20.10.2009
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MisterGolf4
besitzt dieses Auto seit 1 Jahr
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MisterGolf4
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Die Wertung der Tests aus VW Golf 2.0 GTI DSG 2.0 Limousine-Testberichten - authentisch und direkt.
So ein wenig befahrenes Hafengelände, das wär’s. Spektakulär schleudert der rasende Reimer Smudo alias Michael Schmidt von den Fantastischen Vier mit dem neuen VW Golf GTI über den nassen Asphalt, um schließlich mit einer eleganten Handbremswende rückwärts in eine Lagerhalle einzuparken. Ford gibt sich zurückhaltender. Derzeit machen die Kölner mit dem extremen Ford Focus RS auf sich aufmerksam, der weniger radikale Ford Focus ST steht in dessen Schatten. Mit emotionalem Fünfzylinder-Sound, 15 PS mehr Leistung als VW Golf GTI Nummer sechs und einer frisch gelifteten Front fordert der Ford Focus knurrend zum Duell.
Ford Focus mit mehr Leistung und Drehmoment Die beiden Kompaktwagen versprechen vor allem in den hier getesteten viertürigen Varianten mit leistungsstarken Turbomotoren einen prickelnden Kompromiss zwischen dienstbarer Alltagstauglichkeit und lustvoller Sportlichkeit - zu überschaubaren Kosten. Den VW Golf zieht ein zwei Liter großer Benzin-Direkteinspritzer mit 210 PS nach vorn, der Ford Focus gönnt sich rund einen halben Liter mehr Hubraum als der VW Golf GTI , was in 225 PS resultiert. Mit einem Drehmoment von 280 Newtonmetern hat der VW ebenfalls das Nachsehen, der Ford-Fünfzylinder entwickelt 320 Nm. Reichlich Leistung ist also bei beiden Kompakten vorhanden - die mit einer stilsicheren Mischung aus Aggressivität und Kraftmeierei zur Schau gestellt wird. So blinzelt der Golf verkniffen aus den geänderten Leuchten seinen Gegnern in den Rückspiegel, die senkrechten Nebelleuchten im bulligen Stoßfänger verleihen mehr optische Breite. Der Ford hingegen macht mit bauchigen Kotflügeln und üppigen Schwellern einen auf dicke Hose. Fahrwerke mit besonders sportlicher Abstimmung und große Räder sind selbstverständlich. Serienmäßig gehören beim VW Golf GTI 17-Zoll-Felgen zum Lieferumfang, beim Ford Focus ST 18-Zöller. Zum Test haben beide 18-Zoll-Räder aufgezogen. Ebenfalls zur Serienausstattung zählen Sportsitze, die sich im Fall des Focus mit dem prestigeträchtigen Recaro-Label schmücken. Ob das Karo-Design der VW-Sitze ebenfalls schmückt, muss der Käufer entscheiden - zumindest hat es Tradition. Hier wie dort werden die Insassen von ausgeprägten Flanken umklammert. Im Ford Focus ST sitzt der Pilot nicht zuletzt wegen der üppig aufgepolsterten Recaros unsportlich hoch. Motorsport-Flair kommt aber rasch auf, wenn der Startknopf den Fünfzylinder zur Arbeit ruft und die Zeiger der drei Zusatzinstrumente für Ladedruck, Öldruck und -temperatur auf der Mittelkonsole zucken. Mit leicht unruhigem Bollern wartet das Triebwerk auf den Startschuss.
VW Golf GTI mit einfacher Bedienung Der VW Golf riskiert ebenfalls eine dicke Lippe, was angesichts seiner im Vergleich zum Ford Focus ST weniger üppigen Eckdaten umso mehr beeindruckt. VW peppt das Cockpit mit einem unten abgeflachten Lederlenkrad nebst filigraner Spange mit GTI-Logo auf. Den Startknopf sparen sich die Wolfsburger ebenso wie zusätzliche Befindlichkeitsanzeigen für den Motor. Immerhin kann die Öltemperatur über das Multifunktionsdisplay abgefragt werden. In Summe findet sich der Pilot im VW Golf besser zurecht als im Focus, bei dem speziell die schlechter ablesbaren Instrumentenskalen sowie der grobschlächtige und versteckte Bediensatellit für das Radio stören. Dabei sollte der Fahrer die Geschwindigkeit ständig im Blick haben, denn die beiden Hot Hatches - so nennt der Brite diese Fahrzeugklasse - verwandeln jeden beherzten Gasstoß umgehend in einen schnellen Angriff. VW Golf GTI und Ford Focus ST im Sprint In 6,9 Sekunden knacken VW Golf GTI und Ford Focus ST im Schulterschluss aus dem Stand die 100-km/h-Marke. Hier kann der ST seinen Leistungstrumpf nicht ausspielen, wohl aber in der Elastizität. Beim Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h im fünften Gang lässt sich der VW Golf GTI eine Sekunde mehr Zeit, wenngleich die gemessenen 7,6 Sekunden sicher nicht als gemächlich abzuwatschen sind. Richtig rockig wird es im GTI jedoch, wenn das Ende der Geraden naht. Tanz um die Pylonen mit dem VW Golf GTI Zwar stand kein verlassener Hafen in schummrigem Licht zum Ausloten des Grenzbereichs zur Verfügung, doch der teilbewässerte Handlingparcours des Bosch-Testzentrums Boxberg ist sicher eine ebenso tolle Spielwiese. Ob trocken oder nass, schon beim Einlenken in die erste schnelle Rechts-Links-Kombination stellt das Heck des VW Golf klar, dass es bei der Fahrdynamik den Dreh raus hat. Lupft der Fahrer das Gaspedal zackig, offenbart der mit adaptiven Dämpfern ausgerüstete GTI deutliches, aber beherrschbares Übersteuern, das vom ESP zuverlässig wieder eingefangen wird. Mit diesem Wissen lassen sich die Lastwechselreaktionen nun hervorragend in den Tanz um die Pylonen einflechten.
Ford Focus ST bietet mehr Federungskomfort Der Focus versucht unterdessen, mit lautem Knurren seiner fünf Zylinder die Kurven zu Geraden umzuformen. Da dies nicht gelingt, entscheidet er sich lieber für defensives Untersteuern. Wildes Traktieren des Gaspedals bringt ihn auch nicht aus der Ruhe, da in diesem Fall einfach die Leistung weggeregelt wird. Das kostet speziell beim Herausbeschleunigen aus engen Kehren Zeit. Hier punktet der VW Golf mit dem elektronischen Sperrdifferenzial XDS, das die Kraft per Bremseneingriff, nicht aber durch grobe Wegnahme der Leistung umdirigiert. Die auf dem Ford Focus ST montierten, für gute Nässe-Eigenschaften bekannten Continental Sport Contact 3 begünstigen das unspektakuläre, aber sehr sichere Handling. Darüber hinaus bietet der Ford einen minimal besseren Federungskomfort, selbst wenn der VW Golf im Comfort-Modus unterwegs ist. Überhaupt könnte die Spreizung der elektronischen Regelung größer ausfallen. Angesichts des ohnehin schon recht straffen Comfort-Programms erscheinen die beiden anderen Stufen verzichtbar - den Vergleich gewinnt der Sport-Golf trotzdem locker. Jetzt müsste die VW Golf GTI-Aufpreisliste nur noch einen verlassenen Industriehafen bereithalten.
Auf einer Testrunde durch die französischen Seealpen konnte sich auto motor und sport ein erstes Bild von den Qualitäten des auf 210 PS erstarkten Golf GTI machen. Die Strecke ist nicht ohne Grund gewählt: Verfügt der GTI doch als erster VW serienmäßig über ein neues Traktionssystem, das durch radselektive Bremseingriffe ein mechanisches Sperrdifferential simulieren soll. In engen Kurven werden durchdrehende Räder eingebremst, was Vortrieb und Spurtreue zugute kommt.
Traktion satt Und enge Kurven gibt es in den Seealpen zur Genüge. Schon nach wenigen Spitzkehren hinauf zum Col de Turini zeigt das XDS genannte System seine Stärken: Auch wenn der Fahrer in Kurven viel zu früh aufs Gas steigt, verpufft die Leistung des Vierzylinder-Turbos nicht am haltlos rotierenden, inneren 17 Zoll-Vorderrad. Stattdessen zieht der GTI mit Frontantriebs-untypischer Traktion aus der Kehre und stürmt dank seines breiten nutzbaren Drehzahlbandes (280 Nm Drehmoment zwischen 1.700 und 5.200/min) zur nächsten Spitzkehre. Bei Bedarf dreht der Turbo-Vierzylinder aber auch bis 6.200/min, die Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h steht aber bereits bei 5.900/min an. Aus dem Stand stürmt der Wolfsburger in 6,9 Sekunden auf 100 km/h, den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h im letzten Gang des manuellen Sechsganggetriebes absolviert der VW Golf GTI der sechsten Generation in 9,5 Sekunden. Beim Verbrauch soll sich der nach Euro 5 eingestufte GTI mit 0,7 Liter weniger zufrieden geben als sein Vorgänger. 7,3 Liter im Schnitt nennt VW - was einem CO2-Wert von 170 g/km entspricht. Ist das optionale DSG (1.875 Euro) an Bord, sinkt die Vmax um zwei km/h, der Verbrauch nimmt um 0,1 Liter zu (173 g/km). Beim Beschleunigungsduell entsteht ein Patt. Dennoch rechnet VW mit rund 30 Prozent-DSG-Anteil beim GTI.
Zu den aufpreispflichtigen Optionen zählt auch die adaptive Dämpferegelung DCC (925 Euro), das bei Beschleunigungs-, Brems- oder Lenkvorgängen die Dämpfung in Sekundenbruchteilen verhärtet, um die fahrdynamischen Erfordernisse optimal zu erfüllen und dabei die Nick- und Wankbewegungen zu reduzieren. Startpreis: 26.650 Euro Für hörbare Dynamik im neuen GTI, der auf rund 1,7 Millionen verkaufte Vorgänger zurückblicken kann, sorgt eine zweiflutige Sportauspuffanlage, aber auch ein spezieller Soundgenerator, der den Passagieren auf den beheiztem Sportgestühl das GTI-Feeling akustisch näher bringt.
Trotz aller Alleinstellungsmerkmale bleibt der GTI doch ein VW Golf, was kein Nachteil sein muss, macht es den Fünfsitzer mit einem Ladevolumen zwischen 350 und 1.305 Liter doch familientauglich. Und wer möchte, bekommt den GTI, der nach Ostern ab 26.650 Euro in den Handel kommt , selbstverständlich auch als Viertürer. Der ausführliche Fahrbericht mit allen Daten und Fakten zum neuen Golf GTI lesen Sie in auto motor und sport, Heft 08/2009 , ab dem 26. März 2009 im Handel.
Man muss es sich einfach mal bildlich vorstellen: 1973 sitzen die VW-Versuchsingenieure Hablitzel, Horntrich, Konrad, Löwenberg und Schwittlinsky bei Schnittchen und Bier in einer Wolfsburger Privatwohnung und erfinden den Golf GTI. Das Auto, das ab 1976 eine Nation für 13.850 Mark zu Motorsportlern macht, tradierte Standesgrenzen pulverisiert und Porsche-Eigner zum Tuner treibt. Worte wie Legende oder Ikone fallen heute allzu schnell, doch der VW Golf GTI ist eine - geboren in der guten Stube. Auch wenn er später einige dunkle Jahre unentschlossen nur von seinem Ruf zehrt, anstatt ihn wirklich einzulösen. 2004 holt VW den GTI endlich wieder aus der Versenkung der Ausstattungslinien heraus, mit rotem Kühlerband, 200 PS und exzellenter Abstimmung bis unter den Dachhimmel motiviert zur stimmigen Fortführung des Epos.
VW Golf GTI bleibt nicht ohne Kritik Für Nummer fünf folgen fünf Sterne und zahllose Vergleichstestsiege. Es gibt schnellere und auch komfortablere Kompaktsportler, aber keinen, der zum fairen Preis alles so massenverträglich vereint wie der VW Golf GTI. Ganz kritiklos kommt er freilich nicht davon. Die orthopädisch Sensiblen schmerzt sein rüdes Zwiegespräch mit Bodenwellen, die ökologisch Korrekten erwarten vom Direkteinspritzer noch weniger Verbrauch, und die harten Sportler überzeugt bei der Zeitenhatz das bisweilen hilflose Kurvenausgangsscharren nicht. Und damit sind wir mittendrin in der sechsten Generation niedersächsischer Volksbelustigung. Der neue VW Golf GTI soll alles besser können Die soll das nämlich alles besser können. Auch wenn sie von vorne so grimmig dreinschaut, als hätte man ihr den Plakettengrill geklaut. Dieser Orden VWscher Designverwirrungen fehlt tatsächlich. Dafür streben am Heck jetzt zwei verchromte Endrohre an einem Unterboden-Diffusor vorbei. Alles überdacht von einer breiten Spoilerschippe am Dach. Damit die Freaks am Wörthersee ungemobbt vorwärts einparken können. Das schmutzigresonierende Geräusch, das ihm bei hohen Drehzahlen entfleucht, klingt wie morgendliches Gurgeln nach einem Junggesellenabschied. Es ist der gekonnt abgestimmte Lockruf des Fahrspaßes, den der wildeste VW Golf bietet. Schon bei 1.700 Touren steht der Rote im vollen Drehmomentsaft von 280 Nm und schiebt sich und seine Passagiere mit dem lässigen Selbstbewusstsein breiter Elastizität über den Asphalt. Es ist sein voller Ernst, wenn der VW Golf GTI beim Bummeln schon bei knapp über 60 km/h den sechsten Gang empfiehlt. Der EA888 verrichtet seinen Dienst mit der ruhigen Professionalität eines Großserien-Vierzylinders und dem Dampf und Herz eines bis 6.900/min drehenden Turboaggregates. Nur einen Wimpernschlag dauert die Druckaufbau-Verzögerung, dann stürmt der VW Golf GTI davon, als wäre die Abwrackprämie hinter ihm her.
VW Golf GTI: In 6,9 Sekunden von null auf 100 km/h Zum alten Eisen gehört in diesem Fall jedoch nur der drei Kilogramm schwerere Zweiliter- Vorgängermotor. Der EA888 basiert dagegen auf dem 1,8-Liter-TSI-Passat-Motor mit neu angeordnetem, widerstandsärmerem Nebentrieb. Mit oder trotz 210 PS unterbricht der neue VW Golf GTI gleich zwei Mal die Siebener-Marke: In 6,9 Sekunden flitzt jetzt schon der Sechsgang-Handschalter von null auf 100 km/h, und mit 6,8 Liter pro 100 Kilometer liegt er auch beim Minimalverbrauch 0,4 Liter niedriger als sein gleich schwerer Vorgänger. Ihn unter neun Liter Verbrauch zu pilotieren erfordert keinerlei Selbstkasteiung. Noch mehr als seine Vorgänger beherrscht der neue VW Golf GTI also den Spagat zwischen Sport und Vernunft. Dazu passt, dass er an der Ampel mit von der Hatz noch knisterndem Auspuff unschuldig leise summt wie ein frisch ertappter Lausbub. So brav er sich bedächtig geführt fährt - wer ihn reizt, dem wirbelt er tiefergelegt (vorne 22, hinten 15 Millimeter) mit grandioser Agilität um die Ohren. Wie ein Schuss Tabasco feuert ein kurzer Lastwechsel-Hüftschwung (hinten härterer Stabilisator) den Kurveneinstieg an. Stur krallen sich die 225er Michelin-Reifen an der Innenseite fest. Untersteuern erfordert Mutwillen. Um dann kurvenausgangs mit elektronischer Traktionshilfe herauszufeuern. Sensible Piloten spüren hier leichten Antriebseinfluss. Die Präzision der wohl besten elektromechanischen Lenkung beeinträchtigt das kaum. Der Kopf sagt "nur ein Golf", das Popometer "aber was für einer". GTI-Kenner kneifen dann auf gebeutelten Straßen schon mal ebenjenes Hinterteil zusammen. Bequeme Recaro-Sportsitze Doch außer erhöhten Abrollgeräuschen und dem harten Ich-bin-eben-doch-ein-Sportler-Klackern auf Querfugen entwickelt der Neue inzwischen Altersmilde im Komfort. Mit Lagern und Aufhängungen, die auf ein geringeres Losbrechmoment optimiert wurden, sowie den sehr empfehlenswerten adaptiven Dämpfern wird er nach 33 Jahren sogar zum Reisemobil. Zu soft für harte Kerle? Kein Problem, ein Druck auf Sport - schon hoppelt er fast wieder wie früher. Eine Hoffnung bleibt: Dass sich die Zuffenhausener Konzernspitze mal in die genialen Schottenkarosessel setzen möge und fühlt, wie bequem Sportsitze sein können.
Der Golfball-Schaltknauf fehlt im VW Golf GTI Was leider wieder fehlt, ist der kultige Golfball-Knauf auf der knackig-exakten Sechsgangschaltung, die nur im exzellenten Gestänge eines Honda Civic Type R ihren Meister findet. Dafür gibt es ein unten abgeflachtes Lenkrad, Edelstahl-Pedalerie und einen 280-km/h-Tacho. Perfekt verarbeitet, wenig aufregend, aber auch auf keinen Fall überwürzt. Mehr Biss wäre nur bei der Verzögerung wünschenswert. 39 Meter aus 100 km/h mit kalten Bremsen sind okay, aber nicht vorbildlich in diesem Segment. Eine Bürde, die sich der Golf selbst auferlegt hat: Je konsequenter VW die Stärken bewahrt und die Schwächen ausmerzt, desto höher wird auch der Anspruch an das Alpha-Tier der Kompaktklasse. Mit Klimaautomatik, CD-Radio, Parkpilot und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen ist der Chef-Golf für 26.650 Euro (Zweitürer) das Angebot für alle, die auch in wirtschaftlich-ökologisch schwierigen Zeiten Autofahren lieben. Ja GTI, beim Preis-Spaß-Vernunft-Verhältnis bist du der Maßstab. In Wolfsburg darf gefeiert werden - bei Schnittchen und Bier?
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