WARTBURG 353 Limousine (1965 - 1965)

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50 PS (37) kW

Benzin

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Design & Styling
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Verarbeitungsqualität
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Sparsamer Verbrauch
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Motorisierung
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Alltagstauglichkeit
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Unterhaltskosten
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martinwarga

Dezember 2012, martinwarga über: 353, 50 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Also ich bin jetzt mit 2 Jahren mit meinen Wartburg 353W unterwegs. Es handelt sich um die Weiterentwicklung des normalen 353er und wartet mit etlichen vorteilhaften Neuerungen auf. So fallen die Pflegeaufwendigen Trommelbremsen vorne weg und sind durch moderne Scheibenbremsen ersetzt, die Gleichstromlichtmaschine die für ihre teils mangelhaften Leistung bekannt ist wich einer mehr als doppelt so starken Drehstromlichtmaschine die sogar nur zu 3/4 ausgelastet ist und etliche weitere Details die die Alltagstauglichkeit verbessern. So fallen die ganzen typischen störanfälligen Sachen eines Oldtimers weg die viele stören. Durch den verbesserten Jikov registervergaser sinkt der Verbrauch erheblich und die Fahrleistung steigt durch wegfallen des Beschleunigungsloches bei Vergasermotoren. Durch die moderneren Oile ist sogar für die die sich an der blauen fahne stören vorgesorgt. Richtig eingestellt fehlt diese im Warmen Zustand komplett. Zusatzaustatungsvarianten des Wartburgs sorgen sogar Serienmäßig für Luxus wie Radio Beheizbare Heckscheibe und Mehrstufengebläse. Der Passiven Sicherheit wird durch die nach ECE Norm verwendete Lenksäule die sich bei einen Unfall zusammenklappt die modernen H4 Scheinwerfer und starke Scheibenbremsen vorne beigetragen.

Im Innenraum wartet der Wartburg mit viel Platz auf. Durch den fehlenden Kardantunnel ist die Beinfreiheit vorne wunderbar. Der Durchstieg vom Fahrer zum Beifahrersitz ist problemlos möglich. Die Sitze überzeugen durch einen massiven Federkern mit Bequemlichkeit. Hinten wartet eine breite Sitzbank mit Modernen Sicherheitsgurten auf. Durch eine Fußwanne für hinten haben die hinteren Passagiere auch Platz wenn die Vordersitze ganz hinten sind. Aschenbecher vorne und in den hinteren Türen. Eine Innenraumbeleuchtung mit Druckschalter. Zusätzlich kommen ein Kofferraumvolumen von 525 Litern hinzu die bei den wenigsten Fahrzeugen dieser Größe heute erreicht wird. Bei einem Gesamtgewicht von knapp 960KG und einer Maximalen Zuladung von 1360kg erkennt man das Zuladungspotenzial.

Der Fahrkomfort darüberhinaus ist mit der Einzelradaufhängung wunderbar. Große Schraubenfedern mit getrennten Federbeinen sorgen mit einen großen Federweg für herrlichen Fahrkomfort selbst bei kaputten Straßen. Trotzdem ist aber das Fahrzeug immer Spur treu und hält sich selbst in Kurven einwandfrei.

Mit Steuern und Versicherung liegt er in jeweils den günstigsten Kategorien. und durch die Vielen Wartburgs mit H Kennzeichen ist die einfahrt in Umweltzonen kein Problem.
Verschleißteile sind darüberhinaus kein Problem. Die einfache Technik macht es möglich das man nicht oft die Werkstatt besuchen muss. Und wenn ist das auch kein Problem.

Das einzige negative was ich jetzt weiß ist das viele stört das die Gemischaufbereitung per Hand gehen muss. Das heißt vor jeder Tankfüllung muss Oil dazu gegeben werden. Darüber hinaus ist ein 2 Takter nicht gerade ein Motor für die Umweltbewusstesten Personen geeignet da durch die offene Spülung im Brennraum nicht zu kontrollierende Abgaswerte entstehen die im heutigen vergleich Katastrophal sind. Wer deswegen vom Kauf zurückschreckt empfehle ich den Jikov Vergaser mit Ansauggemischvorwärmung. Diese senken den Wert deutlich.

Also alles im allen ein Auto was man sich heute noch zulegen kann. Es ist mein erstes Auto und bei der nötigen Pflege lässt es einen auch nie im Stich.
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Kommentare

koreanpower schrieb am Sonntag, 16. Dezember 2012, 12:24 Uhr:

koreanpower
Toll, auch mal von solchen Exoten etwas zu hören.
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Fuxfan schrieb am Sonntag, 16. Dezember 2012, 16:04 Uhr:

Fuxfan
Schön, dass es noch Menschen gibt, die sich um "Altmetall" (sprich: Oldtimer) kümmern anstatt sie wegzuwerfen.
Dieser Bericht könnte genau so, bis auf die Begriffe "ECE" und "H-Kennzeichen" in einer Autozeitung der 60er gestanden haben! Ein Auto von 1965, nach heutigem Standard völlig veraltet, aber mit etwas Pflege noch lange gut zu fahren. Warum sollte man auch nicht die Ostautos schätzen? Sie haben jahrzehntelang ihre Dienste getan.
Gute Infos hier: http://www.die-besten.de/wartburg/homepage800x600.htm
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ToniB schrieb am Montag, 17. Dezember 2012, 14:11 Uhr:

ToniB
Wenn du schon von Weiterentwicklung vom 353 zum 353W sprichst, solltest du nicht alles über einen Kamm scheren.
Die Umstellung auf W war 1974, damit verbunden auch Trommel auf Scheibe - soweit richtig.
Der Jikov 32 SEDR hat aber erst im Jahr 1982 den BVF 40F2-11 abgelöst, im selben Jahr wurden auch die H4-Scheinwerfer eingeführt.

Die Lenksäule klappt sich nicht zusammen, sondern durch versetzte Anschraubflächen rutscht diese bei "leichteren" aufprällen an der Aufnahme des Lenkgetriebes vorbei. Wenn es mal richtig rummst, reißt im Idealfall an dieser Stelle die Gelenkgewebescheibe (auch Hardyscheibe genannt) durch. Aber ich glaube, bei diesen Geschwindigkeiten wo sowas passiert und es den Rahmen zusmamendrückt, hat man andere Probleme als eine Lenksäule die nach innen kommt. ;-)

Die erwähnten "modernen Sicherheistgurte" hinten sind einfache, aufpreispflichtige Statuikgurte. Nur die Befestigungspunkte waren ab den 70er Jahren Serienmäßig.

Die Innenleuchte besitzt keinen Druckschalter, sondern einen dreistufigen Schalter. Aus - Betätigung durch Türkontakte (nur vorn) - an.

Leider hast du zulässiges Gesamtgewicht mit Zuladung (Nutzlast genannt) verwechselt. Die Nutzlast beträgt bei Limousine 400, beim Tourist(Kombi) 450kg. Das zGG beträgt bei der Limo 1300kg, beim Tourist1410kg.

Erwähnenswert ist auch noch die dritte Variante - der Trans. Ein zweisitziger PickUp mit einer Ladefläche von 170 x 140cm und einer Nutzlast von 550kg bei einem Leergewicht von nur 840kg.

Anhängen darf man an den Wartburg 500kg ungebremst und bis 650kg gebremstes Anhängergesamtgewicht.

Einziges Manko beim Wartburg ist der vor der Vorderachse stehende Reihendreizylinder-Zweitaktmotor mit 37kw aus 992cm², dadurch wirkt das Fahrzeug in zügigen Kurven leicht untersteuernd.

Die Ansaugvorwärmung gab es auch schon beim BVF-Vergaser - mal rein informativ. Sparen kann man mit dem Jikov trotzdem etwas, wenn auch nicht viel. Im Alltagsbetrieb nimmt sich der Wartburg mit Jikov ca. 7,8 bis 8,5 Liter auf 100km.
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martinwarga schrieb am Montag, 17. Dezember 2012, 22:07 Uhr:

martinwarga
Deine Quittung für deine Beserwiserei habe ich dir auf FB geschickt les es dir mal durch.
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ToniB schrieb am Montag, 17. Dezember 2012, 22:21 Uhr:

ToniB
ach, hier kann einer nicht mit Kritik umgehen? Schade, dass Leute als "Besserwisser" bezeichnet werden, die nur grobe Schnitzer korrigieren wollen und einiges ergänzen. Schade schade...

Mich ärgerst du damit übrigens nicht, auf Leute wie dich kann ich verzichten. Hatte dich nicht umsonst im Chat geblockt.

"Martin Varga
Bist du eigentlich so mies das du mit deiner scheiß besserwiserei nicht mal aufhören kannst. Du bist das aller mieseste musst um dich selbst bestätigt zu fühlen andere runter machen. Ich kenne die marke wartburg un weiß alles das was du geschrieben hast. Ich lasse mich nur nicht auf deine dreckige besserwiser stufe runter. Also komm mal auf dein leben klar und mach nicht alle nieder weil du nichts besseres zu tun hast."
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martinwarga schrieb am Montag, 17. Dezember 2012, 22:27 Uhr:

martinwarga
Du bist das letzt kapierst du nicht das das keine grobe Schnitzereien waren. DAS SIND SACHEN DIE MAN NOCH AN DAS FAHRZEUG ANFÜGEN KANN. Du kannst es einfach nicht lassen.
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Flaetscher11

Januar 2010, Flaetscher11 über: 353, 50 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Habe einen 353er Wabu von 1987 bis 1991 gefahren. Der Wagen gehörte damals eigentlich der ganzen Familie. Also Vater, Mutter, meiner Schwester und dem Schwager. Jedoch mit guter Abstimmung konnte den Wartburg jeder mal haben. Ich bin 2 mal mit ihm an der Ostsee gewesen und 1991 (da hatten alle anderen schon einen "neuen" Westwagen) bin ich mit dem Wartburg nach Korsika. Heute ist das zwar immer noch möglich aber nicht zu empfehlen. In Punkto Sicherheit, Leistung oder auch Verbrauch sind die modernen Autos logischerweise besser. Selbst ein 10 Jahre alter Lada hat da mehr zu bieten. Aber, in Punkto Kult und Freude an einfacher überschaubarer und vor allem haltbarer Technik ist der Wartburg super. Einmal ist er ein Klassiker und beim richtigen Baujahr schon ein Oldtimer und zum andern kann auch ein Anfänger viel über die Technik eines KFZ selbst erschrauben. Alles in allem war der Wartburg vom Aufbau her ein gutes Familienfahrzeug nur eben der Zweitaktmotor war nicht mehr auf dem Stand der Technik. Für damalige Verhältnisse zwar ausreichend aber damals schon nicht mehr aktuell. Kein Wunder eigentlich, denn der 3 Zylinder ist ja schon bei DKW (nicht Ingolstadt sonder Zschopau) in den 30er Jahren entwickelt worden.
Ersatzteile sind heute auch kein Problem, es gibt so ziemlich alles. Clubs die alte DDR IFA Fahrzeuge Restaurieren und Pflegen gibt es ebenso. Wer Probleme mit seinem Wartburg hat, sollte aber auf keinem Fall in eine KFZ - Werkstatt in den alten/neuen Bundesländern gehen ohne sich über die Schrauberfähigkeiten schlau gemacht zu haben. Bei aller Einfachheit und Robustheit des Wartburg, ohne das richtige Werkzeug (Abzieher etc.) und die nötige Erfahrung ist schnell ein irreparabler Schaden entstanden, der teuer werden kann und den meistens dann trotzdem der Kunde bezahlt.
Beim Wartburg ist nix mit Fehler auslesen, Chip-tuning oder dergleichen, alles ordentliche Mechanik und vernünftige Elektrik mit all seinen Vorzügen und Nachteilen.
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thomasblumenstein

Juli 2008, thomasblumenstein über: 353, 50 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
kann kein wirkliches urteil abgeben, da ich den wartburg nur 150km im jahr fahre. denke aber, dass dieses fahrzeug mit ein wenig pflege voll alltagstauglich ist. wegen des exellenten zustandes, hebe ich mir die freude für einen späteren zeizpunkt auf, diesen wagen flanieren zu lassen... weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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poliboy

April 2008, poliboy über: 353, 50 PS, Schaltgetriebe

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Den hatte hatte unsere Verwandschaft in Delitsch. Ich glaube, dass Onkel Friedbert 1987 für einen W553 mit EZ etwa 20 Jahre davor über 40.000 Ost-Mark hingeblättert hat. Alle waren mächtig stolz auf den Wagen, obwohl der aus meiner Sicht eine absolut wackelige Kiste war. Ich erinnere mich an die gelobten Extras: Rollgurte vorn, 2 Beckengurte auf der Rückbank; ein Radio Mittelwelle mit Teleskopantenne, Nebelleuchte und Rückfahrlicht hinten auf die Stossstange geschraubt, Spiegel rechts, Rollo in der Heckscheibe, das eher wie 'ne schwarz gefärbte Gardine aussah und auch fest verklebt war - und das Highlight scharfe Radkappen (ich meine von einem Alfa, frisch gepinselt in silbergrau). OKAY - ich mach mich da ehrlich nicht drüber lustig, alle waren total happy und freuten sich riesig. Das Teil hat ja auch ne Menge gekostet, man bedenke, dass in der DDR-Familie so um die 1.200 Mark monatlich in die Kasse kamen - wow 42.000 zu sparen - Respekt!
Es war nur für mich eigenartig. Vergleichbar 1:1 DM hätten wir dafür 1987 S-Klasse Jahreswagen fahren können, statt dieses rostige und unsichere Wägelchen mit 20 Jahren auf dem Buggel.
Mit dem Wartburg bin ich selbst 2 oder 3 mal mitgefahren. Mein Gefühl war immer irgendwie unsicher und ich froh, dass man in der DDR nur 80 km/h fahren durfte (hat man gleich hinter der Grenze gelernt, wo die Vopos für Tempo 100 dann auch 100 DM kassierten - mit Quittung auf Mark der DDR; nettes Tauschgeschäft bei illegalen Kurs 1 DM:8 Ost-M). Friedbert kämpfte immer mächtig und unüberhörbar mit der Lenkradschaltung. Beim Bremsen musste häufig erst Druck aufgebaut werden, also zwischendurch immer mal pumpen! Auch war Vorsicht beim Beladen geboten - im Kofferraum lag eine alte Tischplatte, damit das Gepäck nicht gleich via Rostloch auf der Strasse landete.
Wir hatten dann Sonax-Politur für den "neuen" Wagen gekauft. Panne, es blätterte der Lack und darunter fand sich ein einer Stelle eine geformte Zeitung mit Kleber verstärkt als Rostfleck-Reparatur - 42.000 Mark Kaufpreis! Ich glaub, da hätte ich lieber die 15 Jahre auf einen tatsächlichen Neuwagen gewartet- zumal der wohl nur die Hälfte kostete (?).
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wombat13

Januar 2008, wombat13 (Bronze Experte) über: 353, 50 PS, Schaltgetriebe

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Wartburg "Made in Germany". Ja da gibts nichts zu lachen, er wurde ausschließlich in Eisenach gebaut. Die "Wartburg", nach der das Fahrzeug benannt wurde ist übrigens ein lohnenswertes Ausflugsziel nähe Eisenach.
Der Wartburg war eine 4 türige Stufenheck Limosine, welche seine 50 PS auf einem 1,3l wassergekühlten 3 Zylinder 2 Takt Ottomotor (Benzingemich 1:50) entlockte.
Wenn man brav wartete, so stand nach etwa 12 Jahren Wartezeit der Wartburg in Eisenach bereit und man durfte anreisen (ist ja heute bei Mercedes, Bmw usw. auch noch so :-)) ) um ihn abzuholen.
Meist standen einige Farben zur Auswahl. Fast immer rot, blau, gelb und weiß. Oft die Frage:"Rot, blau und gelb ist aus, was möchten Sie dann?" naja, egal, man freute sich ja 12 Jahre drauf.
Man konnte den Wabu auch auf dem Schwarzmarkt kaufen und es herrschte der Grundsatz:"Das Geld für ein neues Auto habe ich, für nen Gebrauchten reicht es nicht!!!"
Jedenfalls holte man das neue Gefährt ab und man sah, das in (Ost) Germany wirklich die Made drin ist.
Rein in den Wartburg, Türen zuknallen (man konnte einstellen, wie man wollte, geknallt wurde immer) und mit einem blechernen "Klack" war zu, trotzdem ziehte es immer irgendwo.
Gang rein, es gab Lenkradschaltung und später Knüppelschaltung, und los gehts.
Auf den unbequemen Sitzen ohne Seitenhalt gings dann erst mal vorsichtig (weil neu) nach Hause.
Zu Hause angekommen wurde der Wartburg erstmal begutachtet.
Alles fein, eben ein Neuwagen. Spaltmaße so groß, da konnte man den Kofferaum beladen ohne in aufzumachen (Achtung Ironie). Die Türen hingen in Ihren Scharnieren. Das war auch alles.
H4 Lampen, ein Novum, eine (sehr störanfällige) Benzinpumpe und ein 4 Speichenlenkrad (gegen Aufpreis) und eine Benzinmomentanverbrauchsanzeige (ja hieß wirlich so). Das waren Leutdioden in nen Kreis, die je nach Gasfuss ihre Farbe wechselten. Fuhr man gemächlich, freuten sich die grünen Lämpchen und man fuhr sparsam, gab man Gas und ein Wahnsinnstempo von 135 km/h waren drinn, drohten die roten Lämpchen mit einen baldigen Tankstopp.
Ansonsten war dem hochbeinigen Ziegenbock ;-) eine gute Kurvenlage fremd. Das einzig gute an diesem relativ störanfälligigen Fahrzeug, man konnte fast alles selbst machen.
Als Option gab ein Glashubdach und damit eigendlich fast immer Ärger. Wenns regnete, konnte man manchmal (nicht immer) seine Blümchen ins Auto stellen, denn Blumen lieben Regenwasser.
Eines möchte ich noch erwähnen: Der Freilauf. Jeder, der den nicht kennt und kein Mercedes-, BMW-,Audi- oder sonstwas Fahrer kennt einen Freilauf und der würde ihm den kalten Schweiß auf die Stirn treiben.
Die Sache funktioniert ganz einfach: Man rollt einen Berg runter und nimmt den Fuss vom Gas um Sprit zu sparen. Das Auto wird aber immer schneller, weil der Gang ausgekoppelt war (das ist so, als ob ihr bergab den Gang rausnehmt). Motorbremse war nicht, nur den frei laufenden Motor mit der Fussbremse abbremsen.
Den Freilauf konnte man aber mit nen Hebelchen auch sperren und dann bremste der Motor einiger Maßen mit. Dadurch passierte es aber, das der Freilauf öfters kaputt ging.
Aber gute Bastler konnten auch das selbst reparieren.
Auch das gehörte zu MADE IN GERMANY :-)))
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Kommentare

Bernd77 schrieb am Mittwoch, 29. April 2009, 20:38 Uhr:

Bernd77
...und trotzdem war jeder stolz darauf, einen zu besitzen. Hab mich als Fahranfänger mal zum Depp gemacht, weil ich den 353 anschieben wollte (Batterie war leer), ohne die Freilaufsperre reinzumachen ;)
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claudiundmattes schrieb am Samstag, 14. August 2010, 19:53 Uhr:

claudiundmattes
Also erstmal nicht made in germany, sondern made in GDR! Und seine 50PS entlockte er auch nicht einem 1,3L Motor. Das war nämlich der spätere 4Takt Motor, der unter anderem in Karl-Marx-Stadt auch für VW gebaut wurde. Sondern einem 992ccm Motor.
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Trabi schrieb am Freitag, 17. Mai 2013, 21:21 Uhr:

Trabi
Ich Stimme denn anderen beiden Kommentaren auch zu. Selber habe ich auch einen 353W Bj. 1978 zum Restaurieren und schon 1-353W Bj.1988; 2-1,3S Bj. 1988/1990 gehabt und wahr sehr zufrieden damit. Der Warti hatte aber nie ein Glashubdach sondern als Extra ein RICHTIGES StahlSCHIEBEdach!
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pavelman schrieb am Donnerstag, 11. Juli 2013, 13:51 Uhr:

pavelman
Zuerst mal sollte man bescheuerte Kommentare über den Freilauf und die Momentanverbrauchsanzeige bleiben lassen, wenn man von dessen Funktion bzw. Sinn keine Ahnung hat.
Der Freilauf kuppelt den Motor im Schubbetrieb aus, um z.B. bei längeren Bergabfahrten(Motor würde wesentlich höher als Standgasdrehzahl drehen, dann aber bei minimaler Kraftstoffversorgung- kommt auch kein Öl mehr nach ) ein Festgehen des Zweitakters zu verhindern.
Die Verbrauchsanzeige hat einen Geber, welcher tatsächlich den Kraftstoffdurchfluss mittels Flügelrad- Lichtschranke- Kombination noch vor der Benzinpumpe misst und nicht nach Gaspedalstellung(Was sich manche Leute für einen Blödsinn ausdenken...).
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