdem ist der Durst nach dem schwarzen Gold ungebremst. Damit Sie mit einem vollen Tank einige Kilometer weiterkommen als bisher und zugleich Ihren Geldbeutel und die Umwelt schonen, stellen wir Ihnen hier 10 Spritspartipps vor.

Tipp Nr. 10: Wie geschmiert fahren und sparen – mit Leichtlauföl & Leichtlaufreifen

Gehen Sie mit der Technik: Leichtlaufreifen brauchen weniger Sprit, sind leiser und schonen so gleich mehrfach die Umwelt. Synthetisches Leichtlauföl (erkennbar an der Null vor dem W in der Klassifizierungsnummer) senkt die Reibung im Motor und hat vor allem beim Kaltstart Vorteile gegenüber herkömmlichem Motoröl.

Den Spritspareffekt von Leichtlaufreifen hat das Umweltbundesamt schon 1998 untersucht. Ergebnis: mit Leichtlaufreifen kann man fünf bis acht Prozent Sprit einsparen. Also beim nächsten Reifenkauf am besten gleich umrüsten. Und nicht nur wegen der Finanzen: Leichtlaufreifen sind deutlich leiser.

Der Reifenlärm ist um rund 50 Prozent reduziert – ein positiver Effekt für die Gesundheit. „Ein ständig hoher Lärmpegel kann nachteilige gesundheitliche Wirkungen auf den menschlichen Organismus haben, wie Schlafstörungen oder Probleme mit dem Herzkreislaufsystem“, schreibt das Umweltbundesamt UBA in seiner Presse-Information 028/2008. Konkret heißt das: Bei Männern steigt das Herzinfarktrisiko um rund 30 Prozent, wenn sie dauerhaft Verkehrslärm über 65 Dezibel ausgesetzt sind.

Leichtlaufreifen erkennen Sie z. B. am Umweltzeichen Blauer Engel: RAL-UZ 89, Umschrift: „Weil lärmarm und kraftstoffsparend“).

reifen

Tipp Nr. 9: Motor aus beim Warten

Ob rote Ampel, Bahnübergang oder Stau auf der A8: wenn Sie erkennen, dass Sie eine Weile warten müssen, schalten Sie am besten gleich den Motor aus. Denn mit dieser kleinen Drehung aus dem Handgelenk bringen Sie richtig Geld in die Spritkasse. Und am flotten Starten erkennt man sowieso den Fahrprofi.

Mit einem lässigen kleinen Dreh am Zündschlüssel sparen Sie echtes Geld. Und das schon ab 10 bis 20 Sekunden Wartezeit, so der ADAC, bei sehr alten Automodellen spätestens ab 30 Sekunden.

Fazit: Motor aus beim Warten. So verbrauchen Sie bis zu 65 Prozent weniger Sprit auf 100 Kilometern. Und denken Sie dran: im Dunkeln gleich die Zündung wieder einschalten, sonst sind Licht und Blinker aus.

Tipp Nr. 8: Nach dem Warten oder Parken gleich starten und zügig beschleunigen

Nach dem Warten an der Ampel oder wenn Sie mit dem geparkten Wagen losfahren, ist Geschwindigkeit gefragt: Nicht erst lange den (kalten) Motor Benzin oder Diesel schlucken lassen, sondern sofort losfahren und beschleunigen, damit man in einen höheren Gang schalten kann.

Warm wird der Motor am besten beim Fahren – ‚vorglühen’ ist heute nicht mehr nötig. Sorgen Sie dafür, dass alles bereit ist, bevor Sie den Wagen starten: Im Winter zuerst Eis kratzen, im Sommer zuerst lüften. Spiegel und Sitz einstellen, angurten. Dann erst den Motor anlassen und sofort losfahren.

Auch wenn Sie nach dem Ampel- oder Staustopp wieder losfahren, beschleunigen Sie zügig, damit Sie schnell in einen höheren Gang schalten können, der weniger Sprit verbraucht. Eine Wagenlänge sollte genügen, um vom ersten in den zweiten Gang zu schalten, danach richten Sie sich zum Schalten nach dem Drehzahlmesser: ab 2000 Umdrehungen höher schalten.

Tipp Nr. 7: Versuch’s mal mit Gemütlichkeit…

Rasen bringt Blasen – weil man dann so viel Arbeiten muss, um den ganzen zusätzlichen Sprit zu finanzieren. Ab 100 Stundenkilometern erkauft man jede Temposteigerung mit einem unverhältnismäßig steigenden Treibstoffverbrauch.

Ein Tempo zwischen 100 und 130 Stundenkilometern ist gut für den Geldbeutel und gut für die Nerven. Wer schneller fährt, verbraucht nicht nur deutlich mehr Sprit, sondern verschleißt seine Nerven und das Auto.

Studien haben gezeigt, dass eine Zeitersparnis von etwa zehn Prozent mit einem um bis zu 30 Prozent erhöhten Spritverbrauch erkauft wurde, dazu zahllosen Bremsmanövern, spritfressender Beschleunigung und Ampelstopps.

Fazit: Gemächlich kommt man auch ans Ziel. Langsamer, kostengünstiger und gesünder.

Tipp Nr. 6: Stromfresser abschalten

Navi-Gerät, HiFi-Anlage, Sitzheizung, Klimaanlage, elektrischer Fensterheber, Außenspiegelheizung: Der Komfort im Auto steigt und steigt – und wenn man ihn nutzt, auch der Treibstoffverbrauch.

An der Klimaanlage, die immerhin auf 100 Kilometer bis zu vier Litern schluckt, können Sie sparen, indem Sie Ihr Auto wann immer möglich in einer Garage parken. Die ist im Normalfall im Sommer kühler und im Winter wärmer als die Umgebung.

Mit einem billigen Thermo-Scheibenschutz ist das Auto im Sommer vor Gluthitze geschützt. Alternativ hilft es auch schon, ein weißes Leintuch über die Sitze zu legen – weiß reflektiert die Sonnenstrahlen.

Achtung: Offene Fenster erhöhen besonders beim schnellen Fahren den Luftwiderstand – das braucht mehr Treibstoff und ist laut. Wenn es zu heiß ist, also doch die Klimaanlage einschalten und sie statt auf arktische 20°C lieber auf 23–24°C einstellen. Das ist im Kontrast zu hohen Außentemperaturen meist kühl genug.

Im Winter sparen Sie sich mit der Thermo-Abdeckung die Zeit für das lästige Eiskratzen und teilweise auch die Heckscheibenheizung. Mit extrawarmen Wollsocken und Wollpulli ist die Sitzheizung vielleicht auch nicht zwingend nötig.

Was frisst wie viel?

Klimaanlage 10–30 % höherer Spritverbrauch

Heckscheibenheizung 4–7 % höherer Spritverbrauch

Tipp Nr. 5: Kurz ist teuer – für Kurzstrecken Auto stehen lassen

Fast die Hälfte aller Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Und in diesem Bereich ist ausgerechnet der Spritverbrauch mit dem kalten Motor am höchsten – bis zu 30 Liter pro Kilometer. Lassen Sie den Schluckspecht lieber stehen, da freut sich auch die Umwelt.

Wenn Sie für kurze Strecken das Fahrrad wählen oder zu Fuß gehen, sparen Sie nicht nur beim Spritkauf, sondern tun etwas für die Fitness. Tretroller oder Rollerblades sorgen ebenfalls für höhere Geschwindigkeit, wenn man sich zu Fuß zu langsam findet. Der öffentliche Nahverkehr lässt sich oftmals weit günstiger als das eigene Auto nutzen.

Übrigens: Solange der Katalysator kalt ist, werden die Schadstoffe einfach in die Luft geblasen. Und auf einer kurzen Strecke wird der Katalysator nicht warm genug. Wenn Sie hier also aufs Auto verzichten, tun Sie viel Gutes für den Klimaschutz.

Tipp Nr. 4: Weitblick macht sich bestens bezahlt – vorausschauend und gleichmäßig fahren

Wer wenig bremst und beschleunigt, verbraucht auch am wenigsten Sprit. Kavalierstarts und Lückenspringen ist out und kostet nur – heute ist Mitdenken und Weitblick gefragt. Und es macht sich gleich mehrfach bezahlt. Nicht nur beim Sprit, sondern auch bei den Nerven.

Bremsen und Beschleunigen kostet Energie. Wenn der Wagen erst einmal rollt, ist es am günstigsten, die Geschwindigkeit beizubehalten. Wenn Sie ein schön gleichmäßiges Tempo halten, können Sie nämlich in einen höheren Gang schalten und niedertourig fahren (maximal 2000 Umdrehungen pro Minute).

Mit einem billigen Thermo-Scheibenschutz ist das Auto im Sommer vor Gluthitze geschützt. Alternativ hilft es auch schon, ein weißes Leintuch über die Sitze zu legen – weiß reflektiert die Sonnenstrahlen.

Das geht am besten, wenn Sie nicht nur das Auto direkt vor sich im Blick haben, sondern auch darauf achten, was einige Autos voraus geschieht und genügend Abstand zu Vordermann oder Vorderfrau halten. Gleiten Sie einfach im Verkehrsfluss mit.

Ein Mittelklasse-PKW braucht bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h im ersten Gang durchschnittlich 28 Liter Sprit auf 100 Kilometer, im zweiten 11,5 Liter, im dritten Gang 6,5 Liter, im vierten 5 Liter und im 5. 4,3 Liter, rechnet das Innenministerium Baden-Württemberg vor.

Benzinverbrauch

Tipp Nr. 3: Machen Sie den Reifen Druck – und Ihrem Geldbeutel Luft

Sind Sie schon einmal mit platten Reifen Rad gefahren? Da strampelt man sich ziemlich ab. Ihrem Automotor geht’s ähnlich. Wenn der Reifendruck zu niedrig ist, steigt der Rollwiderstand, und der Motor braucht mehr Sprit, um das Auto auf Tempo zu halten. Richtiger Reifendruck macht sich bezahlt.

Ist der Reifendruck um 0,5 Bar zu niedrig, frisst der Motor rund fünf Prozent mehr Sprit. Und ein zu geringer Reifendruck kann dafür sorgen, dass das Auto weniger stabil reagiert und die Reifen beschädigt werden – das erhöht die Unfallgefahr. Also nix wie ran an die Luftpumpe.

Die Angaben, wie hoch der Reifendruck sein soll für ein wenig oder voll beladenes Auto, finden Sie in der Bedienungsanleitung oder innen an Fahrertür bzw. Tankklappe. Das Innenministerium Baden-Württemberg empfiehlt, den Reifendruck um 0,2 Bar höher zu halten, als es der Autohersteller angibt.

Tipp Nr. 2: Mit Drehzahlmesser günstig auf Touren kommen

Je höher die Drehzahl, desto stärker ist der Reibungsverlust des Motors – er frisst die Energie sozusagen, ohne sie in Vorwärtsbewegung umzuwandeln. Aber dagegen können Sie was tun: schalten.

Werfen Sie mal einen Blick in die Gebrauchsanweisung Ihres Autos. Dort steht, bei welcher Drehzahl der Motor sein maximales Drehmoment erreicht. Spätestens wenn diese Drehzahl erreicht ist, sollten Sie in den nächsthöheren Gang schalten. Als Faustregel können Sie sich merken: Ab 2000 Umdrehungen höher schalten.

Übrigens: 32 Autos, die bei 2000 Umdrehungen fahren, machen genauso viel Lärm wie ein Auto, das bei 4000 Umdrehungen fährt. Wenn Sie rechtzeitig hochschalten, sparen Sie also nicht nur Treibstoff, sondern senken auch die Lärmbelastung für alle.

Tipp Nr. 1: Ballast abwerfen – Gerümpel raus und Gepäckträger weg

Nur ein mit Zaubertrank gestärkter gallischer Krieger lädt sich einen Hinkelstein auf, wenn er schnell irgendwo hin will. Alle anderen werfen Ballast ab und ziehen sich windschnittig an, um auf Touren zu kommen. Entrümpeln Sie doch mal Ihr Auto – jedes Gramm Ballast, das mitfährt, kostet auch Sprit.

Moderne Autos sind windschlüpfrig gebaut – denn je weniger Widerstand sie der Luft bieten, desto weiter oder schneller können sie mit der gleichen Menge Sprit fahren. Doch die ganze Ingenieurskunst ist zunichte, wenn der kleine Anhänger, den Sie gerade eigentlich nicht brauchen, fröhlich hinter ihrem Auto herzockelt. Oder wenn Sie Ihren Fahrrad-Dachgepäckträger spazieren fahren.

Zusatzgewichte brauchen ebenfalls mehr Energie – zum Beispiel Sprudelkisten. Altglas und Altpapier. Schneeketten. Oder Sandsäcke. Kurz: Räumen Sie alles raus, was Sie nicht unbedingt für die jeweilige Fahrt benötigen – das spart Sprit.

Spritfresser

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